DLG-Bundesweinprämierung 2026: Ausgezeichnete Qualität aus deutschen Weinregionen
Vierte Prüfrunde der DLG-Bundesweinprämierung 2026 in Karlsruhe – 1.205 Weine und Sekte auf dem Prüfstand– 56 Expertinnen und Experten im Einsatz – Ziel: Transparenz und Orientierung schaffen für Verbraucher
Was prägt den deutschen Wein und Sekt 2026? Welche Qualitäten und Stilrichtungen liegen im Trend, und wo eröffnen sich für Winzerinnen und Winzer in einem herausfordernden Umfeld neue Chancen? Antworten liefert die vierte und damit letzte Prämierungsrunde der DLG-Bundesweinprämierung 2026, die jetzt vier Tage lang in Karlsruhe stattfindet – unter Leitung von Prof. Dr. Rainer Jung von der renommierten Hochschule Geisenheim University. 1.205 Weine und Sekte von 115 deutschen Erzeugern stehen auf dem Prüfstand und werden von 56 Wein-Expertinnen und -Experten in einer Blindverkostung qualitativ untersucht. Die DLG-Bundesweinprämierung zeichnet als führender Qualitätswettbewerb für deutsche Weine und Sekte herausragende Qualitäten in den Kategorien Weißwein, Rotwein, Roséwein, Sekt, sowie Perlwein und entalkoholisierter Wein aus. Die Ergebnisse der vierten Prüfrunde sind ab Mitte September abrufbar unter: www.bundesweinpraemierung.de
Die DLG-Bundesweinprämierung findet seit 1951 jährlich statt und bietet Winzerbetrieben eine bundesweite Plattform für den Qualitätsvergleich ihrer Weine und Sekte. Sie ist die einzige offizielle, im Weingesetz verankerte Weinprämierung auf Bundesebene. Der führende Wettbewerb der Weinbranche greift aktuelle Entwicklungen und Konsumentenbedürfnisse auf und berücksichtigt 2026 erstmals auch entalkoholisierte Weine, die letztes Jahr ins Weingesetz aufgenommen wurden. „Damit trägt die Bundesweinprämierung den sich wandelnden Marktanforderungen Rechnung“, sagt Anika Schramm, Projektleiterin der DLG-Bundesweinprämierung. Eine weitere Neuerung ist der Wegfall der Vorprämierung: Weine und Sekte konnten erstmals direkt zur Bundesweinprämierung angemeldet werden. Das vereinfachte Verfahren ermöglicht eine unmittelbare Teilnahme am bundesweiten Qualitätsvergleich und stärkt damit die Transparenz und Vergleichbarkeit der Ergebnisse.
Bisher wurden bereits rund 1.000 Weine und Sekte im Rahmen der DLG-Bundesweinprämierung 2026 geprüft. In Karlsruhe stehen jetzt weitere 71 Sekte und 1.134 Weine auf dem Prüfstand. Diese teilen sich auf in 802 Weißweine, 211 Rotweine, 95 roséfarbene Weine sowie 26 entalkoholisierte Weine.
Trends im Weinbereich
Die Zahl der geprüften PIWI-Weine (pilzwiderstandsfähige Rebsorten) ist laut DLG-Projektleiterin weiter gestiegen. Diese innovativen Sorten haben sich erfolgreich am Markt etabliert und verdeutlichen, dass sich die Branche dynamisch weiterentwickelt. Auch klassische Sorten wie Riesling und Burgunder sind stark vertreten und beweisen ihre Anpassungsfähigkeit an die Herausforderungen des Klimawandels. „Eine Innovation im Weinbereich sind sicherlich entalkoholisierte Weine. Hier sind 26 Produkte im Test, Tendenz steigend“. Sowohl für die Erzeuger als auch für die Prüfer ist diese Produktgruppe Neuland, das zunehmend das Interesse der Hersteller und Verbraucher auf sich zieht. Es zeigten sich schon über das Jahr enorme Qualitätssteigerungen und die Branche befindet sich auf einem guten Weg“, so Schramm. Auch bei den Sekten zeigt sich eine erfreuliche Vielfalt: Neben klassischen, frischen Winzersekten werden zunehmend auch andere Stilrichtungen wie Crémant in Karlsruhe verkostet. Diese Bandbreite spiegelt die stilistische Vielfalt am Markt wider und bietet für jeden Geschmack das passende deutsche Produkt. „Der Genuss der heimischen Weine lohnt sich also aus vielerlei Hinsicht“, so Anika Schramm.
Prüfkriterien & Methodik
Mit ihren differenzierten Prüfkriterien und dem Experten-Pool, der sich aus geschulten Prüfern der verschiedenen Weinregionen Deutschlands zusammensetzt, gehört die DLG-Bundesweinprämierung zu den wissenschaftlich anspruchsvollsten und objektivsten Qualitätsprüfungen in der Weinbranche. Die Prüferinnen und Prüfer müssen vor jeder Verkostung ihre Tagesform in einem sensorischen Test unter Beweis stellen und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse im Laufe der Verkostung beweisen.
Die Wein-Experten der DLG testen jährlich in vier Prüfrunden die Qualität von Weinen und Sekten in umfangreichen sensorischen Tests. Bei der Bewertung arbeitet die Jury systematisch nach dem DLG-5-Punkte-Schema® für Weine und Sekte. Dabei bewerten sie das Aussehen bzw. die Farbe, den Geruch, Geschmack und die Typizität des Weines – also ob der vorgestellte Wein den Erwartungen an Rebsorte Jahrgang etc. erfüllt. Einen Hinweis auf Herkunft, Preis, Flaschenausstattung oder ähnliches gibt es nicht. Produkte, die die DLG-Experten überzeugen, erhalten je nach erzielter Punktzahl eine DLG-Medaille in Gold, Silber oder Prämiert. Weine und Sekte von besonders herausragender Qualität werden mit dem „Goldenen Preis Extra“ in einer separaten Verkostung am Jahresende ausgezeichnet. Besonders gute Gesamtleitungen der Teilnehmer werden nach allen vier Prüfrunden mit Sonderpreisen wie TOP 100/ Top 10, Beste Kollektionen oder mit dem höchsten Preis der Weinbranche: dem Bundesehrenpreis ausgerechnet.
DLG-Wein-Experten
Die Experten-Jury der DLG-Bundesweinprämierung setzt sich aus erfahrenen Kennern der deutschen Weinlandschaft zusammen. Alle sensorische Sachverständige stammen aus der Weinwirtschaft und angrenzenden Bereichen. Dazu zählen u.a. Oenologen, Weinanalytiker und Sommerliers. Alle Experten, die im Wettbewerb in Karlsruhe zum Einsatz kommen, werden von der DLG umfassend und regelmäßig geschult. Vor jeder Verkostung müssen sie ihre Tagesform in einem sensorischen Test und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse im Laufe der Verkostung beweisen.
„In einer Weinbranche im Wandel sind transparente und reproduzierbare Qualitätsmaßstäbe wichtiger denn je. Sie schaffen Orientierung und Vertrauen, fördern den fachlichen Austausch, geben den Erzeugern Impulse, die Qualität deutscher Weine und Sekte nachhaltig weiterzuentwickeln, und vermitteln Verbraucherinnen und Verbrauchern die Gewissheit, dass ihre Kaufentscheidung auf einem objektiven Qualitätsurteil beruht, das Genuss heimischer Produkte verspricht“ so die DLG-Projektleiterin.
Weitere Infos zur DLG-Bundesweinprämierung und die bisherigen Preisträger 2026 gibt es hier: Home - Bundesweinprämierung
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