AGRAVIS auf Platz 1: 
Was starke Marken in der Tierhaltung auszeichnet

Die AGRAVIS Raiffeisen AG belegt im DLG-ImageBarometer 2025/26 den ersten Platz in der Kategorie „Betriebsmittel für die Tierhaltung“. Im Interview spricht Bernd Schmitz, Geschäftsführer der AGRAVIS Nutztier GmbH und Bereichsleiter Tiere der AGRAVIS Raiffeisen AG, über die Bedeutung dieser Auszeichnung, die Rolle von Kundennähe für eine starke Marke und die aktuellen Herausforderungen in der Tierhaltung.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist Erstplatzierte in der Kategorie „Betriebsmittel für die Tierhaltung“ des Image-Barometers: Was bedeutet das für Sie ganz persönlich?

Die Erstplatzierung freut uns sehr, weil sie zeigt, dass unsere tägliche Arbeit auf den Betrieben und bei den Tierhalterinnen und Tierhaltern ankommt. Für mich persönlich ist diese Auszeichnung ein starkes Signal, dass Vertrauen und Nähe weiterhin entscheidende Währungen in der Landwirtschaft sind. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen ist es wichtig, dass wir als genossenschaftliches Unternehmen Haltung zeigen und gleichzeitig praktische Lösungen anbieten, die unmittelbar im Stall, in der Beratung oder im täglichen Management helfen.

In den vergangenen fünf Jahren: Was waren für Ihr Unternehmen die größten Learnings in Sachen Imagepflege?

Wir haben gelernt, dass Imagepflege kein „Projekt“, sondern ein dauerhafter Dialog ist. Ein verlässliches Bild entsteht nicht durch Kampagnen, sondern durch konsequentes Tun – in Beratung, Lieferfähigkeit und persönlichem Austausch. Glaubwürdigkeit wächst durch Transparenz. Kundinnen und Kunden erwarten nachvollziehbare Argumente, klare Aussagen und sichtbare Kompetenz sowie Lösungen. Zugleich erleben wir, wie wirksam digitale Kommunikation ist – insbesondere dann, wenn sie nahbar ist und echte Menschen aus unserem Unternehmen zu Wort kommen lässt.

Zur Person

Bernd Schmitz ist Geschäftsführer der AGRAVIS Nutztier GmbH und Bereichsleiter Tiere der AGRAVIS Raiffeisen AG. Neben seiner Verantwortung bei AGRAVIS ist er auch in der Verbandsarbeit aktiv: Im Deutschen Verband Tiernahrung (DVT) gehört er dem Vorstand an, auf europäischer Ebene ist er seit 2023 Vizepräsident des Branchenverbands FEFAC.

Was können Sie von der Markenstrategie Ihrer größten Konkurrenten lernen?

Wir beobachten den Markt natürlich sehr genau – am Ende zählen Leistung, Lösung und Verlässlichkeit. Als AGRAVIS setzen wir deshalb auf unsere fachliche Expertise, unser genossenschaftliches Fundament, auf unser Fullliner-Angebot und auf die individuellen Lösungen, die wir für die moderne Tierhaltung entwickeln. 

Wie gezielt suchen Sie in Ihrem Unternehmen regelmäßigen Kontakt zu den Kundinnen und Kunden in der Landwirtschaft?

Der direkte Kontakt ist ein zentraler Teil unserer DNA. Unsere Beraterinnen und Berater sind täglich vor Ort. Durch unsere dezentrale Standortstruktur und die Verknüpfung mit den Raiffeisen-Genossenschaften in der Region leben wir Kundennähe. AGRAVIS gehört rund 100 Raiffeisen-Genossenschaften, die wiederum von 70.000 bis 80.000 landwirtschaftlichen Familien getragen werden. Diese enge Bindung prägt die genossenschaftliche Familie. Zusätzlich bauen wir unsere digitalen Kontaktpunkte systematisch aus – über Social Media, Newsletter sowie digitale Plattformen und Bestellmöglichkeiten. Mitentscheidend ist, dass wir nicht nur „senden“, sondern auch zuhören: Welche Themen bewegen? Wo können wir entlasten? Dieser permanente Austausch hilft unseren Kundinnen und Kunden genauso wie uns.

Wenn Sie international auf den Tierhaltungssektor schauen: Wo hat der Markt in Deutschland Aufholbedarf – und wo ist er ganz vorne dabei?

Deutschland steht international für hohe Standards – in Tierwohl, Futterqualität und  Beratungskompetenz. Eine systemrelevante Landwirtschaft und ein funktionierender Agrarhandel sind gerade im geopolitisch neu geordneten Umfeld unverzichtbar für die Grundversorgung unseres Landes. Deshalb ist es fahrlässig, hinzunehmen, dass immer mehr landwirtschaftliche Betriebe aus der Produktion aussteigen. Ziel muss vielmehr sein, die Zuversicht in eine wirtschaftlich und gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung und einen innovativ-nachhaltigen Pflanzenbau zu stärken. Ein sichtbares Zeichen wäre,  mehr Baugenehmigungen für Ställe zu ermöglichen, um die wirtschaftliche Basis vieler Betriebe langfristig zu verbessern und das Tierwohl in moderne Ställen weiterzuentwickeln.