Women in Ag Award 2026

Der Women in Ag Award, vergeben von der DLG und dem „Women in Ag Magazine“, würdigt Frauen aus aller Welt, die mit Innovationskraft, Fachwissen und Leidenschaft die Zukunft der Landwirtschaft prägen. In den vier Kategorien – Landwirtschaft, Agribusiness, Bildung sowie Technik und Forschung – macht der Award weibliches Engagement sichtbar und erzählt die Geschichten hinter den beeindruckenden Frauen.

2026 haben sich über 170 außergewöhnliche Frauen aus 62 Ländern für den Women in Ag Award beworben. 

Die Gewinnerinnen des Woman in AG Awards 2026 werden auf der EuroTier geehrt:


11. November 2026 

16:00–17:00 Uhr | Preisverleihung | DLG-Stand, Halle 13 | EuroTier in Hannover  


In Anschluss
17:00–18:00 Uhr | Female Agri Fellows Networking Event | Zum Networking Event anmelden


Preisträgerinnen und Nominees 2026

Kategorie „Landwirtschaft“


Gewinnerinnen

1. Platz


Marianne van den Hoek-Huijbregts
Niederlande


Marianne van den Hoek-Huijbregts ist niederländische Ackerbäuerin, Innovatorin im Bereich Süßwasser und engagierte Fürsprecherin einer widerstandsfähigen Landwirtschaft. Gemeinsam mit ihrem Mann bewirtschaftet sie auf der Insel Schouwen-Duiveland einen 220 Hektar großen Familienbetrieb in fünfter Generation. Dort bedrohen die zunehmende Versalzung und Wasserknappheit die Lebensmittelproduktion. Auf dem Hof entwickelte sie mit Freshwater Focus das erste vollständig funktionsfähige, von Landwirten initiierte Aquifer-Storage-and-Recovery-System im niederländischen Ackerbau. Es erfasst, filtert und speichert Regenwasser unterirdisch, damit es später zur Bewässerung genutzt werden kann. So macht das System den Betrieb unabhängig von der externen Süßwasserversorgung und trägt zu höheren Erträgen sowie einer besseren Bodengesundheit bei. Als Vorstandsmitglied der internationalen landwirtschaftlichen Genossenschaft Royal Cosun setzt sie sich für eine zukunftsfähige Wertschöpfungskette und ein tragfähiges Ertragsmodell für die Erzeugerinnen und Erzeuger ein. Sie engagiert sich für eine stärkere Repräsentation von Frauen in der Landwirtschaft und inspiriert Landwirtinnen und Landwirte, Wasserwirtschaft und Politik zu einem bewussten und effizienten Umgang mit Wasser.

2. Platz 


Lavender Odeny
Kenia


Lavender Odeny ist kenianische Agrarunternehmerin und Gründerin von MashLav Foods. Sie ist Vorreiterin des kommerziellen Pilzanbaus im Bezirk Kilifi, einer halbtrockenen Küstenregion, in der die Pilzproduktion lange als nicht praktikabel galt. Mithilfe klimaintelligenter Anbau­methoden hat sie gezeigt, wie land­wirtschaftliche Abfälle mit minimalem Einsatz von Fläche und Wasser in nährstoffreiche Austernpilze umgewandelt werden können. Neben der Produktion hat sie ein landwirteorientiertes Unternehmen aufgebaut, das Pilzprodukte mit Mehrwert verarbeitet, den Marktzugang erleichtert und Frauen sowie junge Menschen in nachhaltigen Anbaumethoden schult. Bis heute hat ihre Arbeit 120 Landwirte unterstützt, die lokale Ernährungssicherheit verbessert und neue Einkommens­möglichkeiten geschaffen. Damit beweist sie, dass innovative Landwirtschaft sowohl wirtschaftliches Wachstum als auch die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften fördern kann.

3. Platz


Marlen Arkesteijn
Niederlande


Marlen Arkesteijn ist niederländische Stadtlandwirtin, ländliche Soziologin und Gründerin von Tuinderij de Stadsboerin, einem ökologischen Stadtbauernhof in Rotterdam. Seit 2018 produziert sie pestizidfrei Gemüse, Kräuter, Blumen und Obst für mehr als 150 Haushalte im Rahmen eines CSA-Modells (Community Supported Agriculture). Durch die Verbindung ihres Fachwissens in den Bereichen Ernährungssysteme, Naturschutz und gesellschaftlicher Wandel mit praktischer Landwirtschaft fördert sie gesunde Böden, lokale Lebensmittelproduktion und nachhaltigen Konsum. Darüber hinaus nutzt sie den Hof als Plattform für Bildung, Gemeinschaftsbildung und Sensibilisierung und hilft Menschen dabei, die Herkunft ihrer Lebensmittel besser zu verstehen. Durch Kooperationen mit lokalen Organisationen und ihr Engagement in nationalen Nachhaltigkeitsnetzwerken setzt sie sich für den Zugang zu gesunden, lokal erzeugten Lebensmitteln ein und inspiriert zu einem gerechteren und widerstandsfähigeren Ernährungssystem.


Nominees Kategorie "Landwirtschaft"


Marina Kamanzi
Sambia


Marina Kamanzi gründete die Kagezi Seed Company in Sambia, um kleinbäuerliche Betriebe durch klimaresistente Saatgutlösungen zu stärken. Ihr Unternehmen liefert dürretolerante Kulturen wie Sorghum, Hirse und Kuhbohnen und sichert gleichzeitig Absatzmärkte für die Ernte. Durch dieses integrierte „Seed-to-Table“-Modell verbessert sie Ernährungssicherheit, Einkommen und Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel.


Elke Lichtblau-Reitter
Deutschland


Elke Lichtblau-Reitter ist Kräuterbäuerin und Vorsitzende von Kräuterland Baden-Württemberg e.V.. Gemeinsam mit 25 Frauen betreibt sie die Kräutermanufaktur, die sich auf den ökologischen Anbau, die Verarbeitung und Vermarktung hochwertiger Kräutertees spezialisiert hat. Das Projekt verbindet traditionelle Handarbeit, Biodiversität und regionale Wertschöpfung und fördert gleichzeitig die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen im ländlichen Raum.


Joséphine Kavira Nzaira Malimukono
Demokratische Republik Kongo


Joséphine Kavira Nzaira Malimukono ist Unternehmerin und Direktorin der Ligue pour la Solidarité Congolaise in der Demokratischen Republik Kongo. Ihre Arbeit konzentriert sich auf resiliente Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und die wirtschaftliche Stärkung von Frauen. Durch gemeinschaftsbasierte Ansätze fördert sie nachhaltige Lebensgrundlagen und hilft Familien dabei, ihre Abhängigkeit von Nothilfe langfristig zu reduzieren.



Vivian Böllersen
Deutschland


Vivian Böllersen gilt als Pionierin des Walnussanbaus in Deutschland. Mit ihrem Bio-Walnussbetrieb nahe Berlin fördert sie Agroforstsysteme, Biodiversität und pflanzenbasierte Ernährung. Durch Beratungen, Vorträge und Demonstrations­flächen unterstützt sie neue Anbauerinnen und Anbauer und hat wesentlich dazu beigetragen, das Interesse am professionellen Walnussanbau in Deutschland nachhaltig zu stärken.


Sohaila Yousofzaie
Afghanistan


Sohaila Yousofzaie setzt sich für die wirtschaftliche Stärkung von Frauen in Afghanistan ein. Durch praxisnahe Schulungen in Geflügelhaltung, Viehzucht und nachhaltiger Landwirtschaft vermittelt sie Frauen die Fähigkeiten, ihre Produktion zu steigern und eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Ihre Arbeit verbessert die Ernährungssituation von Familien und schafft neue Perspektiven für ländliche Gemeinschaften.

Kategorie „Agribusiness“


Gewinnerinnen

1. Platz


Ifeoma Okonkwo
Nigerien


Ifeoma Oluchukwu Mary Okonkwo ist nigerianische Agrarunternehmerin sowie Mitgründerin und Group Managing Director von Ifgreen Industries & Investment Ltd. Das Unternehmen verarbeitet einheimische Nutzpflanzen zu nahrhaften Lebensmitteln und schafft gleichzeitig nachhaltige Einkommensmöglichkeiten. Seit der Gründung im Jahr 2016 treibt sie Innovationen in der Maniokverarbeitung, bei erneuerbaren Energien und in der Kreislauflandwirtschaft voran, indem landwirtschaftliche Abfälle in Biogas, organischen Dünger und Tierfutter umgewandelt werden. Unter ihrer Führung wurden mehr als 3.200 Arbeitsplätze geschaffen, über 800 Bäuerinnen gestärkt und Millionen von Verbraucherinnen und Verbrauchern mit bioangereicherten Lebensmitteln erreicht. Mit ihrem starken Fokus auf weibliche Führungskräfte, Jugendbeschäftigung und nachhaltige Wertschöpfungsketten trägt sie dazu bei, einen inklusiveren, klimaresilienten und wettbewerbsfähigeren Agrarsektor in Nigeria aufzubauen.

2. Platz 


Nakalema Assumpta
Uganda


Nakalema Ann Assumpta ist ugandische IT-Ingenieurin, Agrartechnologie-Innovatorin und Gründerin von HatchRite Co. Ltd. Ihr Unternehmen setzt sich dafür ein, die Geflügelhaltung zugänglicher, produktiver und nachhaltiger zu gestalten. Sie entwickelte lokal produzierte Brutapparate und Aufzuchtsysteme, um Kleinbauern bei der zuverlässigen Kükenproduktion zu unterstützen und gleichzeitig die lokale Fertigung zu stärken. Da sie den Bedarf an Lösungen entlang der gesamten Geflügelwertschöpfungskette erkannte, erweiterte sie ihr Angebot um Schulungen, gemeinschaftliche Brütereien und ernährungsorientierte Initiativen. Über HatchRite hat sie mehr als 700 Landwirte, insbesondere Frauen, Jugendliche und Geflüchtete, mit Technologie, technischem Support und unternehmerischen Chancen unterstützt. Ihre Vision ist der Aufbau eines integrierten Geflügel-Ökosystems, das Innovation, Ernährung und nachhaltige Lebensgrundlagen miteinander verbindet und so die Ernährungssicherheit in Ostafrika stärkt.

3. Platz


Valentyna Bolokhovska
Ukraine


Valentyna Bolokhovska ist Biotechnologie-Pionierin, Unternehmerin und Mitgründerin von BTU, einem der führenden Hersteller biologischer Lösungen für die Landwirtschaft in der Ukraine. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung hat sie ihre Karriere der Aufgabe gewidmet, biotechnologische Forschung in praktische und skalierbare Lösungen für Landwirte zu überführen. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung mikrobieller und enzymbasierter Produkte zur Steigerung der Pflanzenproduktivität, zur Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit und zur Förderung nachhaltiger Agrarsysteme. Unter ihrer Führung etablierte BTU einen vollständigen Innovationszyklus von Forschung und Produktion über Feldvalidierung bis hin zur Weiterbildung von Landwirten. Dadurch konnten biologische Lösungen erfolgreich in moderne landwirtschaftliche Praktiken integriert werden. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Exzellenz mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit hat sie einen wichtigen Beitrag zur verantwortungsvollen Biotechnologie und zu einer produktiven sowie umweltverträglichen Landwirtschaft geleistet.


Nominees Kategorie "Agribusiness"


Dr. Carolin Weyers
Deutschland


Dr. Carolin Weyers leitet das Agricultural Competence Center der REWE Group. Sie baut Brücken zwischen Landwirtschaft, Handel, Politik und Gesellschaft und fördert die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu ihren Projekten zählen innovative Partnerschaftsmodelle mit über 1.500 landwirtschaftlichen Betrieben sowie die „Agricultural Academy“, die bereits mehr als 30.000 Mitarbeitenden Einblicke in moderne Landwirtschaft ermöglicht hat.


Lena Maria Russ
Deutschland


Lena Maria Russ ist Geschäftsführerin der Maschinenring Stiftung und der World Federation of Machinery Rings. Sie fördert den Zugang zu Landtechnik, Wissen und unternehmerischen Strukturen für Landwirtinnen und Landwirte weltweit. Unter ihrer Leitung entstanden über 320 Maschinenringe in Afrika, die mehr als 53.000 Bauernfamilien unterstützen. Ihr Fokus liegt auf Eigenverantwortung, Mechanisierung und der Stärkung von Frauen und Jugendlichen.


Lorna Mudegu
Kenia


Lorna Mudegu ist Aquakultur-Expertin und Chief Executive Officer von WAVU, einer digitalen Plattform für Fischzüchterinnen und Fischzüchter in Kenia. WAVU verbindet Kleinproduzenten mit qualitativ hoch­wertigen Betriebsmitteln, Fachberatung, Logistik und Absatzmärkten. Durch die Nutzung einfacher digitaler Kommunikations­wege stärkt sie die Produktivität, Einkommensmöglichkeiten und Ernährungs­sicherheit im Aquakultursektor.



Monika Shukla
Indien


Monika Shukla ist Mitgründerin und CEO von Humble Bee, einem Unternehmen, das Bestäubung als zentrale Infrastruktur für die Landwirtschaft etabliert. Gemeinsam mit über 2.800 Frauen in Indien hat sie ein Netzwerk von Imkereibetrieben aufgebaut, das Landwirtschaft, Biodiversität und Klimaschutz verbindet. Durch Technologie, Schulungen und Marktzugang schafft sie neue Einkommensmöglichkeiten für Frauen und stärkt gleichzeitig die landwirtschaftliche Produktivität.


Dr. Uduak Olayemi
Nigeria


Dr. Uduak Olayemi ist CEO von Vantage Agro Allied Ltd und bekämpft steigende Futterkosten in Nigeria durch die Umwandlung landwirtschaftlicher Abfälle in hochwertiges Tierfutter. Ihre Innovation reduziert die Futterkosten um mehr als 50 Prozent und verbessert die Rentabilität von Geflügelbetrieben erheblich. Darüber hinaus schult sie Frauen und Jugendliche in nachhaltigen Produktionsmethoden und unterstützt sie beim Aufbau eigener landwirtschaftlicher Unternehmen.

Kategorie „Bildung“


Gewinnerinnen

1. Platz


Valeriya Yudina
Kasachstan


Valeriya Yudina ist Expertin für Bildung und Talententwicklung mit mehr als 30 Jahren Erfahrung. Sie widmet sich dem Aufbau der nächsten Generation von Fachkräften für die Landwirtschaft. Durch die Weiterentwicklung von Digital Agroleaders von einem Studentenwettbewerb zu einem umfassenden Bildungsökosystem bringt sie Studierende, Hochschulen, Arbeitgeber, Technologieunternehmen und Branchen­experten zusammen, um dem Fachkräfte­mangel im Agrarsektor entgegenzuwirken. Ihr Ansatz verbindet junge Menschen mit realen Heraus­forderungen in Agronomie, Ingenieurwesen, Bewässerungstechnik und digitaler Landwirtschaft und schließt die Lücke zwischen Ausbildung und Arbeitsmarkt. Durch Praktika, internationale Lern­möglichkeiten und Karriereprogramme schafft sie eine nachhaltige Nachwuchs­pipeline für zukünftige Führungskräfte in der Landwirtschaft und treibt die digitale Transformation sowie die langfristige Widerstandsfähigkeit des Agrarsektors in Kasachstan und darüber hinaus voran

2. Platz 


Sharon Monethi
Südafrika


Sharon Monethi ist Nachhaltigkeitsaktivistin, Sozialunternehmerin und Expertin für landwirtschaftliche Entwicklung. Sie setzt sich dafür ein, Frauen, Jugendliche und benachteiligte Gemeinschaften durch innovative landwirtschaftliche Lösungen zu stärken. Als Gründerin der Woman of Age Foundation und Vorsitzende der Women and Food Fellowship hat sie Initiativen geleitet, die Lebensgrundlagen, Unternehmertum und Ernährungssicherheit in Afrika fördern. Ihre wichtigste Innovation, das Hydro Coop Farming Model, kombiniert hydroponische Pflanzenproduktion mit genossen­schaftlicher Unternehmens­entwicklung und ermöglicht Frauen den Anbau von Lebensmitteln sowie die Erwirtschaftung von Einkommen, selbst wenn nur begrenzter Zugang zu Land besteht. Durch Schulungen, Inkubations­programme und nachhaltige Anbaumethoden unterstützt sie Gemeinschaften dabei, ihre Produktivität zu steigern, Arbeitsplätze zu schaffen und lokale Ernährungssysteme zu stärken. Ihre Arbeit zeigt, wie inklusive und klima­intelligente Landwirtschaft Armut verringern, Ernährungssicherheit verbessern und Chancen für künftige Generationen schaffen kann.

3. Platz


María Victoria Blanco
Kolumbien


María Victoria Blanco ist Tierärztin und Spezialistin für ländliche Entwicklung aus Kolumbien. Seit mehr als 30 Jahren zeigt sie, wie Landwirtschaft zur Wiederherstellung von Ökosystemen, zur Entwicklung ländlicher Gemeinschaften und zum Erhalt kultureller Identität beitragen kann. Als Mitgründerin und Geschäftsführerin der El Porvenir Ecological Foundation leitete sie die Wiederherstellung von Nebelwäldern, den Schutz wichtiger Wasserquellen und die Umweltbildung von mehr als einer Million Besucherinnen und Besuchern zu Biodiversität und nachhaltiger Landbewirtschaftung. Ihre Arbeit verbindet agroökologische Praktiken, silvopastorale Systeme, ethische Tierhaltung, Hausgärten und Kompostierung, um ländliche Lebensgrundlagen zu stärken und gleichzeitig Ökosysteme zu regenerieren. Durch die Förderung von Frauen und jungen Menschen mittels Umweltbildung, Führungsentwicklung und nachhaltiger Landwirtschaft hat sie widerstandsfähige Gemeinschaften geschaffen und gezeigt, dass Landwirtschaft ein wirkungsvolles Instrument für Naturschutz, Klimaresilienz und nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel sein kann.


Nominees Kategorie "Bildung"


Prof. Dr. Becke Strehlow
Deutschland


Professorin Becke Strehlow engagiert sich für eine zukunftsorientierte Ausbildung im Agrarbereich. An der Hochschule Neubrandenburg entwickelt sie innovative Studiengänge, die Wissenschaft, Praxis und internationale Zusammenarbeit miteinander verbinden. Ihr Ziel ist es, Studierende optimal auf die Herausforderungen einer nachhaltigen Landwirtschaft vorzubereiten und ihnen die Fähigkeit zu vermitteln, wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in die Praxis umzusetzen.


Lilian Nakigozi
Uganda


Lilian Nakigozi gründete die WomenGro Initiative, um Frauen in Uganda durch Landwirtschaft aus Hunger und Armut zu führen. Inspiriert von ihren eigenen Erfahrungen mit Nahrungsmittelknappheit entwickelte sie innovative vertikale Anbausysteme, die auch auf kleinsten Flächen eine profitable Lebensmittel­produktion ermöglichen. Ergänzt durch Schulungen, Finanzbildung und Marktzugang stärkt sie Frauen als Unternehmerinnen und Führungs­persönlichkeiten.


Prof. Dr. Mabel Ifeoma Onwuka
Nigeria


Professorin Mabel Ifeoma Onwuka verbindet wissenschaftliche Forschung mit praktischem Nutzen für ländliche Gemeinschaften. Durch Schulungen zu klimaintelligenter Landwirtschaft, Kompostierung, Biokohle und Hausgärten hat sie Tausende Frauen und Jugendliche in Nigeria erreicht. Mit ihrer patentierten Biokohle-Düngerlösung und praxisnahen Bildungsangeboten trägt sie zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, Ernährungssicherheit und nachhaltigen Einkommensentwicklung bei.



Michaela Sandmayr
Österreich


Michaela Sandmayr ist Gründerin von Landwort, einer österreichischen Initiative, die Landwirtinnen und Landwirte dabei unterstützt, ihre Geschichten authentisch und selbstbewusst zu erzählen. Durch Storytelling-, Social-Media- und Medientrainings sowie Videoprojekte hat sie bereits über 3.500 Landwirtinnen und Landwirte geschult. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darauf, Frauen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen und sie zu ermutigen, ihre Stimme und ihr Fachwissen öffentlich einzubringen.


Tracey Perkins
Neuseeland


Tracey Perkins ist Milchbäuerin, Unternehmerin und Gründerin von AgriThrive Ltd in Neuseeland. Sie stärkt landwirt­schaftliche Gemeinschaften durch Wissenstransfer, Führungskräfteentwicklung und praxisnahe Beratung. Durch Workshops, Mentoring-Programme, Umweltinitiativen und internationale Forschungsprojekte unterstützt sie Landwirtinnen und Landwirte dabei, widerstandsfähige und nachhaltige Agrarsysteme aufzubauen.

Kategorie „Technik und Forschung“


Gewinnerinnen

1. Platz


Katharina Unger
Österreich


Katharina Unger ist Industriedesignerin, Unternehmerin sowie Gründerin und CEO von LIVIN farms. Seit mehr als einem Jahrzehnt widmet sie sich der Förderung einer Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft durch insektenbasierte Technologien. Durch die Nutzung der natürlichen Fähigkeit von Insekten, organische Nebenprodukte in wertvolle Proteine, Öle und organischen Dünger umzuwandeln, hat sie maßgeblich zur Entwicklung eines neuen Ansatzes für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion beigetragen. Derzeit konzentriert sie sich auf die Skalierung von Hive PRO, der vollautomatisierten modularen Insektenfabrik von LIVIN farms. Diese Systeme verarbeiten heute jährlich mehr als 100.000 Tonnen organischer Nebenprodukte, tragen zum Aufbau eines der größten kreislaufbasierten Biofabrik-Netzwerke Europas bei und schaffen weltweit widerstandsfähigere und ressourceneffizientere Agrarsysteme.

2. Platz 


Prof. Dr. Dong Xiaoxia
Volksrepublik China


Professorin Dr. Dong Xiaoxia ist Forscherin und Innovationsleiterin an der Chinesischen Akademie der Agrarwissenschaften. Mit fast 20 Jahren Erfahrung fördert sie nachhaltige Milchwirtschaftssysteme, digitale Landwirtschaft und die Agrarökonomie im Nutztierbereich. Sie leitete mehr als 60 Forschungsprojekte zur Verbesserung der wirtschaftlichen, ökologischen und technologischen Leistungsfähigkeit der Milchproduktion. Ihr Team entwickelte eine nationale Agrarinformationsplattform, die über 180.000 landwirtschaftliche Betriebe unterstützt und datenbasierte Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Milchwirtschaft ermöglicht. Durch Forschung, digitale Innovationen und groß angelegte Wissenstransferprogramme hat sie die Kluft zwischen Wissenschaft und Praxis verringert und gleichzeitig kohlenstoffarme, effiziente und widerstandsfähige Milchproduktions­systeme sowie die nächste Generation agrarwissenschaftlicher Forschender gefördert.

3. Platz


Mirjam Lechner
Deutschland


Aufgewachsen auf einem Schweinebetrieb in Bayern, widmet sich Mirjam Lechner seit mehr als 16 Jahren der Verbesserung von Tiergesundheit, Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung. An der Schnittstelle von Forschung, Technologie und landwirtschaftlicher Praxis hat sie zur Identifizierung und zum besseren Verständnis des Swine Inflammation and Necrosis Syndrome (SINS) beigetragen, einer bedeutenden Gesundheitsherausforderung bei Schweinen. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxis, sie initiiert und entwickelt visuelle Bewertungssysteme, digitale Apps, E-Learning-Plattformen und thermografie­basierte Managementansätze, die von Landwirten, Tierärzten und Zucht­organisationen eingesetzt werden. Durch internationale Forschung, Schulungen und Beratungsleistungen trägt sie weiterhin dazu bei, die Lücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schließen und Menschen in der Landwirtschaft das Wissen und die Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie Tiergesundheit und Tierwohl im Arbeitsalltag verbessern können.

3. Platz 


Prof. Dr. Amna Shoaib
Pakistan


Professorin Dr. Amna Shoaib ist Pflanzenpathologin, Forscherin und akademische Führungspersönlichkeit an der Universität Punjab in Pakistan. Sie setzt sich für die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft durch biologischen Pflanzenschutz ein. Mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung entwickelt sie wissenschaftlich fundierte Alternativen zu chemischen Pestiziden, darunter Biofungizide, nützliche mikrobielle Konsortien und innovative Ausbringungs­technologien zur Verbesserung von Pflanzengesundheit und Widerstands­fähigkeit. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Nutzung von Pflanzen-Mikroben-Interaktionen zur Steigerung der Produktivität, zur Stärkung der Krankheitsresistenz und zur Förderung einer klimaresilienten Landwirtschaft. Durch Forschung, Technologietransfer, Zusammenarbeit mit der Industrie und praxisorientierte Lösungen für Landwirte trägt sie dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Innovationen für Ernährungssicherheit, Umweltschutz und landwirtschaftliche Entwicklung weltweit umzusetzen.


Nominees Kategorie "Technik & Forschung"


Dr. habil Éva Hajnal
Ungarn


Dr. habil Éva Hajnal leitet an der Óbuda-Universität interdisziplinäre Forschungsgruppen im Bereich der Präzisionslandwirtschaft. Ihre Projekte verbinden künstliche Intelligenz, Robotik und Tierwohl. Zu ihren Innovationen zählen Sensorsysteme zur Gesundheits­überwachung von Rindern sowie Roboovaxx, ein automatisiertes Injektionssystem, das Stress für Tiere reduziert und gleichzeitig Arbeitsabläufe in Milchviehbetrieben verbessert.


Johanna Karina Solano Meza
Kolumbien


Johanna Karina Solano Meza entwickelt innovative Lösungen an der Schnittstelle von Kreislaufwirtschaft, künstlicher Intelligenz und erneuerbaren Energien. Ihre patentierten Technologien verwandeln agrarische Reststoffe in biologisch abbaubare Materialien und neue Produkte. Gleichzeitig arbeitet sie an KI-gestützten Systemen zur Vorhersage von Klimarisiken und unterstützt ländliche Regionen beim Aufbau nachhaltiger agroindustrieller Wertschöpfungsketten.


Dr. Nadia Saadati
Islamische Republik Iran


Dr. Nadia Saadati ist Agraringenieurin, Forscherin und Erfinderin mit Schwerpunkt auf intelligenter Landtechnik. Mit acht Patenten und zahlreichen Forschungs­projekten entwickelt sie Lösungen für die Automatisierung und Digitalisierung landwirtschaftlicher Prozesse. Ihre Arbeiten reichen von Deep-Learning-Systemen zur Pflanzengesundheits­überwachung bis hin zu innovativen Ernte- und Sensortechnologien, die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft fördern.



Spasenija Gajinov
Serbien


Spasenija Gajinov ist AgTech-Expertin und verantwortlich für Produktentwicklung und Geschäftsentwicklung bei DunavNET. Sie treibt die Weiterentwicklung von agroNET voran, einer Plattform für digitale Landwirtschaft, die auf KI- und IoT-Technologien basiert. Durch die Zusammenarbeit mit Forschungs­einrichtungen, Technologie­anbietern und Landwirten entwickelt sie praxisnahe Lösungen für effizientere und resilientere Produktions­systeme.