PATURA: Kundennähe als gelebtes Prinzip

Die Patura KG steht im DLG-ImageBarometer 2025/26 an der Spitze der Kategorie „Tierhaltungstechnik“. Für Bernd Allié, Geschäftsführender Gesellschafter der PATURA KG, ist die Auszeichnung vor allem ein Signal dafür, dass konsequente Kundennähe, persönlicher Austausch und praxisgerechte Lösungen in der Landwirtschaft wahrgenommen und geschätzt werden.

Die Patura KG ist Erstplatzierte in der Kategorie „Tierhaltungstechnik“ des ImageBarometers. Was bedeutet das für Sie ganz persönlich?

Unser Marketingkonzept zielt seit mehr als 30 Jahren darauf ab, dass sich alle Abteilungen der Firma PATURA konsequent an den Anforderungen und Wünschen unserer Kunden ausrichten. Bei allen Entscheidungen war mir stets wichtig, dass unsere Kunden bessere Produkte und ein optimales Servicepaket erhalten. Die sehr positive Beurteilung im aktuellen DLG-ImageBarometer ist für mich persönlich die größte Wertschätzung. Ich empfinde dafür große Dankbarkeit und nehme dieses Votum mit Demut entgegen. Zugleich ist es für uns Verpflichtung, unsere Anstrengungen weiter zu verstärken, um die Wünsche unserer Kunden auch künftig bestmöglich zu erfüllen.

In den vergangenen 5 Jahren: Was waren für Ihr Unternehmen die größten Learnings in Sachen Imagepflege?

Ich habe unsere Arbeit nie als Imagepflege empfunden. Wir wollen immer so nah wie möglich bei unseren Kunden sein und im unmittelbaren Austausch stehen. 

Portraitfoto von Bernd Allie

Zur Person

Bernd Allié ist geschäftsführender Gesellschafter der PATURA KG in Laudenbach. Nach fast zehn Jahren Berufserfahrung außerhalb des Familienunternehmens trat er 1993 in die Geschäftsführung ein. Mit dem Ausbau der Marke PATURA stellte er früh die Weichen für die internationale Entwicklung des Unternehmens.C.

Gruppenfoto der Patura Belegschaft

Deshalb war unsere Firma auch während und nach Corona für unsere Kunden stets geöffnet, und unsere Mitarbeiter waren vor Ort für persönliche Gespräche verfügbar. Wir haben keine automatisierte Telefonzentrale: Jeder Anrufer spricht direkt mit einem erfahrenen Mitarbeiter im Verkaufsinnendienst. Auch ich selbst bin telefonisch direkt erreichbar. Die wichtigste Aufgabe unseres Außendienstes ist es, den Kunden vor Ort mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auf diese gelebte Kundennähe achte ich bei allen Mitarbeitern ganz persönlich.

Was können Sie von der Markenstrategie Ihrer größten Konkurrenten lernen? 

Selbstverständlich beobachten wir unsere Wettbewerber sehr intensiv. Gelernt habe ich aber von Anfang an besonders gern von kundenorientierten Unternehmen wie Stihl, Lely, Horsch und Amazone oder auch von den Konzepten eines Unternehmers wie Reinhold Würth. Bevor ich 1993 die Geschäftsführung von PATURA übernahm, konnte ich zudem fünf Jahre lang im ADIDAS-Konzern internationale Vertriebserfahrung sammeln. Dort wurde mir besonders deutlich, welche Bedeutung eine starke Marke für dauerhaften Unternehmenserfolg hat.

Wie gezielt suchen Sie in Ihrem Unternehmen regelmäßigen Kontakt zu den Kundinnen und Kunden in der Landwirtschaft? 

Der intensive, regelmäßige Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden liegt in der DNA unseres Unternehmens. Schon mein Vater war seit der Gründung 1965 von Montag bis Freitag unterwegs, um Fachhandels-Partner zu besuchen und den direkten Kontakt zu Landwirten zu suchen. Der Aufbau der Marke PATURA wäre ohne intensive Ausstellungsbesuche auf regionalen, nationalen und internationalen Messen nicht möglich gewesen. Kundennähe ist bei uns kein Marketing-Schlagwort, sondern gelebte Wirklichkeit.

Wenn Sie international auf den Tierhaltungssektor schauen: Wo hat der Markt in Deutschland Aufholbedarf – und wo ist er ganz vorne dabei?

Über 40 Prozent unseres Umsatzes erzielen wir auf internationalen Märkten, besonders stark sind wir in Frankreich vertreten. Dort beeindruckt mich immer wieder die große Wertschätzung, die tierhaltenden Betrieben in weiten Teilen der Bevölkerung entgegengebracht wird. Auch für viele Politiker bis hin zum Staatspräsidenten ist es selbstverständlich, auf großen Ausstellungen Präsenz zu zeigen und sich dem direkten persönlichen Austausch mit Landwirten zu stellen – selbst wenn dieser nicht immer angenehm ist. In Deutschland bietet sich ein anderes Bild: Auf der EuroTier hat sich seit mehr als dreißig Jahren kein Kanzler blicken lassen. Während man in Frankreich stolz auf die eigene Landwirtschaft und ihre Qualitätsprodukte ist, meiden führende Politiker in Deutschland häufig die öffentliche Nähe zu Landwirten. Dass viele Betriebe diese mangelnde Wertschätzung durch die politische Führung als frustrierend empfinden, ist daher nur allzu nachvollziehbar.

In Deutschland sind wir sicherlich ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, die Technik in der Tierhaltung bestmöglich an den Anforderungen einer artgerechten Haltung auszurichten. Weniger positiv zu bewerten ist jedoch die zum Teil übergenaue und bürokratische Überwachung.