Eine standortgerechte Kalkung ist die Grundvoraussetzung für nachhaltigen und klimaresilienten Ackerbau – ökologisch wie wirtschaftlich. Nur bei optimalem pH-Wert entfalten Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Calcium und Magnesium ihre volle Wirkung und steigern die Nährstoffeffizenz. Gleichzeitig werden schädliche Schwermetalle gebunden, das Bodenleben gefördert und die Bodenstruktur verbessert. Kalk steigert Tragfähigkeit, Wasseraufnahme und Befahrbarkeit, mindert Erosion und sichert langfristig den Ertrag. Böden versauern durch natürliche Prozesse und landwirtschaftliche Nutzung. Hohe CO₂-Konzentrationen in der Bodenluft und Wasser-Versickerung führen zur Säurebildung im Boden, wodurch Kationen gelöst und ausgewaschen werden. Dies verursacht Kalkverluste, verstärkt durch landwirtschaftliche Bodennutzung und saure Dünger. Auf kalkarmen Standorten sind daher Aufkalkungen notwendig – auch wenn sie zunächst kostspielig erscheinen. Schon wenige Prozent Mehrertrag amortisieren die Investition schnell. Eine regelmäßige Erhaltungskalkung erhält Bodenfruchtbarkeit, Nährstoffeffizienz und Widerstandsfähigkeit – unverzichtbar für einen zukunftsfähigen Pflanzenbau. Unter Naturkalk finden Sie detaillierte Informationen zum Kalkmanagement.
Im DLG-Merkblatt 456 sind weitere Informationen zur Vertiefung.