Was starke Marken in der Landtechnik auszeichnet
Fendt belegt im DLG-ImageBarometer 2025/26 den ersten Platz in der Kategorie Landtechnik. Im Interview spricht Wolfgang Möhrer, Leiter Vertrieb Deutschland, über die Bedeutung dieser Auszeichnung, die Rolle von Kundennähe für eine starke Marke und die Frage, wie sich der Wettbewerb in der Branche weiterentwickelt.
Fendt ist Erstplatzierter in der Kategorie „Landtechnik“ des ImageBarometers. Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie ganz persönlich?
Ich freue mich, dass wir wieder erneut von den Landwirtinnen und Landwirten zur beliebtesten Marke in der Landtechnik gewählt wurden. Für mich persönlich ist das auch ein tolles Ergebnis, da ich im vergangenen Jahr erst die Position als Direktor des deutschen Fendt Vertriebes übernommen habe., Dass wir wieder das DLG ImageBarometer anführen, ist keine Selbstverständlichkeit. Es spornt mich und mein Team an, nicht nachzulassen und Qualität an unsere Kunden auszuliefern.
Was waren für Ihr Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren die wichtigsten Learnings im Hinblick auf Imagepflege und Markenwahrnehmung?
Wir möchten als bodenständig und nahbar wahrgenommen werden. Als Hersteller vertreiben wir unsere Maschinen über unsere Vertriebspartner. Sie sind der erste Ansprechpartner für Landwirte und Lohnunternehmen. Aus diesem Grund sind für uns als Hersteller Messen wie die Agritechnica oder Feldtage enorm wichtig, denn hier können wir uns mit Kunden direkt austauschen. Wir freuen uns deshalb auch, mit einem ordentlichen Fendt Stand auf den DLG Feldtagen Mitte Juni in Bernburg dabei zu sein.
Zur Person
Wolfgang Möhrer ist seit Januar 2025 Direktor Fendt Vertrieb Deutschland. Der Diplom-Agraringenieur ist seit 2002 für Fendt tätig und war im Vertrieb unter anderem für Nordeuropa, Polen, Westeuropa sowie zuletzt für Zentral- und Osteuropa verantwortlich. Als praktizierender Landwirt bringt er neben langjähriger Vertriebserfahrung auch einen engen Bezug zur landwirtschaftlichen Praxis mit.
Was können Sie aus der Markenstrategie Ihrer wichtigsten Wettbewerber lernen?
Auffällig im letzten DLG ImageBarometer ist, dass sich die Anbaugerätehersteller sehr gut platziert haben. Das zeigt, wie innovativ und serviceorientiert diese meist familiengeführten, deutschen Unternehmen sind. Davor habe ich Respekt. Grundsätzlich gilt für uns alle: Ein starker Wettbewerb unter uns Herstellern macht uns besser und treibt uns an, im Sinne der Kunden immer überzeugendere Lösungen zu finden.
Wie gezielt suchen Sie in Ihrem Unternehmen den regelmäßigen Kontakt zu Kundinnen und Kunden in der Landwirtschaft?
Der Kontakt zu Kundinnen und Kunden ist ganz unterschiedlich – je nachdem in welchem Bereich man bei Fendt arbeitet. Ich selbst sitze wöchentlich mehrmals mit Kunden zusammen. Das liegt schon in meiner Arbeit begründet. Meine Vertriebskolleginnen und Kollegen sind in einem sehr intensiven Austausch - nur wenn wir zuhören, können wir auf die Wünsche und Belange der Kunden eingehen.
Mit Blick auf die internationale Landtechnikbranche: In welchen Bereichen hat der deutsche Markt Aufholbedarf – und worin ist er aus Ihrer Sicht führend?
Die deutsche Landwirtschaft ist in jeder Hinsicht führend: sei es in den Erträgen, in den Prozessen, in der Effektivität und dem nachhaltigen Einsatz von Mitteln. Das liegt an den gut ausgebildeten Landwirtinnen und Landwirten sowie einem breit aufgestellten System von Beratungen. Auch die deutschen Landtechnik mit allen Herstellern ist führend. Was uns fehlt sind die politischen bzw. gesetzgeberischen Rahmenbedingungen, schneller, leichter und unbürokratischer Innovationen in den Markt zu bringen. Über autonome Maschinen und Systeme beispielsweise wird viel gesprochen – im praktischen Einsatz sind andere Märkte derzeit oft weiter.