Inhouse Farming Feed & Food Convention 2027: Neue Wertschöpfungsketten für Food und Feed gestalten
21. und 22. April 2027 im Congress Center Hamburg – Internationale DLG-Fachkonferenz und Business-Plattform für Food- und Feed-Systeme der Zukunft – Vernetzung von Landwirtschaft, Technologie, Verarbeitung und Markt – Foyer-Ausstellung für Unternehmen und Start-ups
Wie lassen sich neue Rohstoffquellen, innovative Produktionstechnologien und industrielle Verarbeitungsprozesse zu wirtschaftlich tragfähigen Wertschöpfungsketten verbinden? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Inhouse Farming Feed & Food Convention 2027. Die internationale Fachkonferenz der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) findet am 21. und 22. April 2027 im Congress Center Hamburg statt. Unter dem Claim „Driving Innovation across the Agrifood System“ bringt sie Akteure aus Landwirtschaft, Lebensmittel- und Futtermittelwirtschaft, Technologie und Forschung zusammen. Im Fokus stehen neue Geschäftsmodelle, innovative Produktionssysteme und die branchenübergreifende Zusammenarbeit. Die Convention verbindet ein hochkarätiges Fachprogramm mit Foyer-Ausstellung und Networking.
Alternative Proteinquellen gewinnen für eine ressourceneffiziente und zukunftsfähige Lebensmittel- und Futtermittelproduktion zunehmend an Bedeutung. Ob pflanzliche Proteine, Algen, Pilze oder Proteine aus Fermentationsverfahren: Neue Rohstoffquellen und Produktionstechnologien eröffnen vielfältige Möglichkeiten. Entscheidend für ihren wirtschaftlichen Erfolg ist jedoch, dass Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung aufeinander abgestimmt sind.
Bereits bei der Rohstofferzeugung beginnt diese Herausforderung. Innovative Pflanzensorten mit hohen Proteinerträgen und geeigneten funktionellen Eigenschaften können die Grundlage für hochwertige Lebensmittel und Futtermittel schaffen. Gleichzeitig müssen Anbau, Aufbereitung und Verarbeitung konsequent an den Anforderungen der späteren Produkte ausgerichtet werden.
„Viele Verfahren zur Verarbeitung pflanzlicher Rohstoffe stammen ursprünglich aus der Futtermittelproduktion. Sie sind häufig darauf ausgelegt, große Mengen effizient zu verarbeiten, berücksichtigen aber nicht ausreichend die funktionellen Eigenschaften der Proteine, die für Lebensmittel entscheidend sind“, erläutert Carla K. Herbst, stellvertretende Geschäftsführerin des DLG-Fachzentrums Landwirtschaft und Lebensmittel. „Um pflanzliche Proteine in hoher Qualität zu gewinnen, müssen Verarbeitungstechnologien weiterentwickelt und bereits bei der Rohstofferzeugung mitgedacht werden. Dafür brauchen wir eine deutlich engere Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“
Neue Produktionssysteme brauchen tragfähige Geschäftsmodelle
Neben der klassischen Erzeugung von Eiweißpflanzen eröffnen innovative Inhouse-Farming-Systeme neue Möglichkeiten zur Produktion alternativer Rohstoffe. Verfahren der Controlled Environment Agriculture (CEA) ermöglichen die Erzeugung unter kontrollierten Bedingungen und bieten Ansätze, Ressourcen effizienter zu nutzen, Stoffströme miteinander zu verknüpfen und Nebenprodukte aus Landwirtschaft und Verarbeitung in neue Produktionsprozesse einzubinden.
Das Spektrum reicht von der Insektenzucht über den Pilzanbau und die Aquakultur bis zur Algenkultivierung und zu Fermentationsverfahren. Für landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen können daraus zusätzliche Einkommensperspektiven und neue Geschäftsfelder entstehen. Voraussetzung ist jedoch, dass sich die Verfahren wirtschaftlich betreiben lassen und geeignete Absatzmärkte vorhanden sind.
Wie groß die Herausforderung bei der Vermarktung neuer Proteinquellen ist, zeigt die Studie „DLG-Insights 2026: Alternative Proteinquellen – Perspektiven entlang der Wertschöpfungskette: Landwirtschaft, Markt und Konsum“. Danach bauen bereits 61 Prozent der rund 700 befragten landwirtschaftlichen Betriebe Eiweißpflanzen an. Allerdings sehen nur 19 Prozent darin eine gute Einkommensperspektive. Zu niedrige Preise und fehlende Vermarktungswege bremsen die weitere Entwicklung.
Die Ergebnisse verdeutlichen: Technologische Innovationen und neue Produktionsmöglichkeiten allein reichen nicht aus. Damit alternative Proteinquellen langfristig erfolgreich sind, müssen sich für alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette wirtschaftliche Perspektiven eröffnen.
Wertschöpfungsketten vernetzt denken – Innovationen gemeinsam voranbringen
Genau hier setzt die Inhouse Farming Feed & Food Convention 2027 an. Sie betrachtet neue Food- und Feed-Systeme nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Rohstofferzeugung, Technologieentwicklung, industrieller Verarbeitung und Vermarktung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus innovativen Ansätzen marktfähige Produkte, tragfähige Geschäftsmodelle und neue Partnerschaften entstehen können.
Expertinnen und Experten aus Praxis, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren an zwei Tagen technologische Entwicklungen, wirtschaftliche Perspektiven und die Voraussetzungen für erfolgreiche Wertschöpfungsketten. Dabei geht es unter anderem um die Wirtschaftlichkeit neuer Produktionsverfahren angesichts hoher Energie- und Arbeitskosten, regulatorische Anforderungen an neuartige Lebens- und Futtermittel, Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie die Akzeptanz neuer Produkte bei Verbraucherinnen und Verbrauchern.
„Die entscheidende Aufgabe besteht darin, die unterschiedlichen Akteure und Anforderungen frühzeitig zusammenzubringen. Wirtschaftlichkeit für die Erzeuger, geeignete Rohstoffqualitäten für die Verarbeiter und attraktive Produkte für die Märkte müssen gemeinsam gedacht werden“, betont Herbst. „Mit der Convention schaffen wir eine Plattform, auf der diese Perspektiven zusammenkommen und neue Kooperationen entstehen können.“
Internationale Business-Plattform für Food- und Feed-Systeme der Zukunft
Die Inhouse Farming Feed & Food Convention richtet sich an Unternehmen, Start-ups und Institutionen, die zukünftige Food- und Feed-Systeme entwickeln, anwenden, finanzieren oder regulatorisch begleiten. Angesprochen sind insbesondere landwirtschaftliche Betriebe, Unternehmen der Agrar- und Lebensmittelindustrie, Technologieanbieter und Anlagenbauer, Agri-, Food-Tech- und Biotech-Start-ups sowie Forschungseinrichtungen, Investoren, Verbände, Netzwerke und politische Entscheidungsträger.
Als internationale Fachkonferenz und Business-Plattform verbindet die Convention fachlichen Austausch mit konkreten Geschäftsperspektiven. Das zweitägige Konferenzprogramm bietet Orientierung zu technologischen Entwicklungen, Marktpotenzialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die begleitende Foyer-Ausstellung schafft Raum für Unternehmen und Start-ups, ihre Lösungen zu präsentieren, Geschäftskontakte zu knüpfen und neue Kooperationen anzustoßen.
Convention und Show: Zwei Formate, ein Themenfeld
Die Inhouse Farming Feed & Food Convention und die Inhouse Farming Feed & Food Show ergänzen sich als zwei Veranstaltungsformate für innovative Food- und Feed-Systeme.
Die Inhouse Farming Feed & Food Show findet vom 10. bis 13. November 2026 im Rahmen der EuroTier in Hannover statt. Im Umfeld der internationalen Leitmesse macht sie aktuelle Technologien und innovative Lösungen für die Praxis sichtbar und erlebbar.
Die Inhouse Farming Feed & Food Convention am 21. und 22. April 2027 in Hamburg vertieft die fachliche Diskussion und legt den Schwerpunkt auf Wissenstransfer, Geschäftsmodelle und die Vernetzung von Akteuren entlang neuer Wertschöpfungsketten.
Weitere Informationen und Anmeldung: Inhouse Farming Feed & Food Convention 2027 - Inhouse Farming
PM 5 Rohmaterialien_final_DE.pdfIF_Convention_pos_RGB.jpg