„Vertrauen ist kein Zufall“ – SMA Solar im Interview

Ihr Unternehmen, die SMA Solar Technology AG, ist Erstplatzierter in der Kategorie „Erneuerbare Energien“ des ImageBarometers 2026: Was bedeutet das für Sie ganz persönlich?

Persönlich freue ich mich natürlich sehr – vor allem, weil der erneute erste Platz zeigt, dass Vertrauen kein Zufall ist. Vertrauen entsteht durch konsequente Leistung, Zuverlässigkeit und Haltung über viele Jahre hinweg. Genau dafür steht SMA. Seit nunmehr 45 Jahren liefern wir verlässliche, sichere und technologisch führende Lösungen. 

Der Sieg im ImageBarometer ist für uns also auch ein Ansporn, die Energiewende weiter mit Lösungen voranzutreiben, auf die sich unsere Kundinnen und Kunden jederzeit verlassen können. 

Letztendlich gehört diese Auszeichnung aber den Mitarbeitenden von SMA. Sie stellen unsere Kundinnen und Kunden jeden Tag in den Mittelpunkt und übersetzen unsere Vision in konkrete Lösungen. Dafür bin ich sehr dankbar.

In den vergangenen fünf Jahren: Was waren für Ihr Unternehmen die größten Learnings in Sachen Imagepflege?

Eine starke Markenpositionierung setzt voraus, dass diese auch gut im Unternehmen implementiert wird. Das haben wir geschafft, indem wir SMA konsequent kunden- und nutzenfokussierter aufgebaut haben. Wir haben unseren Kernnutzen definiert und ihn konsequent von der Unternehmenskommunikation über das Marketing bis in die Divisionen verankert. Für ein Unternehmen mit zwei sehr unterschiedlichen Divisionen, war das keine leichte Aufgabe. Aber wir haben uns auf den Weg gemacht, unsere Prozesse optimiert und am Ende einige Fortschritte in unserer Kunden- und Unternehmenskommunikation erzielt.

Dr. Jürgen Reinert
Vorstandsvorsitzender SMA Solar Techology AG

Was können Sie aus der Markenstrategie Ihrer größten Konkurrenten lernen?

Wir könnten uns noch stärker darauf fokussieren, Marke als ein ganzheitliches Unternehmensinstrument zu verstehen. Im letzten Jahr haben wir z.B. die Bereiche Brand und Communication enger miteinander verzahnt und sind an einigen Stellen mutiger in unserer Außendarstellung geworden. Das war ein guter Anfang, auf dem wir weiter aufbauen und jetzt auch stärker cross-divisional arbeiten werden.

Wie gezielt suchen Sie in Ihrem Unternehmen den regelmäßigen Kontakt zu Kundinnen und Kunden in der Landwirtschaft?

In unserer Kommunikation haben wir uns vorgenommen, Relevanz zu schaffen – indem wir den konkreten Nutzen unserer Lösungen sichtbar machen und jede Zielgruppe über die Kanäle erreichen, die für sie am besten funktionieren. 

Dazu gehören selbstverständlich auch unsere Stakeholder aus der Landwirtschaft. Wir suchen z.B. den direkten Kontakt auf Veranstaltungen und ergänzen ihn durch eine zielgruppengerechte Ansprache über die Fachpresse, Newsletter, Social Media oder Blogs. Unsere beiden Divisionen treiben das stark mit ihrem individuellen Kundenversprechen voran. Darüber hinaus ist die SMA Solar Academy ist ein wichtiger Kanal, über den wir im direkten Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden stehen. Dort bieten wir z.B. Praxisseminare und Schulungen zu neuen Lösungen an.

Wenn Sie international auf die Branche der Erneuerbaren Energien schauen: Wo hat der Markt in Deutschland Aufholbedarf – und wo ist er ganz vorne dabei?

International betrachtet ist Deutschland in vielen Bereichen der Erneuerbaren Energien ganz vorne dabei – vor allem dort, wo es um technologische Exzellenz, Systemintegration und die Verlässlichkeit von Lösungen geht. Unsere Erfahrung zeigt: Kundinnen und Kunden weltweit schätzen die deutschen Qualitätsansprüche wie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Datenschutz, Langlebigkeit und technologische Tiefe. Das ist für SMA neben unserer langfristigen Nachhaltigkeitsarbeit ein entscheidender Differenzierungsfaktor. Und das wird immer dann besonders relevant, wenn Energiesysteme komplexer werden und intelligente, vertrauenswürdige Lösungen gefragt sind.

Gleichzeitig zeigt der internationale Vergleich, dass Deutschland beim Tempo des Ausbaus oder bei Genehmigungsprozessen Aufholbedarf hat. Andere Märkte sind hier deutlich schneller und mutiger. Wenn es uns gelingt, diese strukturellen Bremsfaktoren zu lösen, kann Deutschland sein technologisches Potenzial noch konsequenter ausspielen.