Hohe DLG-Ehrung für Prof. Dr. Alfons Balmann
Auszeichnung mit der Max-Eyth-Denkmünze in Silber – Langjähriges Engagement in DLG-Gremien – Prägende Impulse für die Entwicklung ländlicher Räume
Der Vorstand der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) hat Prof. Dr. Alfons Balmann im Rahmen der DLG-Wintertagung am 24. und 25. Februar 2026 in Hannover mit der Max‑Eyth‑Denkmünze in Silber ausgezeichnet. DLG-Präsident Hubertus Paetow überreichte Urkunde und Medaille während der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwoch, dem 24. Februar. Die DLG würdigt Balmanns herausragende wissenschaftliche Leistungen, sein langjähriges ehrenamtliches Engagement sowie seine entscheidenden Impulse für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume. Prof. Dr. Alfons Balmann ist der DLG seit vielen Jahren eng verbunden: Bereits 2013 wurde er in den Gesamtausschuss berufen, 2015 folgte die Mitarbeit im Hauptausschuss. Bis 2024 brachte er zudem seine Expertise im DLG‑Aufsichtsrat ein und begleitete strategische Fragen mit wissenschaftlicher Tiefe und klarer Analyse.
„Mit der Verleihung der Max-Eyth-Denkmünze in Silber würdigen wir eine Persönlichkeit, die mit beeindruckender wissenschaftlicher Tiefe, analytischer Klarheit und unermüdlichem Engagement dazu beiträgt, Landwirtschaft und ländliche Räume zukunftsfähig zu gestalten“, betonte DLG-Präsident Hubertus Paetow anlässlich der Ehrung von Prof. Dr. Alfons Balmann. Paetow hob in seiner Laudatio Balmanns Rolle als Vorsitzender des DLG‑Ausschusses „Entwicklung ländlicher Räume“ hervor, den er seit 2018 führt: Unter seiner Leitung seien jährlich hochwertige Foren im Rahmen der Wintertagung entstanden, die nationale wie internationale Impulse für Politik, Wissenschaft und Praxis setzten.
Prägende Impulse für ländliche Räume
Balmann widme sich zentralen Zukunftsfragen ländlicher Regionen, führte Paetow aus: Strukturwandel, Digitalisierung, regionale Wertschöpfung und demografische Entwicklungen. Was ihn sowohl zu einem herausragenden Wissenschaftler, als auch zu einem unverzichtbaren Partner für die DLG mache, sei „seine besondere Fähigkeit, komplexe gesellschaftliche Herausforderungen analytisch präzise zu erfassen und gleichzeitig konstruktiv, lösungsorientiert und praxisnah zu agieren“, betonte der DLG-Präsident. Balmann betrachte die Landwirtschaft nie isoliert, sondern stets im Zusammenhang mit wirtschaftlichen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen: „Sein Blick auf ländliche Räume ist ganzheitlich, realistisch und von einer tiefen Wertschätzung für die Menschen geprägt, die dort leben und arbeiten.“ Auch in der internationalen Facharbeit der DLG bereichere der Wissenschaftler Debatten mit seiner tiefen Expertise zu Transformationsprozessen und internationalen Agrarstrukturen – insbesondere mit Blick auf Osteuropa.
Prof. Balmanns Engagement reicht weit über die DLG hinaus: Auf nationaler Ebene bringt er sich in zahlreiche fachpolitische Gremien ein, wie Paetow hervorhob. Im Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat wirkt Balmann an wissenschaftlich fundierten Empfehlungen für eine zukunftsgerichtete Agrarpolitik mit. Den Grundstein für seine herausragende fachliche Arbeit habe er mit seinem beeindruckenden wissenschaftlichen Werdegang gelegt: Nach Studium der Agrarökonomie und Promotion in Göttingen und Habilitation an der Humboldt‑Universität zu Berlin im Jahr 2000, wurde er 2003 im Rahmen einer gemeinsamen Berufung des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) und der Martin-Luther-Universität Halle zum ordentlichen Professor ernannt.
Analytisch, konstruktiv, bodenständig
In der Zusammenarbeit sei Balmann dialogoffen, humorvoll und streitbar im besten Sinne – klar in der Sache, aber immer konstruktiv, führte der DLG-Präsident aus. Diese Verbindung von analytischem Scharfsinn, fachlicher Verantwortung und menschlicher Bodenständigkeit macht ihn zu einem Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis, betonte Paetow und dankte Prof. Dr. Alfons Balmann für viele Jahre konstruktive Zusammenarbeit, inspirierende Impulse und seinen „unermüdlichen Einsatz für die Zukunftsfähigkeit unserer Landwirtschaft und unserer ländlichen Räume.“
Besondere Leidenschaft für das Hinterfragen und Diskutieren
Prof. Dr. Alfons Balmann unterstrich in seiner Dankesrede die Bedeutung einer Wissenschaft, die den direkten Bezug zur landwirtschaftlichen Praxis wahrt – im Idealfall im engen Austausch mit Praktikerinnen und Praktikern. Das aktive Engagement in der DLG seit den frühen Jahren seiner akademischen Laufbahn habe in der Hinsicht für ihn einen besonderen Meilenstein gesetzt: „Durch die Arbeit in der DLG konnte ich vermeintliche Wahrheiten über die Landwirtschaft nicht nur im wissenschaftlichen Diskurs, sondern verstärkt auch im Dialog mit der Praxis hinterfragen und diskutieren“, betonte Balmann. Er freue sich darauf, „weiter engagiert darüber zu diskutieren und zu streiten, wohin der Weg der Landwirtschaft in Zukunft führen wird.“
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Bildunterzeile: DLG-Präsident Hubertus Paetow (r.) überreichte Prof. Dr. Alfons Balmann (l.) Urkunde und Medaille.
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