Flexible Lebensmittelverpackungen

Papier in neue Form  gebracht

aus: DLG-Lebensmittel 4/2026

Papierbasierte Verpackungen sollen zunehmend Funktionen übernehmen, die bislang mit Kunststoffstrukturen verbunden sind. Gefragt sind Recyclingfähigkeit, Produktschutz und eine prozesssichere Verarbeitung auf bestehenden Anlagen. Mit PaperFlow(re) P-Type zeigt die Adapa Group, wie sich diese Anforderungen in flexiblen Lebensmittelverpackungen verbinden lassen.

Flexible Lebensmittelverpackungen sollen Produkte schützen, attraktiv präsentieren und sich effizient verarbeiten lassen – zugleich gewinnt ihre Recyclingfähigkeit an Bedeutung. Mit PaperFlow(re) P-Type verfolgt die Adapa Group einen Ansatz, bei dem ein hoher Papieranteil mit den funktionalen Anforderungen industrieller Verpackungsprozesse kombiniert wird. Die Verpackungslösung hat den CEPI-Recyclingfähigkeitstest bestanden und damit ihre Eignung für etablierte Papierkreisläufe nachgewiesen. Das Material steht in verschiedenen Papierqualitäten und mit unterschiedlichen Barriereeigenschaften zur Verfügung. Damit lässt sich die Verpackung an die jeweiligen Anforderungen an den Produktschutz anpassen und eignet sie sich für unterschiedliche Anwendungen – darunter Chips, Snacks, Schokoladenprodukte, Kekse und Cerealien. „Der besondere Mehrwert dieser Lösung liegt darin, dass sie unseren Kunden ermöglicht, ihre Ziele im Bereich der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und gleichzeitig vollständig mit bestehenden Produktionsumgebungen kompatibel zu bleiben“, sagt Richard Bell, Director of Innovation der Adapa Group. Die zunehmende Verbreitung von PaperFlow(re) P-Type zeige zudem, dass kreislauffähige Verpackungen nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch praxisgerecht und wirtschaftlich erfolgreich sein können.

Verarbeitbar auf HFFS und VFFS

Eine zentrale Voraussetzung für den Einsatz des Verpackungsmaterials ist die Kompatibilität mit vorhandener Produktionstechnik. PaperFlow(re) P-Type kann sowohl auf horizontalen als auch auf vertikalen Form-Fill-Seal-Anlagen (HFFS/VFFS) eingesetzt werden. Umfangreichen Anpassungen an bestehenden Maschinen sind dafür nicht erforderlich. Für die industrielle Verarbeitung sorgt eine dünne PP-Schicht für die erforderliche Dimensionsstabilität und zuverlässige Siegeleigenschaften. Damit bleibt die Verpackungstechnik auf die Anforderungen bestehender Form-, Füll- und Siegelprozesse ausgerichtet, während gleichzeitig ein papierbasierter Materialaufbau genutzt wird.

Papierverpackung
PaperFlow(re) P-Type ist in verschiedenen Papierqualitäten erhältlich © adapa
Papierverpackung
PaperFlow(re) P-Type kann je nach Produktschutzbedarf mit unterschiedlichen Barriereeigenschaften ausgestattet werden.© adapa

Vom Schlauchbeutel bis zum Zipper-Beutel

Neben den funktionalen Eigenschaften legt Adapa Wert auf die Warenpräsentation. Die Materialstruktur wurde so ausgelegt, dass typische Knitter- und Faltspuren reduziert werden. Dies unterstützt eine hochwertige Optik der Verpackung. Zusätzlich bietet Adapa vorgefertigte Beutel mit integrierter Zipper-Funktion an. Damit lässt sich der papierbasierte Ansatz auch auf wiederverschließbare Verpackungskonzepte übertragen. Die technische Auslegung reicht dabei von Standard- bis zu Hochbarriere-Strukturen.

Pap’Award für Kreislauffähigkeit

Wie stark das Thema Recyclingfähigkeit inzwischen in der Verpackungsentwicklung angekommen ist, demonstriert die Auszeichnung von PaperFlow(re) P-Type mit dem Pap’Award in der Kategorie Circularity in Food Pack­aging. Der Preis wurde im April 2026 von Pap’Argus und Etiq&Pack verliehen. Gewürdigt wurde die Verbindung von Recyclingfähigkeit und den Anforderungen industrieller Lebensmittelverpackungen. Für Bell steht die Auszeichnung deshalb nicht nur für ein einzelnes Verpackungsmaterial: „Diese Anerkennung spiegelt einen breiteren Wandel in der Verpackungsindustrie hin zu Lösungen wider, die Recyclingfähigkeit, Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit vereinen.“

CO2-Daten im Angebotsprozess

Neben der Materialentwicklung verändert sich der Umgang mit Nachhaltigkeitsdaten. Adapa hat gemeinsam mit Benchmark Consulting einen Carbon Calculator entwickelt. Dieser kombiniert kommerzielle Kalkulationen mit Methoden der Lebenszyklusanalyse und berücksichtigt dabei Materialien, Produktion, Transport und Energieverbrauch. Nach Angaben von Adapa soll das System unabhängig verifizierte und an ISO 14067 ausgerichtete CO₂-Kalkulationen ermöglichen. Kunden sollen die entsprechenden Daten bereits im Angebot abrufen und damit Verpackungsentscheidungen stärker auf vergleichbare Emissionswerte stützen können. „Diese Lösung bietet unseren Kunden verlässliche, vergleichbare CO₂e-Daten direkt im Angebotsprozess“, sagt Stefano Manfredi, Chief Sales Officer der Adapa Group. Nachhaltigkeits­aspekte lassen sich damit bereits dort berücksichtigen, wo über Materialien und Verpackungslösungen entschieden wird.

Daten und Fakten

  • Lösung: PaperFlow(re) P-Type
  • Materialbasis: papierbasierte flexible Verpackungslösung mit dünner PP-Schicht
  • Recyclingfähigkeit: erfolgreicher CEPI-Recyclingfähigkeitstest
  • Verarbeitung: HFFS und VFFS
  • Ausführungen: Standard- bis Hochbarriere-Strukturen
  • Anwendungen: unter anderem Chips, Snacks, Schokolade, Kekse und Cerealien
  • Zusatzoption: vorgefertigte Zipper-Beutel

CO2-Transparenz für Verpackungen

Die beiden Entwicklungen zeigen, dass sich die Anforderungen an flexible Lebensmittelverpackungen auf unterschiedliche Ebenen verlagern. Bei PaperFlow(re) P-Type geht es um den Materialaufbau, die Recyclingfähigkeit und die Verarbeitung auf industriellen Anlagen. Der Carbon Calculator setzt dagegen bei der Bewertung und Auswahl von Verpackungslösungen an. Damit wird Kreislauffähigkeit nicht allein über das eingesetzte Material definiert. Entscheidend sind ebenso Produktschutz, Verarbeitung, vorhandene Anlagentechnik und die Möglichkeit, die Umweltwirkungen einer Lösung nachvollziehbar zu bewerten. Adapa verfolgt beide Ansätze parallel: mit Designed for Recycling-Konzepten auf der Materialseite und mit verifizierten CO₂e-Daten auf der Entscheidungsseite.

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