Diskrepanz zwischen Wünschen und Verhalten von Konsumenten 

Der DLG-Ausschuss Schwein tagte im Dezember 2025 in Berlin.

Zu seiner 38. Sitzung hat sich der DLG-Ausschuss Schwein vom 11. bis 12. Dezember 2025 in Berlin getroffen. Auf dem Programm stand zunächst die Besichtigung der Naturfleischerei „Hall of Meat“ in Wildau/Brandenburg. Betreiber ist das Unternehmen Meat Bringer GmbH. Mit dem im Speckgürtel von Berlin gelegenen Verkaufsraum spricht das Unternehmen den qualitätsbewussten Verbraucher an und bietet sehr erfolgreich Schweine- und Rindfleisch, aber auch saisonales Geflügel im hochpreisigen Segment an. Die Haltung der Tiere ist extensiv, aber nicht zwangsläufig Bio. Die Schweine der Kreuzung Edelschwein/Duroc werden ausschließlich mit regionalem Futter gemästet und erreichen ein Schlachtgewicht von 180-240 kg. Geschäftsführer Olaf Mahr berichtete, dass mit der sich daraus ergebenden Kombination aus mehr Geschmack und besonderen „Special Cuts“ wie etwa Tomahawk-Steaks, 4 cm dicken Koteletts oder dem hierzulande eher unbekannten „Secreto“ ein interessantes Kundenklientel erschlossen werden konnten. Vom guten Geschmack konnte sich der Ausschuss bei einem Tasting überzeugen. Wöchentlich werden 40 Schweine ausschließlich als Tiefkühl-Ware vermarktet.

Eine Gruppe Menschen steht vor einem Fleischregal
Meat-Bringer-Geschäftsführer Olaf Mahr (Mitte) erläutert den Ausschuss-Mitgliedern seine „Special Cuts“. Fotos: privat
Menschen sitzen um einen Tisch in einer Arbeitssituation
Roger Fechler vom Deutschen Bauernverband (2. von li.) im Gespräch mit den Mitgliedern des DLG-Ausschusses Schwein.

Wöchentlich werden bei Meat Bringer 40 Schweine ausschließlich als Tiefkühl-Ware vermarktet.

Um aktuelle Fragestellungen und die Zunftsperspektiven der Schweinehaltung in Deutschland ging es in einem intensiven Austausch der Mitglieder mit Roger Fechler, Leiter des Fachbereichs Tierische Erzeugung beim Deutschen Bauernverband (DBV). 
Über Tierschutzfragen und die Diskrepanz zwischen Verbraucherwünschen und Konsumentenverhalten diskutierte der Ausschuss anschließend mit Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.