Bundeswettbewerb Melken 2026: Prüfkriterien komplett überarbeitet
Bundeswettbewerb Melken vom 27. bis 29. April 2026 – Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf als Austragungsort – Testlauf nach neuen Prüfkriterien – erstmals auch AMS und Tierwohl Teil des Wettbewerbs
Erstmalig findet der Bundeswettbewerb Melken als einer von insgesamt vier Wettkämpfen für landwirtschaftliche Nachwuchskräfte unter überarbeiteten Prüfkriterien statt. Der zunächst als Testlauf gestaltete Wettbewerb mit insgesamt 12 Prüflingen wird in diesem Jahr an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf ausgetragen. Dieser Leistungsvergleich für den landwirtschaftlichen Nachwuchs ist nicht nur ein Beitrag zur Qualitätssicherung und Imageverbesserung der Milchproduktion, er dient außerdem der Ermittlung der besten Fachkräfte in der Milcherzeugung. Vor der Corona-Pandemie wurde er turnusmäßig alle zwei Jahre an wechselnden landwirtschaftlichen Lehranstalten durchgeführt. Dieser Turnus soll ab kommendem Jahr wieder eingehalten werden.
Erstmalig seit 2023 findet der Bundeswettbewerb Melken erneut statt, jedoch in diesem Jahr als Testlauf unter neuen Prüfkriterien. Diese wurden in den vergangenen drei Jahren grundlegend überarbeitet. Die Projektverantwortlichen bei der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), Marieke Wijn und Marc-Andre Kruse-Friedrich, erläutern im Interview, was sich geändert hat und welche Vorteile die Neugestaltung des Wettbewerbs bietet.
Prüfkriterien werden regelmäßig angepasst
„Den Melkwettbewerb gibt es schon sehr lange, bereits seit 1951, und die Prüfkriterien wurden zuvor auch schon regelmäßig angepasst – bedingt durch die fortschreitende Technisierung des Melkprozesses. Allgemein kann man sagen, dass der Wettbewerb immer an die aktuellen Gegebenheiten beziehungsweise an die neusten technischen Standards angepasst wurde“, berichtet Projektleiter Marc-Andre Kruse-Friedrich im Interview. „So hat man in den letzten Jahren festgestellt, dass sich durch die Automatisierung in der Landwirtschaft auch das Melken verändert hat. Ein weiterer Grund für die Anpassung der Prüfkriterien war sicherlich auch, dass die Lehr- und Versuchsanstalten immer mehr das automatische Melken mit in die überbetriebliche Ausbildung aufnehmen; auch beim Neubau von Milchkuhställen werden immer häufiger Automatische Melksysteme (AMS) eingebaut.“
Neue Vorteile: Für Prüflinge, Prüfende und die Organisation
Marieke Wijn, fachliche Ansprechpartnerin für den Bundeswettbewerb Melken im DLG-Fachzentrum Landwirtschaft und Lebensmittel, beschreibt die Vorteile der neuen Prüfkriterien für die Teilnehmenden so: „Ein Vorteil für die Prüflinge ist meines Erachtens, dass sie durch die Neuerungen an einem aktuellen und zukunftsorientierten Wettbewerb teilnehmen können, der die modernen Anforderungen einer Milchviehhaltung widerspiegelt. Zudem erhalten sie zusätzlich zum Melken die Gelegenheit, sich mit weiteren, wichtigen Themenschwerpunkten im Umgang mit Milchkühen intensiv zu beschäftigen.“ Für die Prüfenden, so Wijn, „bedeutet die Neugestaltung eine deutliche Zeitersparnis, da das Testmelken sowie der Besuch des externen Praxisbetriebs entfällt. So haben Prüferinnen und Prüfer die Möglichkeit, das Wissen der Prüflinge ganzheitlicher zu beurteilen, da ein breiteres Spektrum der Milchviehhaltung abgefragt wird.“
Das ausführliche Interview lesen Interessierte online.
Weiterführende Informationen erhalten Sie bei den Projektverantwortlichen Mareike Wijn, E-Mail: m.wijn@dlg.org oder Tel.: +49 (0)69 24788-374, und Marc-Andre Kruse-Friedrich, E-Mail: m.kruse-friedrich@dlg.org oder Tel.: +49 (0)69 24788-394.
Bildunterschrift: Der Bundeswettbewerb Melken besteht bereits seit 1951. Der letzte Durchgang fand 2023 auf dem Hofgut Neumühle statt.
Fotoquelle: DLG
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