Startsignal für Initiative Plattform Ackerbau auf der Grünen Woche 2026
Initiative Plattform Ackerbau nimmt ihre Arbeit auf: Offizieller Auftakt auf der Grünen Woche 2026 in Berlin – Führende Verbände aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel bilden strategischen Zusammenschluss – Zielsetzung: Transparenz und Qualität entlang der gesamten Wertschöpfungskette Ackerbau fördern und Wissenstransfer vorantreiben – DLG übernimmt koordinierende Rolle der Initiative
Die neue „Initiative Plattform Ackerbau“ (IPA) bildet eine neutrale Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Landwirtschaft, Landhandel, Verarbeitung und dem Lebensmitteleinzelhandel. Sie ist fachlicher und kommunikativer Knotenpunkt für interne und externe Kommunikation sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte und Lösungsansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette Ackerbau. Bei der Auftaktveranstaltung am Montag, dem 19. Januar 2026, auf dem Erlebnisbauernhof der Grünen Woche 2026 hat die IPA offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Die Gründungsmitglieder der Initiative – die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS, der Verband Deutscher Großbäckereien und der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) – unterzeichneten einen Letter of Intent für die weitere Zusammenarbeit.
Die branchenübergreifende Initiative Plattform Ackerbau (IPA) versteht sich als strategisches Instrument zur Stärkung der qualitätsorientierten Wertschöpfungskette für ackerbauliche Erzeugnisse. Sie fungiert als neutrales Bindeglied zwischen den Stakeholdern entlang der Kette. Die IPA fördert den fachlichen Dialog, unterstützt den Wissenstransfer und schafft zugleich eine gemeinsame Basis für die Kommunikation mit Gesellschaft und Marktakteuren. Eine wichtige Zielsetzung besteht darin, Themen wie Qualitätssicherung, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit im koordinierten Zusammenspiel der Akteure wirksam zu adressieren. Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) mit ihrer vielfältigen Vernetzung in Praxis, Wirtschaft und Wissenschaft übernimmt die koordinierende Rolle innerhalb der Initiative.
Initiative knüpft an erfolgreiche Tradition von Branchenlösungen an
Die Gründung einer strategischen Brancheninitiative zur Vernetzung der relevanten Stakeholder in der Wertschöpfungskette Ackerbau schließt eine wichtige Lücke innerhalb der Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland: Während es beispielsweise für die Branchen Milch, Fleisch, Geflügel, Obst und Gemüse entsprechende Vernetzungsinitiativen bereits gibt, übernimmt jetzt die Initiative Plattform Ackerbau diese Aufgabe für die Wertschöpfungskette der ackerbaulichen Erzeugnisse.
Breites Themenspektrum von Qualitätsparametern bis hin zur CO2-Bilanzierung
Die Wertschöpfungskette Ackerbau beginnt beim Landwirt, erstreckt sich über den Agrarhandel zu den Erst- und Zweitverarbeitern und führt über den Lebensmitteleinzelhandel zu den Endverbrauchern. Die Initiative Plattform Ackerbau vernetzt die Akteure auf den einzelnen Stufen. Sie dient der gemeinschaftlichen Bearbeitung von Herausforderungen entlang der Produktions- und Verarbeitungskette, wie sie beispielsweise in der CO2-Bilanzierung, beim Schutz und der Förderung von Biodiversität oder der Stabilisierung bestimmter Eiweißqualitäten bei Backgetreide bestehen.
Die IPA stützt sich in ihrer Arbeit auf folgende Gremien: Der Steuerungskreis aus Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft, des Landhandels, der verarbeitenden Industrie und des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) übernimmt die strategische Leitung der Plattform. Er identifiziert und priorisiert Themen, entscheidet über Maßnahmen zu deren Umsetzung und lenkt die interne und externe Kommunikation. Als zweites Gremium adressieren Fachbeiräte aus dem Bereich Getreide gemeinsam mit Praxis und Forschung besonders relevante Fragestellungen für die jeweiligen Teilbranchen. Die IPA unterhält darüber hinaus einen Austausch zu anderen branchenspezifischen Initiativen.
Definition der Schwerpunktthemen im ersten Halbjahr
Die Struktur der Initiative aus neutralem Träger, strategischem Steuerungskreis, fachlich spezialisierten Beiräten und kooperierenden Institutionen gewährleistet fachlich fundierte Entscheidungen, eine ausgewogene Beteiligung aller relevanten Stakeholder und eine transparente Kommunikation. Nach ihrer Gründung wird die IPA im ersten Halbjahr 2026 den Steuerungskreis einrichten, die Fachbeiräte bilden sowie erste Arbeitsschwerpunkte definieren.
Foto: DLG /S.Semmer
Foto_Unterzeichnung (v.l.n.r.): Dr. Peter Haarbeck (Geschäftsführer VGMS), Björn Fromm (Präsident BVLH), Norbert Lötz (Präsident Verband Deutscher Großbäckereien), Hubertus Paetow (Präsident DLG), Dr. Philipp Spinne (Geschäftsführer DRV), Jörg Migende (Hauptgeschäftsführer DRV).
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