Prüfzeichen DLG-ANERKANNT für Amazone Säaggregat
Prüfkriterien „DLG ANERKANNT“ für Teilprüfung „Arbeitsqualität in Mais“ erfüllt – Sehr gute bis gute Bewertungen im Feld- und Labortest hinsichtlich Standgenauigkeit, Feldaufgängen und Sollstellen – Fehlstellen und Doppelstellen im Labortest „sehr niedrig“ – Einsatz für Pflugsaat, Mulchsaat und Direktsaat laut Hersteller möglich
Die Auszeichnung des Amazone Säaggregates PreTeC, für die Prüfung angebaut an ein sechsreihiges Maissägerät Amazone Precea 4500-2CC Super, wurde erneut mit dem DLG-Prüfzeichen „DLG-ANERKANNT“ ausgezeichnet. Beim durchgeführten DLG-Test wurden die Prüfparameter im Labor und auf dem Feld für die Maissorten Chiller von KWS (kleines, rundes Maiskorn; Tausendkornmasse: 255 g), Bravissimo von KWS (großes, rundes Maiskorn; Tausendkornmasse: 358 g) und Damario von KWS (zahnförmiges Maiskorn; Tausendkornmasse: 351 g) ermittelt. Grundlage der Prüfung bildet der DLG-Prüfrahmen für Einzelkornsägeräte, durchgeführt wurden die Tests durch das DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel, DLG TestService GmbH, in Groß-Umstadt.
Das Ergebnis in Kürze: Das Produkt erfüllt die im DLG-Prüfrahmen festgesetzten Prüfkriterien vollumfänglich. Während des Feldtests hat das Säaggregat Amazone PreTeC selbst bei Arbeitsgeschwindigkeiten von 12 km/h eine „sehr gute“ beziehungsweise „gute“ Standgenauigkeit in Abhängigkeit von der Maissorte erzielt. Die Feldaufgänge werden über alle Versuchsvarianten hinweg ausschließlich mit „sehr gut“ bewertet. Sie lagen zwischen 94,5 % und 98,0 %, was der Keimfähigkeit entspricht. Im Feldtest lagen die Anteile an Sollstellen zwischen 93,2 % und 97,5 %. Die Anteile an Doppelstellen lagen zwischen 0,3 % und 2,2 %. Die Anteile an Fehlstellen lagen zwischen 1,9 % und 5,1 %. Beim Labortest wurde der ermittelte Anteil an Doppelstellen und Fehlstellen in allen neun Versuchen mit „sehr niedrig“ bewertet.
Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse wird dem Säaggregat Amazone PreTeC das Prüfzeichen DLG-ANERKANNT für die Teilprüfung „Arbeitsqualität in Mais“ 2026 für Arbeitsgeschwindigkeiten bis 12 km/h verliehen.
Prüfmethode im Detail
Beim Labortest werden bei statisch positionierter Maschine die Ablagegenauigkeit und Kornstellenverteilung in Fahrtrichtung mit drei Maissorten bei unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten ermittelt und nach dem DLG-Prüfrahmen für Einzelkornsägeräte bewertet. Zur Ermittlung der Abstände zwischen den Maiskörnern wird eine Lichtschranke an der Stelle positioniert, an welcher die Saatkörner das Säaggregat verlassen. Eine Messreihe besteht aus vier Wiederholungen mit je 250 Kornabständen = 1.000 Kornabstände pro Messreihe. Während des gesamten Labortests werden die Einstellungen am Säaggregat dokumentiert (z.B. erzeugter Über- oder Unterdruck des Gebläses, verwendete Lochscheiben, Einstellung der Abstreifer).
Im Feldtest werden Standgenauigkeit, Kornstellenverteilung und Feldaufgang beurteilt. Für den DLG-Test „Arbeitsqualität“ müssen mindestens drei Maissorten mit unterschiedlichen Korntypen bei mehreren Fahrgeschwindigkeiten ausgesät werden. Während des Tests werden Historie des Schlages (Vorfrucht, vorherige Bodenbearbeitung), die Aussaatbedingungen und Fahrgeschwindigkeiten dokumentiert. Auf dem Schlag werden alle Aussaatvarianten markiert und es wird ein detaillierter Versuchsplan erstellt. Die ausgesäten Varianten werden durch Sorte, Korntyp, Züchter und Tausendkornmasse charakterisiert. Die Keimfähigkeit des Saatgutes wird im Labor bestimmt. Nach Abschluss des Feldaufganges werden die Abstände zwischen den jungen Pflanzen mit dem mobilen Abstandsmesssystem der DLG gemessen und anschließend statistisch ausgewertet.
Den kompletten Prüfbericht finden Sie auf der DLG-Homepage, weitere Informationen zu den Produkten finden Sie online.
Fotos: DLG
Bild01: Für den Feldtest wurde das Säaggregat an ein Modell des sechsreihigen Maissägerätes Amazone Precea 4500-2CC Super angebaut.
Bild02: Das Amazone Säaggregat PreTeC zur Einzelkornsaat von Mais.
Als Ansprechpartner steht Ihnen Georg Horst Schuchmann, Fachzentrum Landwirtschaft und Lebensmittel, Projektleiter Landtechnik, gerne zur Verfügung: Tel.: +49 69 24788-627, G.Schuchmann@DLG.org.
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