Handlungsempfehlungen zur Kalkdüngung

5 wichtige Kernbotschaften 

Ein karger Boden, dem es an Kalk mangelt

Wer nicht kalkt, erntet Verluste

Ohne Kalk fehlt die Grundlage: Warum Nährstoffe im sauren Boden ihre Wirkung verlieren 

Eine standortgerechte Kalkung ist die Grundvoraussetzung für nachhaltigen und klimaresilienten Ackerbau – ökologisch wie wirtschaftlich. Nur bei optimalem pH-Wert entfalten Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Calcium und Magnesium ihre volle Wirkung und steigern die Nährstoffeffizenz. Gleichzeitig werden schädliche Schwermetalle gebunden, das Bodenleben gefördert und die Bodenstruktur verbessert. Kalk steigert Tragfähigkeit, Wasseraufnahme und Befahrbarkeit, mindert Erosion und sichert langfristig den Ertrag. Böden versauern durch natürliche Prozesse und landwirtschaftliche Nutzung. Hohe CO₂-Konzentrationen in der Bodenluft und Wasser-Versickerung führen zur Säurebildung im Boden, wodurch Kationen gelöst und ausgewaschen werden. Dies verursacht Kalkverluste, verstärkt durch landwirtschaftliche Bodennutzung und saure Dünger. Auf kalkarmen Standorten sind daher Aufkalkungen notwendig – auch wenn sie zunächst kostspielig erscheinen. Schon wenige Prozent Mehrertrag amortisieren die Investition schnell. Eine regelmäßige Erhaltungskalkung erhält Bodenfruchtbarkeit, Nährstoffeffizienz und Widerstandsfähigkeit – unverzichtbar für einen zukunftsfähigen Pflanzenbau. Unter Naturkalk finden Sie detaillierte Informationen zum Kalkmanagement.

Im DLG-Merkblatt 456 sowie im DLG-Podcast zum Thema finden Sie weitere Informationen zur Vertiefung.

Böden ohne Kalk sind Böden ohne Zukunft

Gesunde Böden sind messbar: Warum der richtige pH-Wert kein Zufall ist

Die richtige Kalkversorgung ist Grundvoraussetzung für gesunde Böden, stabile Erträge und eine effiziente Nährstoffverwertung. Der Kalkbedarf sollte regelmäßig bestimmt werden – am zuverlässigsten über den pH-Wert nach VDLUFA (CaCl₂-Methode). Dieses Verfahren ist einfach, kostengünstig und praxiserprobt. Ziel ist die pH-Klasse C, die je nach Bodenart und Humusgehalt variiert.

Ein zu niedriger pH-Wert (Klasse A oder B) beeinträchtigt Bodenstruktur, Nährstoffverfügbarkeit und Ertrag – besonders bei kalkbedürftigen Kulturen. Die empfohlene Maßnahme ist dann eine Auf- oder Gesundungskalkung. Auch zu hohe pH-Werte schränken die Nährstoffverfügbarkeit ein. Das EUF-Verfahren bietet eine direkte Calcium-Messung. Die Werte der Calcium- Konzentration in der Bodenlösung sowie die Calciumvorräte im Boden auf Grundlage des austauschbaren Calciums und einem Teil des Carbonats liefern Informationen über den Kalkgehalt.

Grundsätzlich hängt der Kalkbedarf vom Zusammenspiel der Bodenart – besonders dem Tongehalt -, des Humusgehalts und der Nutzung als Acker oder Grünland ab. Im DLG-Merkblatt 456 sind weitere Informationen zur Vertiefung zu finden.

Wer langfristig wettbewerbsfähig wirtschaften will, muss den Kalkbedarf im Blick behalten – denn nur gesunde Böden sichern stabile Erträge. Bei Naturkalk finden Sie den Kalkrechner zur Berechnung Ihres individuellen Kalkbedarfs.

EIN PH-Meter zeigt durch Farbe an, dass der Boden sauer ist

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