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BERGO® CuraDes primo

DLG-QUALITÄTSSIEGEL – Hygienestreu und Einstreumaterialien

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Das Prüfzeichen

Das Prüfzeichen DLG-QUALITÄSSIEGEL für Betriebs- und Verbrauchsmittel erhalten Produkte, die einer umfassenden Prüfung in den wertbestimmenden und ausgelobten Eigenschaften unterzogen wurden. Die geprüften Kriterien und die Anforderungen, die zu erfüllen sind, werden im unabhängigen Kommissionen festgelegt und orientieren sich – über die gesetzlichen Anforderungen hinaus – an der Zweckbestimmung des Produkts, den ausgelobten Eigenschaften und den Anforderungen aus der Praxis. Sie werden kontinuierlich von den zuständigen Fachabteilungen der DLG e.V. und der zuständigen Kommission in Anpassung an das geltende Recht sowie den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt weiterentwickelt. Die erfolgreiche Prüfung schließt mit der Vergabe des Prüfzeichens DLG-QUALITÄTSSIEGEL ab. Die ausgezeichneten Produkte werden veröffentlicht.

Der DLG-Qualitätssiegel-Test umfasst Untersuchungen im Labor und in der Praxis. Die Grundlage für die
in diesem Bericht dargestellten Prüfungen sind die Bestimmungen für die Verleihung und Führung des Prüf­zeichens „DLG-Qualitätssiegel für Hygieneeinstreu und Einstreumaterialien“, Stand Januar 2017.

Beurteilung – kurz gefasst

Das hier geprüfte Stalleinstreupulver BERGO® CuraDes primo wurde im Labor auf Wasseraufnahmekapazität, Rutschfestigkeit, Staubentwicklung, Korrosionseigenschaften, Hygienewirkung und in der Praxis auf Haut­verträglichkeit bei Kühen und Schweinen untersucht.

Tabelle 1:  Ergebnisse im Überblick

Prüfmerkmal DLG Anforderung Prüfergebnis Bewertung
Wasseraufnahme-
kapazität
Wasseraufnahme:
> 0,5 g je g TM
0,53 g je g TM Anforderung erfüllt
Rutschfestigkeit Gleitreibbeiwert: > 0,45 µ nach Einsatz BERGO® CuraDes primo
– Gummimatte, trocken: 0,68 µ
– Gummimatte, nass: 0,52 µ
– Gummimatte mit Schaumstoff, trocken: 0,55 µ
– Gummimatte mit Schaumstoff, nass: 0,52 µ
Anforderung erfüllt
Staubentwicklung Einstufung: staubend oder besser – einatembarer Staub: 159 mg/kg (= staubarm)
– thorakaler Staub: 131 mg/kg (= gering staubend)
– alvoelargängiger Staub: 36 mg/kg (= gering staubend)
Anforderung erfüllt
Korrosions­eigenschaften verzinkter Stahl
Masseverluste: < 0,35 g/(m² · 24 h)
keine örtlich begrenzte Korrosion
elastischer Bodenbelag
Abweichung in Gewicht,
Abmessungen und Shore A-Härte: < 10 %
verzinkter Stahl
Masseverluste
– 0,02 g/(m² · 24 h) im 24 h-Test
– 0,25 g/(m² · 24 h) im 28 h-Test
Eine örtlich begrenzte Korrosion ist nicht auf­getreten.
elastischer Bodenbelag
Prüfdauer 24 h
– Gewicht: < 1 %
– Dicke: < 1 %
– Shore-A: -1,4 %
Prüfdauer 28 h
– Gewicht: < 1 %
– Dicke: -< 1 %
– Shore-A: -1,6 %
Anforderung erfüllt
Hygienewirkung Verminderung der Lebendkeimzahl (R)/ml: mind. 10² Verminderung der Lebendkeimzahl
– Staphylococcus aureus: 10<sup>4</sup>
– Enterococcus hirae: 10<sup>5</sup>
– Pseudomonas aeruginosa: 10<sup>5</sup>
– Proteus vulgaris: 10<sup>5</sup>
Anforderung erfüllt
Hautverträglichkeit bei Kühen keine negativen Einflüsse ver­ursacht durch das Produkt in der Versuchsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe
keine Hautveränderungen oder Unverträglichkeiten
In der Versuchsgruppe wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe keine negativen Einflüsse verursacht. Hautveränderungen oder Unverträglichkeiten traten nicht auf. Anforderung erfüllt
Hautverträglichkeit bei Schweinen keine negativen Einflüsse ver­ursacht durch das Produkt in den Versuchsgruppen im Vergleich zu den Kontrollgruppen
keine Hautveränderungen oder Unverträglichkeiten
In den Versuchsgruppen wurden im Vergleich zu den Kontrollgruppe keine negativen Einflüsse verursacht. Hautveränderungen oder Unverträglichkeiten traten nicht auf. Anforderung erfüllt

Das Produkt

Beschreibung

Alkalisches hellgraues Einstreumittel aus Calcium­hydroxid Ca(OH)2 und Calciumcarbonat CaCO3 zur Hygienisierung des Lauf- und Liegebereichs von Rindern und Schweinen.

GefahrenhinweisBestandteile von BERGO® CuraDes primo können bei nicht sachgerechter Anwendung zu Gesundheitsschäden führen. CLP-Einstufung: Skin Irrit 2, Eye Dam 1, STOT SE 3.
Gefahrenhinweise für den Menschen

  • H 315 Verursacht Hautreizungen
  • H 318 Verursacht schwere Augenschäden
  • H 335 Kann die Atemwege reizen

Die Methode

Mikrobiologische Eingangsuntersuchung

Die mikrobiologische Beschaffenheit des Produktes wird im Labor untersucht. Dazu wird die Gesamtkeimzahl des Produktes mit dem Oberflächenspatelverfahren bestimmt.

Wasseraufnahmekapazität

Die Bestimmung der Wasseraufnahme wird nach einer von der DLG entwickelten Methode durchgeführt. Es werden fünf Proben in wasserdurchlässigen Beuteln für 24 Stunden in ein Wasserbad gelegt. Nach den 24 Stunden werden die Probenbeutel entnommen, zehn Minuten abtropfen lassen und gewogen (Frischmasse). Anschließend werden sie für 24 Stunden in einem Trockenschrank bei 105 °C getrocknet und danach erneut gewogen (Trockenmasse). Die trockenmassebezogene Wasserkapazität (WKTM) in g Wasser je g Trockenmasse (TM) wird aus der Gewichtsdifferenz von Frischmasse und Trockenmasse, bezogen auf die Trockenmasse berechnet [(Frischmasse-Trockenmasse)/Trockenmasse = Wasserkapazität pro g TM)].

 

Rutschfestigkeit

Zur Ermittlung der Rutschfestigkeit werden Gleitzugversuche mit einem runden Kunststofffuß (Aufstandsfläche ca. 75 cm²), mit einer Gleitgeschwindigkeit des Kunststofffußes von 20 mm/s auf zwei unterschiedlichen Liegeboxenbelägen für Rinder (beide DLG geprüft) durchgeführt. Dabei wird der zu überwindende Reibwiderstand zwischen Kunststofffuß und Bodenbelag gemessen. Als Bodenbeläge werden eine Gummimatte mit Schaumstoffunterlage (Verformbarkeit über 20 mm, Oberfläche Siebdruckartig) und eine Gummimatte (Verformbarkeit unter 15 mm, Oberfläche Hammerschlag) verwendet.

Staubentwicklung

Die Ermittlung des Verstaubungsverhaltens erfolgt gemäß DIN EN 15051 mit der Methode A (Trommelverfahren) und nachgeschaltetem Kompaktor.

Hautverträglichkeit

Die Hautverträglichkeit des Produktes wird mind. bei einer Tierart (Rind, Schwein oder Geflügel) in einem Einsatzbetrieb untersucht.

Hautverträglichkeit Rind

Die Untersuchungen wurden in der LVA Neumühle durchgeführt. Es wurden eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe mit je 11 Rindern untersucht. Die Tiere wurden vor Einsatz des Einstreupulvers (1. Besuch) sowie vier (2. Besuch) und acht Wochen (3. Besuch) nach Einsatz des Einstreupulvers auf äußerlich sichtbare Schäden im Gelenksbereich und an den Zitzen untersucht. Die Bonitierung umfasste die linke und rechte Körperhälfte und konzentrierte sich dabei auf die 10 beim Liegen exponierten Stellen sowie die Zitzen. Nach Herstellerangaben wurden ca. 100 g Einstreu je m² Liegefläche dreimal pro Woche aus­gebracht. Die Bonitierung erfolgte nach einem festgelegten Schema (Tabelle 2). Die Befunde wurden nach einem Scoresystem von 0 bis 3 klassifiziert (Tabelle 2).

Tabelle 2: Bewertung der Befunde – Hautverträglichkeit Rind

Befund Einstufung Score
ohne besonderen Befund keine Veränderungen  
leichte Hautveränderung, z.B. leichte Rötung, einzelne oberflächliche Kratzer oder schuppige Haut geringgradige Veränderungen 1
Gesäuge: leichte Rötung, kleine Kratzer geringgradige Veränderungen 1
deutliche Hautveränderungen, z.B. tiefere oder großflächige Verletzungen der Haut mittelgradige Veränderungen 2
Gesäuge: tiefere oder großflächigere Veränderungen mittelgradige Veränderungen 2
starke Hautveränderungen oder Verletzungen hochgradige Veränderungen 3
Gesäuge: Starke Veränderungen hochgradige Veränderungen 3

Hautverträglichkeit Schwein

In einem Ferkelerzeugerbetrieb im Landkreis Vechta wurden eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe mit je 8 Sauen und ihren 100 Ferkel bzgl. Hautverträglichkeit des Einstreumittels untersucht. Die Untersuchung erfolgte durch den Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die beiden Gruppen befanden sich in einem 32er Abferkelabteil. Das Einstreupulver wurde an den ersten drei Tagen nach dem Abferkeln täglich ausgebracht. Danach bis zum Absetzen nach drei Wochen alle zwei Tage.

Im Rahmen von fünf Kontrollbesuchen durch eine Fachtierärztin für Schweine wurde der Zustand von Haut und Haarkleid der Sauen und Ferkel, der Zustand des Gesäuges und das Auftreten von Juckreiz untersucht. Der erste Kontrollbesuch erfolgte vor dem Abferkeln, um den Ausgangszustand der Sauen zu dokumentieren. Während der Säugezeit fanden vier Besuche statt. Der letzte Besuch einen Tag vor dem Absetzen der Ferkel.

Der Zustand von Haut, Haarkleid und Gesäuge wurde nach einem Score von 0 bis 3 bewertet (Tabelle 3).

Korrosionseigenschaften

Die Prüfung erfolgt im Laborversuch. Das Produkt wird in der vom Hersteller bzw. Vertreiber empfohlenen Anwendung eingesetzt.
Die Produkte werden hinsichtlich ihres Korrosionsverhaltens gegenüber jeweils 6 Prüfmustern aus verzinktem Stahl und Gummi geprüft.

  • Prüfbleche aus verzinktem Stahl, Abmessungen: 100 mm x 50 mm x 1- 2 mm, Reinzinkauflage: 20 - 25 μm.
  • Prüfkörper aus einem elastischen Bodenbelag (Gummimatte) Muster 50 mm x 50 mm x 10 mm.

Die Versuchsdauer beträgt für beide Prüfvarianten 24 h und 28 d, wobei das Produkt im 28 d-Test wöchentlich neu aufgetragen wird.

Hygienewirkung

Zur Ermittlung der Hygienewirkung einer Hygiene­einstreu wird im Labor die bakterizide Wirkung bei hoher organischer Belastung nach DIN EN 14349 (Phase 2/Stufe 2 Test), Ausgabe: 2004, geprüft: „Chemische Desinfektionsmittel und Antiseptika – Quantitativer Oberflächenversuch zur Bestimmung der bakteriziden Wirkung chemischer Desinfektionsmittel und Antiseptika für den Veterinärbereich auf nicht-porösen Oberflächen ohne mechanische Wirkung – Prüfverfahren und Anforderungen ­(Phase 2/Stufe 2). Die Untersuchungen nach DIN/EN 14349 wird mit hoher (10 g Rinderalbumin/l +10 g Hefeex­trakt/l) organischer Belastung bei 60 Minuten Einwirkzeit durchgeführt. Prüftemperatur 10 °C + 1 °C“.

Kontinuierliche DLG-Überwachungsprüfung

Die Produktqualität wird gemäß DLG-Bestimmungen jährlich durch eine DLG-Überwachungsprüfung kontrolliert.

Tabelle 3: Bewertung der Befunde – Hautveränderung Schwein (Haut, Haarkleid und Gesäuge)

Befund Einstufung Score
ohne besonderen Befund keine Veränderungen  
leichte Hautveränderung, z.B. leichte Rötung, einzelne oberflächliche Kratzer oder schuppige Haut geringgradige Veränderungen 1
Gesäuge: leichte Rötung, kleine Kratzer geringgradige Veränderungen 1
deutliche Hautveränderungen, z.B. tiefere oder großflächige Verletzungen der Haut mittelgradige Veränderungen 2
Gesäuge: tiefere oder großflächigere Veränderungen mittelgradige Veränderungen 2
starke Hautveränderungen oder Verletzungen hochgradige Veränderungen 3
Gesäuge: Starke Veränderungen hochgradige Veränderungen 3

Das Auftreten von Juckreiz wurde mit einem Score von 0 bis 3 bewertet:
0 = kein Juckreiz, 1 = leichter Juckreiz, 2 = deutlicher Juckreiz, 3 = starker Juckreiz

Die Testergebnisse im Detail

Mikrobiologische Eingangsuntersuchung

Eine mikrobiologische Eingangsuntersuchung ergab keine Beanstandung. Die Durchführung der Untersuchung erfolgte durch ATK-Hygiene, Hüttenweg 18, 16230 Chorin

Wasseraufnahmekapazität

Das Produkt hat eine Wasseraufnahmekapazität von 0,53 g je g TM. Die Anforderungen für Hygieneeinstreu werden erfüllt.

Rutschfestigkeit

Die Ergebnisse der Rutschfestigkeitsmessungen sind in Tabelle 4 und 5 dargestellt. Die gemessenen Gleitreibbeiwerte (μ) liegen nach Einsatz des Einstreupulvers BERGO® CuraDes primo über dem Grenzwert von 0,45 μ, somit werden die  Anforderungen erfüllt.

Staubentwicklung

Die Durchführung der Untersuchung erfolgte durch SGS Institut Fresenius, Goerzallee 305A, 14167 Berlin. Die Auswertung erfolgt gemäß der Einteilung nach DIN EN 15051 (siehe Tabelle 4). Die Anforderung gilt als bestanden, wenn das Produkt in der Klassifizierungen nach den drei Staubfraktionen jeweils maximal als staubend oder besser eingestuft wird. Produkte, die mit stark staubend eingestuft werden, erhalten kein DLG-Qualitätssiegel. Die Anforderung bzgl. Staubentwicklung werden vom Einstreupulver BERGO® CuraDes primo erfüllt.

Tabelle 4: Gummimatte mit Schaumstoffunterlage (GS) – Rutschfestigkeit mit und ohne Einstreupulver

Einstreumenge Zustand der Oberfläche mittlerer Gleitreibbeiwert
GS ohne Einstreu trocken 0,50 µ
GS mit 150 g/m² BERGO® CuraDes primo trocken 0,55 µ
GS ohne Einstreu nass 0,51 µ
GS mit 150 g/m² BERGO® CuraDes primo nass (ca. 70 g Wasser/m²) 0,52 µ

Tabelle 5: Gummimatte (GM) – Rutschfestigkeit mit und ohne Einstreupulver

Einstreumenge Zustand der Oberfläche mittlerer Gleitreibbeiwert
GM ohne Einstreu trocken 0,54 µ
GM mit 150 g/m² BERGO® CuraDes primo trocken 0,68 µ
GM ohne Einstreu nass 0,48 µ
GM mit 150 g/m² BERGO® CuraDes primo nass (ca. 70 g Wasser/m²) 0,52 µ

Tabelle 6: Einteilung der Staubklassen nach DIN EN 15051

Staubklasse Bewertung einatembarer Staub thorakaler Staub alvoelargängiger Staub
staubarm + + < 200 mg/kg < 40 mg/kg < 10 mg/kg
gering staubend + 200 bis 1.000 mg/kg 40 bis 200 mg/kg > 10 bis 50 mg/kg
staubend o > 1.000 bis 5000 mg/kg > 200 bis 1.000 mg/kg > 50 bis 250 mg/kg

Tabelle 7: Ergebnis Staubentwicklung BERGO® CuraDes primo

einatembarer Staub thorakaler Staub alvoelargängiger Staub
159 mg/kg (staubarm) 131 mg/kg (gering staubarm) 36 mg/kg (gering staubend)

Hautverträglichkeit

Hautverträglichkeit Rind

Die Beurteilung der Gelenke und Zitzen ergab in der Versuchsgruppe durchschnittliche Scores von 1,91 vor Einsatz des Einstreupulvers und 1,73 bzw. 1,64 nach vier bzw. acht Wochen Einsatz des Einstreupulvers.

In der Kontrollgruppe ergab die Beurteilung der Gelenke und Zitzen durchschnittliche Scores von 1,86 vor Einsatz des Einstreupulvers und 2,09 bzw. 2,00 nach vier bzw. acht Wochen Einsatz des Einstreupulvers.

Die Anforderungen bzgl. Hautverträglichkeit bei Rindern werden erfüllt. In der Versuchsgruppe wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe durch das Produkt BERGO® CuraDes primo keine negativen Einflüsse verursacht. Es war keine nachteilige Beeinflussung der Euter- und Zitzenhaut erkennbar, Hautveränderungen oder Unverträglichkeiten traten nicht auf.

Hautverträglichkeit Schwein

Die Durchführung der Untersuchung erfolgte durch den Schweinegesundheitsdienst Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Sedanstraße 4, 26121 Oldenburg.

Die Beurteilung von Haut und Haarkleid der Sauen ergab in der Versuchsgruppe durchschnittliche Scores von 0,75 beim ersten Besuch bis 1,13 beim fünften Besuch. In der Kontrollgruppe hatten die Sauen tendenziell vergleichbare bzw. beim 3. und
4. Besuch etwas höhere Werte (0,75, 1,25).

Negative Einflüsse auf Haut und Haarkleid der Sauen durch das Einstreupulver BERGO® CuraDes primo waren nicht zu beobachten.

Die Beurteilung von Haut und Haarkleid der Ferkel ergab in der Versuchsgruppe durchschnittliche Scores von 0 beim ersten Besuch bis 0,63 beim zweiten Besuch. In der Kontrollgruppe hatten die Ferkel vergleichbare bzw. beim 3. und 4. Besuch etwas höhere Werte (0,50, 0,63). Negative Einflüsse auf Haut und Haarkleid der Ferkel durch das Einstreupulver BERGO® CuraDes primo waren nicht zu beobachten.

Die Beurteilung des Gesäuges der Sauen ergab in der Versuchsgruppe durchschnittliche Scores von 0,25 beim vierten Besuch bis 0,75 beim fünften Besuch. In der Kontrollgruppe hatte die Bewertung des Gesäuges tendenziell vergleichbare Werte (0,38 bis 0,75).

Negative Einflüsse auf das Gesäuge der Sauen durch das Einstreupulver BERGO® CuraDes primo waren nicht zu beobachten. Juckreiz wurde weder bei den Sauen noch bei den Ferkeln beobachtet.

Die regelmäßige Anwendung der Einstreu BERGO® CuraDes primo während der Säugeperiode von drei Wochen im Abferkelstall führte zu keinen Hautveränderungen bei den Sauen oder Ferkeln, die auf die Einstreu zurückzuführen wären.

Die Anforderungen bzgl. Hautverträglichkeit bei Schweinen werden erfüllt. In den Versuchsgruppen wurden im Vergleich zu den Kontrollgruppen durch das Produkt BERGO® CuraDes primo keine negativen Einflüsse verursacht. Hautveränderungen oder Unverträglichkeiten traten nicht auf.

Korrosionseigenschaften

Die Anforderungen werden erfüllt. Beim elastischen Bodenbelag lagen Gewicht, Abmessungen und Shore-Härte nach Einwirkung des Produkts deutlich unter einer Abweichung von 10 % vom Ausgangszustand. Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 dargestellt. Beim verzinkten Stahl wurden ein Masseverlust von 0,02 g/(m² ∙ 24 h) im 24 h-Test und von 0,253 g/(m² ∙ 24 h) im 28 h-Test festgestellt. Eine örtlich begrenzte Korrosion ist nicht aufgetreten.

Hygienewirkung

Die Durchführung der Unter­suchung erfolgte durch ATK-Hygiene, Hüttenweg 18, 16230 Chorin. Die Anforderungen werden erfüllt. In Tabelle 9 ist die Verminderung der Lebendkeimzahl (R)/ml bei einer Prüfkonzentration von 60 % g/v bei hoher organischer Belastung dargestellt.

Tabelle 8: Elastischer Bodenbelag – pro- zentuale Abweichung von Gewicht, Abmessungen und Shore- Härte vom Ausgangszustand nach Einwirkung des Produkts

Elastischer Bodenbelag Abweichung vom Ausgangszustand
Prüfdauer 24 h  
Gewicht < 1  %
Dicke < 1  %
Shore -1,4  %
Prüfdauer 28 h  
Gewicht < 1  %
Dicke < 1  %
Shore -1,6  %

Tabelle 9: Hygienewirkung bei hoher organischer Belastung, Einwirkzeit 60 Minuten (nach DIN/EN 14349)

Verminderung der Lebendkeimzahl (R)/ml in 10x 
PrüfkeimProduktkonzentration 60  % g/v
Staphylococcus aureus (ATCC 6538)104
Enterococcus hirae (ATCC 10541)105
Pseudomonas aeru­ginosa (ATCC 15442)105
Proteus vulgaris (ATCC 13315)105
Verminderung der Lebendkeimzahl (R)/ml in 10x 
PrüfkeimProduktkonzentration 60  % g/v
Staphylococcus aureus (ATCC 6538)104
Enterococcus hirae (ATCC 10541)105
Pseudomonas aeru­ginosa (ATCC 15442)105
Proteus vulgaris (ATCC 13315)105

Fazit

Die im vorliegenden Test geprüften Kriterien bewerten auf Basis von Labor- und Praxisuntersuchungen die Eigenschaften des Einstreupulvers BERGO® CuraDes primo. Das Einstreupulver BERGO® CuraDes primo plus hat die Anforderungen der Prüfbestimmungen hinsichtlich der untersuchten Kriterien erfüllt.

Anmelder und Prüfungsdurchführung

Anmelder

Bergophor Futtermittelfabrik
Dr. Berger GmbH & Co. KG, Kronacher Straße 13,
95326 Kulmbach

Kontakt
Telefon 09221 806-0,
Telefax 09221 806-188
service@bergophor.de 
www.bergophor.dehttp://www.desical.de

Prüfungsdurchführung

DLG e.V.,
Testzentrum Technik und Betriebsmittel,
Max-Eyth-Weg 1,
64823 Groß-Umstadt
 

DLG-Prüfrahmen
Qualitätssiegel-Test „Bestimmungen für die Ver­leihung und Führung des Qualitätssiegels ‚Kontinuierlich geprüft’ für Hygieneeinstreu und Einstreu­materialien“ (Stand 01/2017)

Fachgebiet
Betriebsmittel

Bereichsleiter

Dr. Michael Eise

Prüfingenieur(e)
Dr. Harald Reubold *

Spezialuntersuchungen
ATK-Hygiene, Hüttenweg18, 16230 Chorin
SGS Institut Fresenius, Goerzallee 305A, 14167 Berlin
Schweinegesundheitsdienst Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Sedanstraße 4, 26121 Oldenburg

*    Berichterstatter

Kontakt

DLG Testzentrum Technik und Betriebsmittel • DLG TestService GmbH Standort Groß-Umstadt • Max-Eyth-Weg 1 • 64823 Groß-Umstadt • Tel: +49(0)69/24 788-600 Fax: +49(0)69/24 788-690 • tech@DLG.org