Women in Ag Award 2022

Der Women in Ag Award, vergeben von der DLG und dem „Women in Ag Magazine“, würdigt Frauen aus aller Welt, die mit Innovationskraft, Fachwissen und Leidenschaft die Zukunft der Landwirtschaft prägen. In den vier Kategorien – Landwirtschaft, Agribusiness, Bildung sowie Technik und Forschung – macht der Award weibliches Engagement sichtbar und erzählt die Geschichten hinter den beeindruckenden Frauen.

Der Woman in AG Awards wurde 2022 erstmals auf der EuroTier verliehen. 

Es gingen über 60 Nominierungen ein, mit Kandidatinnen aus Europa, den Vereinigten Staaten und Afrika aus einer breiten Palette von landwirtschaftlichen Sektoren und Tätigkeiten: von Milchviehhalterinnen und Geflügelzüchterinnen bis hin zu Forscherinnen und Agrarwissenschaftlerinnen. 15 Profile kamen in die engere Auswahl. Aus dieser Liste wählte die internationale Jury aus Frauen aus Europa, den USA und Sambia letztendlich die drei Gewinnerinnen aus.

Anhand von Kriterien wie innovative Arbeitsansätze, Gesamtpräsentation der Tätigkeit und Auswirkung auf die örtliche und globale landwirtschaftliche Gemeinschaft vergaben die Jurymitglieder Punkte an die verschiedenen Profile. Aus der Gesamtpunktzahl ergaben sich dann die Gewinnerin sowie die Zweit- und Drittplatzierte.

Die Preisverleihung mit Bekanntgabe der Finalistinnen fand am 16. November 2022 auf der EuroTier, Halle 26 auf der internationalen Bühne der DLG unter der Leitung von Chefredakteurin Kim Schoukens statt. Sie hatte die Ehre, die Gewinnerin sowie die Zweit- und Drittplatzierte bekannt zu geben. Ines Rathke, Projektleitung der EuroTier, stellte die Initiative der DLG für das neue Award-Programm vor. Freya von Czettritz, CEO der DLG Holding, überreichte gemeinsam mit Hella Otten, Leiterin des deutschen Frauennetzwerks Women in Agribusiness, die Preise an die drei Gewinnerinnen.

Preisträgerinnen 2022

Ines Rathke und Hanna Lavreniuk (stellv.)

1. Platz

Diana Dykun (Ukraine)

Die Gewinnerin des „Women in Ag Awards International 2022“ ist die ukrainische Agrarwissenschaftlerin Diana Dykun. Sie ist Vorsitzende der gemeinnützigen Organisation Save UA, die landwirtschaftliche Erzeuger in den ehemals besetzten Gebieten unterstützt. Die Jury beschrieb Diana Dykun mit Schlagworten wie „Menschlichkeit, Konsequenz, Beharrlichkeit und Entschlossenheit“. Ihr Einfluss auf die örtliche Landwirtschaft ist enorm, und angesichts der aktuellen Situation in ihrer Region gestaltet sich ihre Arbeit besonders schwierig. Aufgrund ihrer Verpflichtungen in der Ukraine konnte Diana bei der Zeremonie leider nicht persönlich anwesend sein. Sie wurde vertreten von Hanna Lavreniuk, die ebenfalls für die Organisation arbeitet und die Auszeichnung für Diana entgegennahm. Weitere Informationen über Diana Dykuns gemeinnützige Organisation Save UA finden Sie auf ihrer Website.

2. Platz

Friederike Schierholz (Deutschland)

Den zweiten Platz machte Friederike Schierholz vom Hof Schierholz aus Niedersachsen (Deutschland). Viele Punkte erhielt sie für die regenerative Ausrichtung ihres Betriebs, mit u. a. Direktsaat und Hühnerhaltung in mobilen Ställen zur Regeneration des Bodens. Die Gesamtpräsentation ihres Betriebs auf Social Media und die Offenheit, mit der sie ihre Tätigkeiten vorstellte, überzeugten die Jury, sie auf den zweiten Platz zu wählen. Weitere Informationen über den Betrieb von Friederike Schierholz finden Sie auf ihrer Website.

Freya von Czettritz und Friederike Schierholz
Hella Otten und Mathilde Brion (stellv.)

3. Platz

Lucie Mainard (Frankreich)

Den dritten Platz sicherte sich Lucie Mainard mit ihrem Bio-Eierbetrieb „Les Jolies Rousses“ im französischen Département Vendée. Lucie beeindruckte die Jury damit, wie sie auf ihrem Betrieb Nachhaltigkeit in die Praxis umsetzt und mit Schwierigkeiten umgeht. Seit der Gründung des Betriebs im Jahr 2019 musste Lucie bereits mehrere Herausforderungen meistern; u. a. die Pandemie, die Vogelgrippe in Frankreich und mehrere Hitzewellen in einer Saison. Dabei hat sie stets Durchhaltevermögen, Stärke und Positivität bewiesen.

Leider konnte Lucie nicht persönlich an der Zeremonie teilnehmen. Die französische Agrarjournalistin Mathilde Brion nahm den Preis für sie entgegen. Die komplette Geschichte von Lucie ist in der Oktoberausgabe des Magazins „Women in ag“ nachzulesen.