Die Initiative Plattform Ackerbau ist ein branchenübergreifendes Netzwerk, das Qualitäts- und Prozessherausforderungen im Ackerbau systematisch erfasst, bewertet und bearbeitet. Sie bietet einen neutralen Rahmen für den fachlichen Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der landwirtschaftlichen Erzeugung über den Handel und die Verarbeitung bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel.
Ziel der Initiative ist es, zentrale Problemstellungen gemeinsam zu identifizieren, Ursachen zu verstehen und praxisnahe, tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der klaren und sachlichen Kommunikation, um Transparenz zu schaffen, Vertrauen zu stärken und relevante Entwicklungen verständlich zu vermitteln.
Werden Sie Teil der Wertschöpfungskette!
Interessierte Institutionen und Akteure können sich für weitere Informationen oder eine mögliche Mitwirkung direkt an uns wenden.
Kontakt
Janna Wiesner
DLG TestService
Tel.: +49 69 24788-396
J.Wiesner@DLG.org
Startsignal für Initiative
Die Initiative Plattform Ackerbau ist am Montag, dem 19. Januar 2026, auf der Grünen Woche in Berlin offiziell an den Start gegangen. Auf dem Erlebnisbauernhof unterzeichneten die Gründungsmitglieder im Rahmen der Auftaktveranstaltung einen Letter of Intent für die weitere Zusammenarbeit. Damit sind die Weichen gestellt für fachlich fundierten Wissenstransfer entlang der gesamten Wertschöpfungskette Ackerbau, den strategischen Schulterschluss in der Kommunikation mit Gesellschaft und Marktakteuren sowie gemeinschaftliche Projekte.
Qualität, Transparenz, Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette
Die Initiative stärkt Qualität und Transparenz in der Wertschöpfungskette Ackerbau, um Themen wie Qualitätssicherung, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit im koordinierten Zusammenspiel aller Akteure erfolgreich zu gestalten.
Kernziele sind:
Thematische Schwerpunkte
Die Initiative widmet sich schwerpunktmäßig den zentralen Kulturpflanzen des deutschen Ackerbaus: Getreide und Ölsaaten.
Im Fokus stehen Qualität, Ressourceneffizienz, CO₂-Bilanzen, Biodiversität, Fruchtfolgen sowie produkt- und prozessbezogene Herausforderungen, die in der landwirtschaftlichen Praxis und in der Verarbeitung auftreten.
Arbeitsweise
Die Plattform folgt einem strukturierten, wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Bearbeitung von Qualitäts- und Prozessfragen. Dies umfasst:
- Identifikation und Kategorisierung von Problemfeldern
- Analyse von Risikoparametern und Eintragspfaden für Qualitätsmängel
- Ursachenklärung und Erarbeitung praxisnaher Lösungswege
Die Arbeit erfolgt interdisziplinär und kollaborativ, unter Einbezug der relevanten Fachakteure entlang der Produktions- und Verarbeitungskette.
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„Mit der Initiative Plattform Ackerbau knüpfen wir an die erfolgreiche Tradition branchenübergreifender Lösungen in Landwirtschaft und Ernährung an. Unser Ziel ist es, die entscheidenden Weichen für mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Innovation zu stellen – und das gemeinsam mit allen Partnern entlang der Wertschöpfungskette. Gemeinsam zeigen wir, wie moderne Konzepte und Technologien im Ackerbau Ressourcenschutz und Ertragssteigerung miteinander verbinden, um sichere Lebensmittel nach höchsten Qualitätsstandards bereitzustellen. Eine neutrale Plattform sorgt dafür, dass wir wissenschaftlich fundierte und praxisgerechte Entscheidungen treffen – für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.“
Hubertus Paetow, Präsident der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.)
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„Als Stimme der genossenschaftlich geprägten Land- und Ernährungswirtschaft stehen wir im Deutschen Raiffeisenverband für die Überzeugung: Gemeinschaftsgeist statt Einzelkämpfertum macht die Wertschöpfungskette resilient und erfolgreich. Die Gründung der Initiative Plattform Ackerbau ist ein wichtiger Meilenstein, um diese Haltung auch im Ackerbau in die Praxis umzusetzen. Die Anforderungen an Qualität und Standards werden kontinuierlich komplexer, der Ackerbau vereint zahlreiche Akteure. Daher ist eine abgestimmte Verständigung auf höchstem fachlichem Niveau absolut wichtig. Nur gemeinsam können wir die Zukunft des Ackerbaus wirtschaftlich und nachhaltig gestalten.“
Dr. Philipp Spinne, Geschäftsführer Deutscher Raiffeisenverband (DRV) e.V.
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„Qualitätssicherung beginnt bereits bei der Sortenwahl und dem Anbau der Feldfrüchte – lange bevor die Verarbeitung in der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft startet. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass Landwirte, Verarbeiter und Handel an einem Strang ziehen, Wissen teilen und so lückenlose Transparenz in der Qualitätssicherung gewährleisten. Wachsende Anforderungen an den Schutz natürlicher Ressourcen oder die Neubewertung von Qualitätsparametern wie dem Proteingehalt im Weizen machen es notwendig, gemeinsam Antworten zu finden. Dafür bietet der Schulterschluss in der Initiative Plattform Ackerbau beste Chancen. Als Bindeglied zwischen Erzeugung, Industrie, Handel und Verbraucher setzt die Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft auf die verstärkte strategische Zusammenarbeit mit ihren Partnern.“
Dr. Peter Haarbeck, Geschäftsführer Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V.
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„Großbäckereien in Deutschland sind auf backfähiges Getreide in homogener Qualität angewiesen, um die hohen Ansprüche des Handels und der Verbraucher zu erfüllen. Unsere Kunden aus dem Handel reagieren auf Verbraucherwünsche nach Transparenz, Genuss, Qualität und Nachhaltigkeit sowie auf sich ändernde Ernährungsgewohnheiten und -trends. In diesem Spannungsfeld steigen die Anforderungen an alle Partner der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig eröffnen technologische Innovationen wie KI neue Chancen, effiziente Lösungen für Qualitätssicherung, Ernährungssicherheit und Ressourcenschutz zu entwickeln. Die Initiative Plattform Ackerbau schafft dafür den Rahmen: koordinierte Prozesse und Wissenstransfer auf höchstem Niveau.“
Norbert Lötz, Präsident Verband Deutscher Großbäckereien e.V.
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„Der Lebensmitteleinzelhandel ist das direkte Bindeglied zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern und reagiert auf deren Wünsche und Trends. Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette sowie die Stärkung von Qualität und Transparenz – insbesondere bei Qualitätssicherung, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit – sind für uns zentral. Verlässliche und transparente Lebensmittelinformation ermöglicht informierte und bewusste Kaufentscheidungen. Um eine verantwortungsvolle und ressourcenschonende Wirtschaftsweise zu dokumentieren, wirkungsvoll zu kommunizieren und Prozesse kontinuierlich zu optimieren, ist die enge Kooperation in der Wertschöpfungskette Ackerbau unverzichtbar. Die Initiative Plattform Ackerbau soll dazu einen entscheidenden Beitrag leisten.“
Björn Fromm, Präsident Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) e.V.