DLG-Merkblatt 511
1. Auflage, Stand 08/2026
Autoren:
- Prof. Dr. Martin Ziron, FH Südwestfalen, Soest
- Ann-Kathrin Borghoff, FH Südwestfalen, Soest
Unter der Mitarbeit von
- Dr. Anne Elkmann, Big Dutchman International GmbH
- Enno Garbade, Hagen
- Sven Häuser, DLG e.V., Frankfurt
- Prof. Dr. Birgit Hinrichs, Hochschule Osnabrück
- Daniel Holling, Big Dutchman International GmbH
- Dr. Christina Jais, LfL Bayern
- Dr. Manfred Weber, LLG Iden
sowie den Mitgliedern des DLG-Ausschusses Technik in der Tierhaltung
1. Einleitung
2. Aktuelle gesetzliche Vorgaben
3. Abferkelbuchten mit Fixierung zur Geburt und während der Säugephase
4. Abferkelbuchten ohne Fixierung zur Geburt (freie Abferkelung)
5. Verfahren für die Gruppenhaltung ferkelführender Sauen
6. Ferkelnest
7. Allgemeine Hinweise für die Gestaltung
8. Fazit
9. Zusammenfassung
1. Einleitung
Die Abferkelbucht bildet einen zentralen Bereich in der Schweinehaltung ab, in dem die hochtragende Sau ihre Ferkel zur Welt bringt und diese in den ersten Lebenswochen versorgt. Die Gestaltung dieser sensiblen Phase beeinflusst maßgeblich das Wohlbefinden und die Gesundheit der Sau und ihrer neugeborenen Ferkel sowie den Arbeitsaufwand für die Tierbetreuung und somit auch den betriebswirtschaftlichen Erfolg. Deshalb ist, im Hinblick auf die aktuellen gesetzlichen Vorgaben, eine kritische Auseinandersetzung mit den existierenden Buchtensystemen für Sauenhalter unerlässlich.
Ein Fokus des Merkblatts liegt auf den aktuellen gesetzlichen Regelungen, die den wesentlichen Rahmen für die Gestaltung der Abferkelbuchten vorgeben. Mit der Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) ergeben sich für die Ferkelerzeugerbetriebe Umsetzungsfristen für Umbaumaßnahmen im Deckzentrum und Abferkelbereich.
Darüber hinaus wird die Vielfalt der auf den Betrieben eingesetzten Abferkelsysteme, von traditionellen Ferkelschutzkörben bis hin zu modernen Freilaufabferkelbuchten mit unterschiedlichsten Ausprägungen thematisiert. Dabei werden allgemeine Hinweise hinsichtlich des Tierschutzes, der Arbeitssicherheit und der Fütterungstechnik eingehend betrachtet.
2. Aktuelle gesetzliche Vorgaben
2.1 Aktuelle gesetzliche Vorgaben in Deutschland
Die TierSchNutztV schreibt für Abferkelbuchten eine Bodenfläche von mindestens 6,5 m² vor. Diese vorgegebene Gesamtfläche beinhaltet das Ferkelnest, die Fläche unter dem Trog und die Liegefläche der Sau. Ein wesentliches Kriterium ist, dass die Sau die Möglichkeit hat, sich ungehindert in der Bucht umzudrehen. Ein ungehindertes Umdrehen ist laut den Ausführungshinweisen zur TierSchNutztV sicher möglich, wenn der Durchmesser des größtmöglichen Kreises, der sich innerhalb der für die Sau frei zugänglichen Fläche ergibt, mindestens der Körperlänge der in der Bucht eingestallten Sau entspricht. Dabei stellen Abweisbügel, über die sich die Sau mit erhobenem Kopf hinwegdrehen kann, i. d. R. kein Hindernis dar.
Ist die Fläche eines Wendekreises in der für die Sau frei zugänglichen Fläche in dieser Größe nicht gegeben, ist im Einzelfall zu prüfen, ob Ausweichflächen, die der Sau ein ungehindertes Umdrehen (ohne an bauliche Einrichtungen anzustoßen) ermöglichen, in die notwendige Fläche für eine Dreh-Wendebewegung einbezogen werden können.
Soll der mögliche Bewegungsradius an der Körperlänge der Durchschnittssau eines Bestands von zum Beispiel 190 cm festgemacht werden, so kann in Höhe der Rüsselscheibe bei gerade gehaltenem Kopf und nicht am Boden gemessen werden.
Um ein ungehindertes Abferkeln sowie eine eventuell nötige Hilfe bei der Geburt zu ermöglichen, ist sicherzustellen, dass hinter dem Liegebereich der Sau ausreichend Bewegungsfreiheit besteht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die uneingeschränkt nutzbare Länge der Liegefläche im geschlossenen Ferkelschutzkorb von mindestens 220 cm und die Bodengestaltung in diesem Bereich (Abb. 2).
Die Fläche unter dem Trog zählt, selbst bei höherer Anbringung, nicht zur nutzbaren Fläche. In diesem Bereich darf der Boden maximal 7 % perforiert sein. Ausgenommen sind die 20 cm im vorderen Teil ab der trogseitigen Futtertrogkante und das hintere Drittel des Liegebereichs. Grundsätzlich sollte der Boden in der Bucht den Sauen und Ferkeln Halt geben und so beschaffen sein, dass sie sich nicht verletzen können. Zu beachten ist die maximal zulässige Spaltenweite von 11 mm für Saugferkel.
Zum Schutz der neugeborenen Saugferkel sind Vorrichtungen gegen ein Erdrücken zwingend erforderlich. Zulässig ist eine Fixierungszeit der Sau im Ferkelschutzkorb (FSK) von maximal fünf Tagen um den Tag der Geburt herum. Weiterhin muss der Aufenthaltsbereich der Saugferkel so beschaffen sein, dass alle Ferkel zur selben Zeit ungehindert saugen oder sich ausruhen können. Das ist gewährleistet, wenn der für die Sau unzugängliche Liegebereich der Ferkel so groß ist, dass alle Ferkel gleichzeitig die Halbseitenlage einnehmen können. Hierbei ist der betriebsindividuelle Durchschnitt hinsichtlich der Wurfgröße und des Absetzgewichtes zu berücksichtigen.
Um die Mindestgröße des Ferkelnestes zu errechnen, kann folgende Formel (nach Ekkel et al. 2011) angewendet werden:
Beispiele:
0,033 x 5 kg 0,66 x 14 Ferkel = 1,23 m²
0,033 x 6 kg 0,66 x 16 Ferkel = 1,54 m²
0,033 x 7 kg 0,66 x 12,5 Ferkel = 1,49 m²
Das Ferkelnest muss wärmegedämmt und beheizbar sein. Alternativ kann der Bereich auch mit zweckmäßiger Einstreu bedeckt sein. Befindet sich im Liegebereich der Saugferkel perforierter Boden, so muss dieser abgedeckt werden. Es ist zulässig, einen aktiv und einen nicht aktiv beheizten Bereich einzurichten, sofern der komplette Liegebereich planbefestigt oder eingestreut ist. Für die beheizte Fläche empfiehlt sich eine Größe von circa 0,065 m²/Saugferkel, also etwa 0,8 bis 0,9 m² bei 13 oder 14 Saugferkeln. Die restliche Fläche sollte mit einem wenig wärmeableitenden Bodenmaterial ausgestattet sein.
2.2 Aktuelle gesetzliche Vorgaben im benachbarten Ausland
Die allgemeine EU-Richtlinie zum Schutz von Schweinen (EU-Richtlinie 2008/120/EG) legt grundlegende Anforderungen fest, die die Haltung von Sauen in Ferkelschutzkörben reglementiert. In Dänemark und den Niederlanden gibt es derzeit noch keine vergleichbaren gesetzlichen Verschärfungen (Tab. 1). Die Abferkelbucht mit Ferkelschutzkorb und dauerhafter Fixierung ist dort weiterhin erlaubt. Beide Regierungen arbeiten jedoch an Neuregelungen, die ebenfalls auf die Bewegungsmöglichkeit während der Säugezeit abzielen.
Konkret planen die Niederlande bis spätestens 2040, alle ferkelführenden Sauen in Bewegungsbuchten zu halten. Dänemark hat hierfür noch kein festes Datum genannt. Andere Nachbarländer wie Polen und Frankreich planen derzeit keine neuen Regelungen in diesem Bereich. Im Vergleich zur restlichen EU gelten in Österreich etwas strengere Regeln bezüglich der Spaltenweite für Saugferkel. Dort ist eine maximale Schlitzweite von 10 mm vorgeschrieben, was einen Millimeter unter dem EU-Standard liegt.
3. Abferkelbuchten mit Fixierung zur Geburt und während der Säugephase
Differenzieren muss man hierbei zwischen den aktuell noch mit Bestandsschutz versehenen „konventionellen“ Abferkelbuchten und den sog. Bewegungsbuchten. Bei den konventionellen Abferkelbuchten mit Ferkelschutzkorb wird dieser in erster Linie nur zum Ein- und Ausstallen geöffnet. Diese sind gesetzlich noch bis 2036 zugelassen. Bewegungsbuchten sind dadurch gekennzeichnet, dass diese mit einem FSK zur temporären Fixierung der Sau ausgestattet sind. Beide Varianten werden ohne Einstreu mit perforiertem Boden betrieben. Die Sauen erhalten Stroh allenfalls als Nestbaumaterial in der Zeit vom Einstallen bis zur Geburt der Ferkel. Das Festsetzen der Sau im FSK dient dabei dem Schutz des in den Buchten arbeitenden Menschen und ist ein Mittel zur Verringerung der Ferkelverluste durch Erdrücken bei sich ablegenden oder ihre Liegeposition verändernden Muttersauen. Dabei dürfen die Sauen nach gesetzlichen Vorgaben höchstens für einen Zeitraum von fünf Tagen um den Tag der Geburt herum im FSK fixiert werden.
Die konkreten Varianten der Buchten sind dabei stark von der jeweiligen Gebäudestruktur und den individuellen Präferenzen des Landwirts abhängig. Die Anbringung des FSK kann sowohl diagonal als auch gerade/senkrecht oder parallel zum Gang erfolgen. Bei diagonaler und gerader Aufstallung kann der Trog der Sau zum Kontrollgang hin oder an der dem Kontrollgang gegenüberliegenden Buchtenwand angeordnet werden. Das Ferkelnest kann offen, mit einer Abdeckung oder eingehaust durch zusätzliche Seitenwände und Vorhänge gestaltet und im Bereich neben dem Sauentrog oder mehr seitlich des FSK positioniert werden. Sowohl die Ausrichtung des FSK, des Sauentrogs als auch die Lage und Gestaltung des Ferkelnests beeinflussen die für ein komfortables Arbeiten nötigen Raummaße innerhalb der Bucht und damit Länge und Breite der Abferkelbucht.
Ein wichtiger Bestandteil des FSK sind die Fallbügel an der Innenseite des Korbes. Diese dienen als Steuerungselement beim Abliegen der Sau und tragen dazu bei, die Ferkel vor dem Erdrücken zu schützen. Die Seitengitter des FSK sind in der Regel offen gestaltet und weisen einen Abstand von 30 bis 35 cm auf, um ein ungehindertes Säugen der Ferkel zu ermöglichen. Idealerweise sollte der FSK in Höhe, Breite und Länge individuell an die Größe der jeweiligen Sau angepasst werden können. Für die Geburtshilfe oder andere Managementmaßnahmen am Tier sind schwenkbare Seitenteile oder Türen von Vorteil.
3.1 Bewegungsbuchten
In Bewegungsbuchten mit nur temporärer Fixierung der Sauen dienen die Seitenteile des geöffneten FSK in der Regel dazu, den Bewegungsbereich der Sau abzugrenzen. Für ein zügiges und leichteres Arbeiten sind deshalb freitragende Seitenteile und leichtgängige, mit nur wenigen Handgriffen zu betätigende Verschlussmechanismen an den Verriegelungen der FSK-Seitenteile und FSK-Türen von besonderem Interesse. Ein ausreichender Abstand zwischen dem FSK und den Buchtenwänden von idealerweise 40 cm ist positiv für die Arbeitserledigung, dient als Fluchtraum für die Ferkel vor der sich ablegenden Sau und ermöglicht der Sau das ungehinderte Ausstrecken der Beine in Seitenlage.
Die Größe der Abferkelbucht variiert je nach Anbieter zwischen 6,5 m² und 8 m², zum Teil auch mehr. Es ergeben sich durch die Öffnung des FSK unterschiedlich große Bewegungsflächen für die Sau. Diese können trapezförmig, rechteckig, L-förmig oder auch quadratisch sein und bieten der Sau zwischen 3 m² bis 5,6 m² Platz. Entscheidend für die möglichst reibungslose Funktion der Bucht ist, innerhalb der Bucht ausreichend Raum für die Bewegung der Tiere und für die Erledigung der Arbeiten einzuplanen. Länge und Breite der Buchten und damit auch die notwendige Mindestgröße der Buchten ergeben sich aus diesen Funktionsräumen bzw. Funktionsmaßen.
Bei der Gestaltung der Buchtenmaße ist zu beachten, dass geschlossene/eingehauste Ferkelnester die für das Gehen und Treiben verfügbaren Räume einengen und dies durch ein Mehr an Buchtenbreite oder Buchtenlänge ausgeglichen werden muss.
Diagonale Buchten können bei gleicher Größe des Bewegungsraums der Sauen zumeist kleiner gestaltet werden als Buchten mit gerade oder paralleler Anordnung des FSK. Sie sind zudem etwas flexibler bezüglich der Aufteilung der Fläche in Länge und Breite und damit tendenziell leichter in bestehende Abferkelabteile im Zuge von Umbaumaßnahmen zu integrieren. Buchten mit gerader Anordnung des FSK senkrecht zum Kontrollgang sind in der sensiblen Phase um die Geburt mit im FSK fixierter Sau übersichtlicher und vom Gang aus leichter zu kontrollieren.
Die Positionierung von Sauentrog und Ferkelnest an der an den Kontrollgang angrenzenden Buchtenseite erleichtert die tägliche Arbeit. Der damit vom Gang abgewandte Geburtsbereich hat keine negativen Auswirkungen auf die Überlebensrate der Ferkel.
Es ist vorteilhaft, wenn die Ferkel auch Zugang zum Fressbereich der Sau haben, da dies die Entwicklung des Magen-Darm-Trakts fördern kann. Ein Gitter zur Nachbarbucht kann das Abkoten im dafür vorgesehenen Bereich unterstützen. An den Buchtentrennwänden sollten Abliegehilfen, z. B. Abliegebretter, für die Sau angebracht sein, um die Ferkel zu schützen und das Ablegen der Sau in die optimale Position zu steuern.
Mit Blick auf die Sauberkeit der Bucht und die Hygiene für die Tiere empfiehlt sich ein Mindestanteil von etwa 50 % an perforiertem Boden in der Bucht, der bis in den hinteren Teil des geschlossenen FSK reichen muss. Innerhalb der Bucht wählen die Sauen ihren Liegebereich vor allem dort, wo sie ausreichend verfügbare Länge zum ausgestreckten Liegen haben. Rostmaterialien mit unterschiedlicher Wärmeableitung sind für die Wahl des Liegeplatzes nicht ausschlaggebend. Dagegen bevorzugen Sauen zumeist Festboden gegenüber Rostböden über Entmistungskanälen und legen sich nur bei sommerlich wärmeren Abteiltemperaturen zunehmend auf die Roste ab.
Die Höhe der geschlossenen Buchtenwände sollte etwa 50 cm betragen. Im Bewegungsbereich der Sau verhindern darüber liegende Querstangen, dass die Tiere aus der Bucht herausspringen. Zugleich werden sie nicht von ihrer Umgebung abgeschottet und die Bucht bleibt auch für den Betreuer übersichtlich. Insbesondere im Kotbereich bietet es sich an, Gitter auf Kopfhöhe einzubauen, die Tierkontakt zwischen den Buchten ermöglichen.
4. Abferkelbuchten ohne Fixierung zur Geburt (freie Abferkelung)
Die Freilaufabferkelbucht ist durch die vollständige Bewegungsfreiheit der Sau vor, während und nach der Geburt gekennzeichnet. Eine Fixierung der Sau erfolgt allenfalls kurzzeitig, etwa zu Behandlungsmaßnahmen. Um die Saugferkel dennoch vor dem Erdrücken zu schützen, sind Vorrichtungen wie Schutzbügel, -leisten oder temporär begrenzte Bereiche in die Bucht integriert.
Solche Buchten sind in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen von Sau (Liegebereich, Aktivitätsbereich) und Ferkeln (Ferkelnest, Saug- und Ruhebereich) Rechnung tragen. Es wird betont, dass die Strukturierung der Bucht essenziell ist, damit die gewünschten Funktionsbereiche entstehen können und die Ferkel bei der Geburt schnell den richtigen Weg finden. Um das Nestbauverhalten der Sau zu befriedigen, ist entsprechend den Anforderungen der TierSchNutztV geeignetes Beschäftigungsmaterial in ausreichender Menge anzubieten.
Ein separates, geschütztes Nest bietet den Ferkeln einen sicheren und warmen Rückzugsort, der für die Sau nicht zugänglich ist. Vorhänge vor dem Ferkelnest schaffen einen Kleinklimabereich. Bei beheizten Ferkelnestern kann es sich anbieten, sowohl Wand, Deckel als auch Boden beheizen zu können, da die Ferkel einen höheren Wärmebedarf haben als die Sau. Eine Temperatur von mindestens 30 °C während der ersten zehn Lebenstage ist anzustreben. Zum Schutz älterer Ferkel, welche das Nest seltener nutzen, kann ein Bereich vor dem Nest für diese Tiere abgetrennt werden.
Für den Boden der Bucht empfiehlt sich eine Kombination aus verschiedenen Bodenbelägen: Festboden im Liegebereich und Roste im Kotbereich. Je nach Buchtenstruktur können ergänzend ein leichtes Gefälle und Bereiche mit Spalten- oder Lochboden zur Verbesserung der Sauberkeit eingebaut werden. Von reinem Vollspaltenboden wird abgeraten, da das natürliche Verhalten der Sau eingeschränkt und die Bereitstellung von bodennahem Beschäftigungsmaterial wie Stroh oder Heu erschwert wird.
Strukturierte Freilaufbuchten sind zumeist größer als Bewegungsbuchten. Auch hier ergibt sich die nötige Buchtenfläche aus den Funktionsmaßen der Teilbereiche. Empfohlen wird eine längliche Bucht, um den Abliegevorgang der Sau zu unterstützen. Neben den geschlossenen Buchtenwänden im Liegebereich werden im Kot- bzw. Harnbereich Gitter eingesetzt, um einen Tierkontakt zu ermöglichen.
4.1 Freilaufbuchten mit Fixiermöglichkeit
Ein Fixiergitter ermöglicht es, die Sau für eine Behandlung oder zur Arbeitssicherheit kurzzeitig zu fixieren. Sie kann sich i. d. R. auch ablegen, ein Säugen von 2 Seiten ist aber nicht möglich – daher handelt es sich nicht um einen klassischen FSK.
Diese Funktion wird in der Regel nur kurzzeitig eingesetzt, beispielsweise zur Fütterung oder während der Geburtshilfe für notwendige Behandlungen der Sau oder der Ferkel. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. In den meisten Fällen kann das Gitter, welches Ferkelnest und Lauffläche voneinander trennt, umgeschwenkt werden, um die Sau temporär zu fixieren.
Diese Funktion wird in der Regel nur kurzzeitig eingesetzt, beispielsweise zur Fütterung oder während der Geburtshilfe für notwendige Behandlungen der Sau oder der Ferkel. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. In den meisten Fällen kann das Gitter, welches Ferkelnest und Lauffläche voneinander trennt, umgeschwenkt werden, um die Sau temporär zu fixieren.
4.2 Freilaufbuchten mit Sperrmöglichkeit
Sperrmöglichkeit bedeutet, dass die Sau in einen separaten Bereich gesperrt werden kann, z. B. der Auslauf in ökologischen Haltungssystemen oder durch ein Trenngitter innerhalb der Bucht. In diesem Bereich kann sich die Sau daher weiterhin bewegen. Diese Möglichkeit ist v. a. bei der Behandlung von Ferkeln von Vorteil.
4.3 Freilaufbuchten ohne Fixier- oder Sperrmöglichkeit
Sind Maßnahmen in der Bucht ohne Fixiermöglichkeit notwendig, so kann auch ein Treibbrett genutzt werden, um die Sau festzusetzen. Dies sollte aber aus Arbeitsschutzgründen immer zu zweit erfolgen. Alternativ werden die Ferkel im Nest fixiert und vom Mittelgang aus behandelt. Eine Fixierung der Sau ist dabei nicht vorgesehen (siehe Abb. 8).
4.4 Abferkelbuchten mit Auslauf
Bei dieser Form haben Sau und Ferkel zusätzlich einen Außenbereich oder einen erweiterten Aktivitätsbereich innerhalb oder außerhalb des Stalls. Dieser Auslauf kann unterschiedliche Größen und Gestaltungen aufweisen und ermöglicht den Tieren, ihre Umgebung noch vielfältiger zu erkunden und ihr natürliches Verhalten auszuleben. 7 bis 8 m² Buchtenfläche stehen für die Sau zur Verfügung, ein zusätzlicher Auslauf für Sau und Ferkel kann diese Flächengröße auf bis zu 15 m² erweitern. Im Hinblick auf Arbeitsschutz bei der Ferkelbehandlung kann der Auslauf auch zur kurzzeitigen Fixierung der Sau genutzt werden. Er bietet der Sau an heißen Tagen zusätzlich die Möglichkeit zur Abkühlung.
Bei der Gestaltung von Abferkelbuchten mit Auslauf ist darauf zu achten, dass sich die Sau im Auslauf umdrehen kann und dieser entweder vollperforiert ist oder maschinell gereinigt werden kann. Der Auslauf zählt nicht zur eigentlichen Buchtenfläche. Er sollte, wenn planbefestigt, mit Beton und Einstreu angelegt werden. Es wird empfohlen, den Beton zu glätten, um einen guten Wasserablauf zu gewährleisten. Perforierte Böden im Auslauf ermöglichen das direkte Ablaufen von Kot, Urin und Regenwasser in den Entmistungskanal. Unabhängig von der gewählten Bodenausführung ist eine regelmäßige Kontrolle der Untergründe auf Rutschfestigkeit und Abnutzung unerlässlich. Es ist auch möglich, eine Kombination aus verschiedenen Bodensystemen in der Bucht und im Auslauf zu realisieren. Eine Überdachung des Auslaufs zum Schutz vor Sonne und Regenwasser ist, sofern dem individuelle Haltungsvorgaben etwa von Vermarktungspartnern nicht entgegen stehen, geboten.
5. Verfahren für die Gruppenhaltung ferkelführender Sauen
Auch für die Haltung ferkelführender Sauen in Gruppen gibt es bereits verschiedene Verfahren. Dabei kann die Gruppenhaltung der Sauen bereits vor der Geburt oder erst zu einem bestimmten Zeitpunkt nach der Geburt beginnen. In der Regel wird die Sau zur Geburt vereinzelt und erst wieder in die Gruppe geführt, wenn die Ferkel ein bestimmtes Alter erreicht haben.
Das System erfordert ein durchdachtes Management und eine speziell konzipierte Bucht, die den Bedürfnissen der Sauen und dem Schutz der Ferkel gleichermaßen gerecht wird. Die Bucht ist in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Tiere entgegenkommen. Dazu gehören Rückzugsmöglichkeiten für die Sauen, wie beispielsweise separate Liegeboxen oder -bereiche, mehrere geschützte und meist beheizbare Ferkelnester, die dezentral angeordnet sind, sowie separate Fress- und Tränkebereiche und ausreichend bemessene Aktivitätszonen.
Es kann zwischen den folgenden Verfahren unterschieden werden:
a) Gruppenhaltungssysteme, in denen die eigentliche Abferkelbucht noch zur Verfügung steht und Sauen und/oder Ferkel durch Öffnung der Türen zusätzlich Zugang zu einem Gemeinschaftsbereich erhalten. In die Liegebuchten können Bodenschwellen eingebaut werden, um die Ferkel in den ersten Tagen nach der Geburt im Nest zu halten. Nach der Entfernung dieser Schwellen haben sie Zugang zur gesamten Stallfläche. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass nur die Sauen Zugang zum Gruppenbereich erhalten.
b) Gruppenhaltungssysteme, in denen Sauen und Ferkel zunächst in Einzelabferkelbuchten gehalten und zu einem bestimmten Zeitpunkt nach der Geburt in eine Gruppenbucht umgestallt werden oder in denen durch vollständiges Entfernen der Buchtentrennwände eine solche Gruppenbucht entsteht.
Die Einzelabferkelung mit anschließendem Gruppensäugen stellt ein Haltungssystem in der Schweineproduktion dar, das darauf abzielt, die Vorteile der individuellen Betreuung während der Geburt mit den positiven Aspekten des sozialen Kontakts und der Bewegungsfreiheit in der Säugeperiode zu verbinden. In der Abferkelphase werden Sauen in Einzelbuchten untergebracht, um eine ungestörte Geburt zu ermöglichen und die Überwachung von Sau und Ferkeln zu erleichtern. Je nach Variante werden nach dem Abferkeln die Sauen mit ihren Ferkeln in Kleingruppen eingeteilt und bis zum Absetzen zusammengehalten. Empfohlen wird in diesem System eine Einzelhaltung von Sau und Wurf von mindestens einer Woche. Bei einer Gruppenhaltung der Sauen im Abferkelbereich vor dem Abferkeltermin können sich die Sauen selbständig in die Abferkelbuchten zum Abferkeln zurückziehen oder werden dort eingestallt und bleiben die ersten Tage der Säugephase dort. Die Ferkel können schon nach wenigen Tagen durch separate Türen den Bereich der Bucht verlassen und zum Säugen zurückkommen. Die Sauen können sich auch innerhalb einer Woche wieder in den Bewegungsbereich zurückziehen. Das synchrone Säugen der Ferkel unterstützt die ungestörte Nahrungsaufnahme der Ferkel bei ihren Müttern. Dieses gelingt besser, wenn die Gruppen mit bis zu sechs, maximal acht Sauen nicht zu groß sind und die Sauen ihr Futter zeitgleich in den Fressständen erhalten.
6. Ferkelnest
Das Ferkelnest ist beheizbar, beispielsweise durch Fußbodenheizung, Elektro- oder Infrarotstrahler. Idealerweise hat die erwärmte Fläche des Ferkelnestes etwa 0,9 m². Es ist jedoch zu beachten, dass mit zunehmender Größe des Nestes auch der Wärmeeintrag in den Stall steigt. Eine Abdeckung über dem Nest kann hier Abhilfe schaffen. Aus Arbeitsschutzgründen wird empfohlen, das Nest am Gang zu positionieren. So können die Tiere von dort aus behandelt werden, ohne die Sau fixieren zu müssen. Von Vorteil ist die Möglichkeit, die Ferkel mittels Klappe und Seilzug für die Maßnahmen im Nest festzusetzen.
7. Allgemeine Hinweise für die Gestaltung
7.1 Hinweise zur Fütterung
Auch die Fütterungstechnik im Abferkelbereich muss sowohl die Bedürfnisse der Sau als auch der Ferkel berücksichtigen. Während die Sau häufig über leicht zu reinigende Tröge gefüttert wird, benötigen die Saugferkel spezielle Futterautomaten oder -schalen im Ferkelnest für ein frühes und bedarfsgerechtes Anfüttern (Näheres hierzu in den DLG-Merkblättern Ferkelbeifütterung 485 und 486). Dies ist besonders wichtig, wenn die Sau bei großen Würfen nicht ausreichend Zitzen für die lebendgeborenen Ferkel zur Verfügung hat. Zudem kann eine vollwertige Versorgung aller Ferkel mit Muttermilch durch die häufig ungleiche Ausbildung des Gesäuges nicht sichergestellt werden.
Der Trog für die Sau besteht meist aus Polymerbeton oder Edelstahl und ist entweder direkt auf dem Boden aufgesetzt oder in einer Höhe von etwa 15 cm angebracht. Letzteres ermöglicht der Sau, den Kopf noch unter den Trog zu legen und erleichtert den Ferkeln den Übergang von einer Seite des FSK zur anderen. Zur einfachen Reinigung sollte der Trog kippbar sein oder über eine separate Öffnung verfügen und idealerweise eine Breite von 50 bis 55 cm sowie eine Tiefe von 25 bis 30 cm aufweisen. Die Fütterung der Sau erfolgt häufig über Rohrkettensysteme mit Fallrohren oder über Flüssigfütterungsanlagen. Ziel der Sauenfütterung im Abferkelbereich ist eine Erhöhung der Futteraufnahme für die zusätzliche Milchproduktion sowie eine Verringerung von Substanzverlusten in der Säugeperiode. Im selben Zuge wirkt sich die optimierte Versorgung der Sau positiv auf die Absetzgewichte der Ferkel aus.
Säugende Sauen haben einen hohen Energie- und Nährstoffbedarf, der je nach Wurfgröße, Laktationsphase und Genetik variiert. Die Futtermenge der Sau nimmt mit fortschreitender Laktation zu. Automatisierte Fütterungsanlagen ermöglichen eine bedarfs- und zeitgesteuerte Futtervorlage für die Sau. In größeren Betrieben kann die Automatisierung der Fütterung mittels Flüssigfütterung oder Rohrkettensystemen die Arbeitsabläufe optimieren.
Moderne Systeme mit Sensoren oder RFID-Chips können die Futteraufnahme der Sauen überwachen und die Futterzuteilung automatisch anpassen. Dies optimiert die Futterverwertung, reduziert Futterreste und verbessert die Milchleistung. Die Futterkurven sollten stets an die Bedürfnisse der Sauen in den unterschiedlichen Laktationsstadien angepasst werden. Das gemeinsame Fressen von Sau und Ferkeln aus demselben Trog nutzt das natürliche Verhalten der Ferkel bei der Futteraufnahme und fördert die frühzeitige Aufnahme von Rohfaser. Der Trog muss dafür bodenständig montiert sein und tierseitig eine Trogkantenhöhe von maximal 10 cm aufweisen.
7.2 Hinweise zur Arbeitssicherheit
Der Zugang zur Bucht sollte so gestaltet sein, dass der Aktionsbereich der Sau gar nicht oder durch ein bauliches Element geschützt betreten werden kann. Die Schließmechanismen sollten einfach, im Idealfall mit einer Hand zu bedienen sein. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestfläche ist es wichtig, dass ausreichend Platz für geburtshilfliche Maßnahmen, das Einfangen der Ferkel sowie die Entmistung vorhanden ist. Idealerweise sollten Trog, Tränke und Ferkelnest von außen, also ohne Betreten der Bucht erreichbar sein, um Routineaufgaben sicher erledigen zu können. Routineaufgaben sollten so zu erledigen sein, dass die Sau nicht dafür fixiert werden muss. Da gerade rund um die Geburt häufiger Kontrollen der Sauen stattfinden, ist es ratsam, einfach und leicht zu bedienende Mechanismen einzubauen. Zudem reduziert eine leise Geräuschkulisse bei der Handhabung Stress bei Tier und Anwender.
7.3 Hinweise zum Tierschutz
Die Fixierdauer der Sau kann sich auf ihr Verhalten auswirken. Werden die Sauen zum ersten Mal um den Geburtszeitraum herum fixiert, können sie sich nicht lange genug an die Situation gewöhnen. Dadurch entsteht Stress bei den Sauen und es besteht zudem die Gefahr, dass bereits geborene Ferkel durch den fehlenden Schutz erdrückt werden. Im Gegensatz dazu verhindert eine Fixierung der Sau mehrere Tage vor der Geburt das Ausleben der Nestbauaktivität und unterdrückt so eine natürliche Verhaltensweise der Tiere. Es gilt also betriebsindividuell abzuwägen, zu welchem Zeitpunkt die Sau für die Geburt fixiert wird und ob überhaupt eine Notwendigkeit dazu besteht, wenn Schutzmaßnahmen für die Ferkel ergriffen werden.
Der FSK bietet in den ersten Tagen nach der Geburt den Ferkeln Schutz vor dem Erdrücken durch die Sau, welches die Hauptursache für Verluste in der Ferkelaufzucht darstellt. Er erleichtert die Etablierung einer stabilen Mutter-Kind-Beziehung und die Sicherstellung der Kolostrumaufnahme innerhalb der ersten Lebensstunden, was maßgeblich für die Immunentwicklung und das Überleben der Ferkel ist.
Selbst bei der Gruppenabferkelung ziehen sich die Sauen in der Regel in ihren eigenen Bereich zurück, um ungestört von den anderen Gruppenmitgliedern ferkeln zu können. Die Gruppenhaltung hat einen positiven Effekt auf das Sozialverhalten der Tiere. Durch die erworbene Kompetenz kommt es weniger zu starken Differenzen unter den Tieren in Form von Rangkämpfen sowohl in der späteren Ferkelaufzucht als auch in der Sauengruppe.
Ein weiterer zu berücksichtigender Aspekt ist die gesetzliche Verpflichtung zur Gruppenhaltung der Sauen im Wartestall und Deckzentrum (TierSchNutztV § 30 Abs. 2). Durch die Haltung in der konstanten Sauengruppe über die komplette Produktionsperiode treten weniger Rangkämpfe oder Verdrängungen zwischen den Tieren auf. Von Vorteil ist auch, dass junge Tiere gewisse Verhaltensweisen von erfahrenen, älteren Sauen übernehmen können. Aus diesem Grund ist auch davon abzuraten, eine reine Jungsauengruppe in die Gruppenabferkelung einzustallen.
Bei der Wahl des Ferkelnestes gilt es abzuwägen zwischen offenen und geschlossenen Nestern. Bei einem geschlossenen Nest konzentriert sich die Wärme punktueller und wird durch den Deckel nicht so schnell an die Umgebung abgegeben. Außerdem lassen sich die unterschiedlichen Temperaturansprüche zwischen Sau und Ferkel besser realisieren. Es wird weniger Energie zum Aufwärmen des Nestes benötigt. Weiter bietet es den Ferkeln einen geschützten Aufenthaltsbereich. Die Kontrolle der Ferkel gestaltet sich bei der geschlossenen Variante etwas aufwändiger, da der Deckel zunächst angehoben werden muss. Gerade in der freien Abferkelung ergibt sich aber durch eingebaute Schieber eine effiziente Möglichkeit zur Behandlung der Ferkel aus dem Nest heraus, ohne die Sau fixieren zu müssen. Aus hygienischer Sicht wäre ein offenes Nest zu bevorzugen, da es sich deutlich leichter sauber halten und reinigen lässt. Die Gestaltung des geschlossenen Nestes lässt jedoch so viel Spielraum, dass eine für die Reinigung passende Variante für den Betrieb gefunden werden kann.
Nestbaumaterial spielt auch unter dem Aspekt des Tierwohls eine sehr wichtige Rolle. Die Sau muss das ihr zur Verfügung gestellte Material bewegen und bearbeiten können. Daraus lässt sich schließen, dass Menge und Art des Materials ausschlaggebend für die Befriedigung des Nestbautriebes sind. Qualitativ hochwertiges Einstreumaterial ist wichtig für die Ausübung des Nestbautriebes von Sauen und den Liegekomfort der Ferkel. Verschmutztes, belastetes Material gefährdet durch Staubentwicklung nicht nur die Atemwege der Tiere im Stall, sondern beeinträchtigt auch die menschliche Gesundheit.
8. Fazit
Bei der Planung und Gestaltung von Abferkelbuchten ist es unerlässlich, die Bedürfnisse von Sauen und Ferkeln in den Mittelpunkt zu stellen und dabei die Arbeitswirtschaft und die Ökonomie des Betriebs im Auge zu behalten. Investitionsentscheidungen sollten stets mit Bedacht und unter Berücksichtigung weiterer betrieblicher Entwicklungsschritte auch im Hinblick auf die Vermarktung getroffen werden. Eine umfassende Information und die Inanspruchnahme von Fachberatung sind für eine zukunftsorientierte und tiergerechte Gestaltung der Abferkelbuchten essenziell. Umbaumaßnahmen sollten stets schrittweise erfolgen, damit Tier und Mensch sich an das neue Haltungssystem gewöhnen können.
9. Zusammenfassung
Aufgrund der Änderung der TierSchNutztV ergeben sich für die Ferkelerzeugerbetriebe Umsetzungsfristen für Umbaumaßnahmen im Deckzentrum und im Abferkelbereich. Zukünftige Abferkelbuchten müssen eine Mindestgröße von 6,5 m² aufweisen. Grundsätzlich ist die Fixierung der Sauen im Ferkelschutzkorb (FSK) über die komplette Säugeperiode in Deutschland nicht mehr erlaubt. Bewegungsbuchten können weiterhin mit einem FSK ausgestattet sein. Dieser darf jedoch maximal fünf Tage geschlossen werden. In Freilaufbuchten haben Betriebe die Möglichkeit, Elemente einzubauen, die kurzzeitig für eine Separierung der Sau oder der Ferkel bei Behandlungsmaßnahmen eingesetzt werden können. Einige Betriebe nutzen das System des Gruppensäugens nach der Einzelabferkelung, um stabile soziale Gruppenstrukturen zu etablieren. Das Konzept der Gruppenabferkelung besteht aus der Nutzung einer gemeinsamen Bucht für die Abferkelung und die anschließende Säugeperiode. Es gibt lediglich Rückzugsmöglichkeiten für die Sauen und Ferkel, aber keine integrierten Einzelbuchten. Ein zusätzlicher Auslauf für die Tiere kann bei allen Varianten der Buchten im Innen- oder Außenbereich angegliedert werden.
Bei der Gestaltung der Abferkelbucht ist es unerlässlich, die Bedürfnisse der Sau und ihrer Ferkel unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes in den Vordergrund zu stellen.
Vervielfältigung und Übertragung einzelner Textabschnitte, Zeichnungen oder Bilder (auch für den Zweck der Unterrichtsgestaltung) sowie Bereitstellung des Merkblattes im Ganzen oder in Teilen zur Ansicht oder zum Download durch Dritte nur nach vorheriger Genehmigung durch:
DLG e.V. • Servicebereich Marketing • Michael Biallowons
Tel.: +49 69 24 788-209 • M.Biallowons@DLG.org