DLG e.V. - Fachinfos - Rinder

Fachinfos - Rinder

In diesem Bereich finden Sie eine wachsende Sammlung aktueller Fachinformationen zum Thema Rinder. Mit Neuigkeiten, Zahlen und Fakten sowie Hintergrundberichten aus unterschiedlichen Quellen.

Schätzgleichungen Rind Grobfutterleguminosen

In den vergangenen Jahren hat der Anbau reiner Bestände von Leguminosen wie Luzerne, Rot- und Weißklee zur Grobfuttergewinnung an Bedeutung gewonnen. Dies ist vor allem für eine wirtschaftseigene Proteinversorgung der Wiederkäuer, aber auch zur Verbesserung der Versorgung mit strukturwirksamen Grobfuttermitteln relevant. Bei der Verwendung von Grobfutterleguminosen in der Rationsplanung ist eine Einschätzung ihres Energiewertes notwendig. In Auswertungen des Datenmaterials, das nachfolgend beschrieben wird, hatte sich ergeben, dass bei Anwendung der Gleichungen, die zur Schätzung der Umsetzbaren Energie (ME) für Gras und Grasprodukte empfohlen werden (GfE 2008), eine hinreichend genaue Schätzung der ME von Grobfutterleguminosen nicht möglich war. Es wurden daher Schätzgleichungen speziell für Grobfutterleguminosen abgeleitet. Hierzu standen Daten aus verschiedenen Institutionen und Regionen Deutschlands sowie aus der Schweiz zur Verfügung, die aus Verdaulichkeitsversuchen mit Luzerne, Rot- und Weißklee sowie Esparsette stammen und deren Inhaltsstoffe über einen sehr weiten Bereich variierten (Losand et al. 2013). Unabhängig von der ME-Schätzung wurden auch Gleichungen zur Schätzung der Verdaulichkeit der Organischen Substanz (VQOS) abgeleitet.

Proteinwert der Rapsprodukte beim Rind neu gefasst

Aus der Sicht der Fütterungspraxis ist die Bewertung bei den klassischen Eiweißfuttermitteln Raps- und Sojaextraktionsschrot von besonderem Interesse. Auf der Grundlage umfangreicher Untersuchungen ist in 2002 eine Anpassung der Bewertung dieser beiden Futtermittel vorgenommen worden (Südekum und Spiekers, 2002). Die vorliegenden Ergebnisse führten zu der Empfehlung für Raps- und Sojaextraktionsschrot einen UDP-Anteil am Rohprotein von 30 % zu unterstellen. In der Fütterungspraxis war die Empfehlung sehr erfolgreich. Der Einsatz von Rapsextraktionsschrot nahm in der Folge entsprechend zu. 

Weitere Untersuchungen insbesondere mit Rapsprodukten führten zu der Frage, ob die Eiweißwertigkeit beim Rapsextraktionsschrot nicht unterschätzt und die von nicht wärmebehandelten Rapskuchen überschätzt werden. Vom DLG-Arbeitskreis Futter und Fütterung wurde daraufhin eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die vorliegenden Ergebnisse sichten und wichten soll. Es wurden alle neueren Arbeiten recherchiert und teils gezielt noch nicht publizierte Daten nachgefragt. Die Recherche bezog sich auf die im Milchviehbereich üblichen Eiweißfuttermittel.

Empfehlungen zur Tränke von jungen Aufzuchtkälbern mit Milchaustauschern

In der Kälberaufzucht soll das Wachstumspotential der jungen Kälber optimal ausgenutzt werden. Wegen der noch unterentwickelten Vormagenfunktion ist das junge Kalb zwingend auf Milchprodukte angewiesen. Zur Reduzierung der Aufzuchtkosten soll nach derzeitigen Beratungsempfehlungen der Milchaustauscherverbrauch durch zeitlich und mengenmäßig begrenzte Tränkegaben auf weniger als 30 kg Milchaustauscher (MAT) je Aufzuchtkalb begrenzt werden. Hierzu werden in der Regel 6 l Tränkemenge mit einer MAT-Konzentration von 100 – 125 g/l in den ersten 4 – 6 Lebenswochen angeboten, um anschließend bis zur 8. – 10. Lebenswoche die Kälber von der Milchtränke zu entwöhnen. In dieser Empfehlung werden die Ergebnisse von mehreren Fütterungsversuchen zur Kälberaufzucht vorgestellt.

Energiebestimmung für Grassilagen

Im Jahr 2009 wurden bei fünf Grassilagen Verdaulichkeitsmessungen mit anschließender Energieberechnung durchgeführt. Die Silagen wurden in Praxisbetrieben aus den verschiedenen Naturräumen in NRW vom 1. Aufwuchs erstellt. Die Ergebnisse sind in der Veröffentlichung nachzulesen.

Verdaulichkeitsmessung an Weizen-GPS

Getreideganzpflanzensilagen (GPS) besitzen für die Wiederkäuerfütterung eine nicht unerhebliche Bedeutung. Insbesondere in Jahren mit knapper Grobfutterversorgung ist GPS ein häufig genutztes Mittel, um die Futtervorräte zu verbessern. Auch wird GPS zunehmend für die Fermentation in Biogasanlagen genutzt. Für die Ableitung einer Energieschätzgleichung für GPS fehlt es bisher bundesweit an einer ausreichenden Anzahl an Verdauungsversuchen mit diesem Futter aus den unterschiedlichsten Regionen. Vor diesem Hintergrund wurden in 2006 drei GPS aus Weizen getestet.

Zulagenversuch mit Rapskuchen

Rapskuchen entsteht, wenn dem Rapssamen das Öl über Pressen entzogen wird. Je nach Auspressgrad vermindert sich der Rohfettgehalt von etwa 440 g/kg TM im Rapssamen auf 100 bis 220 g/kg TM im Rapskuchen. Im Einzelfall können sich sowohl niedrigere als auch höhere Werte ergeben. In dieser Veröffentlichung werden die Ergebnisse eines Verdauungsversuchs und die Verdaulichkeit von Rapskuchen präsentiert.

Bestimmung des energetischen Futterwertes von Roter Beete

Der Anbau von Roter Beete im Feldgemüsebau erfolgt in aller Regel zum Zweck der Lebensmittelgewinnung für die menschliche Ernährung. Bei größerer Überproduktion wird Rote Beete aber auch an Wiederkäuer verfüttert. Über den energetischen Futterwert der Roten Beete liegen keine Informationen vor. Aus diesem Grund wurden im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick, Kleve, Verdaulichkeitsmessungen vorgenommen.

Futterwert von Nebenprodukten der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben

Vier Futter, die als Nebenprodukte bei der Zuckerrübenverarbeitung anfallen, wurden einer energetischen Futterwertprüfung unterzogen. Es handelt sich dabei um Pressschnitzelsilage, Rübenkleinteile sowie zwei Futter, die aus Mischungen mit den beiden erstgenannten Futtern entstanden sind.

Messung der Verdaulichkeit und des Energiewertes von proteingeschütztem HP-Sojaextraktionsschrot

Sojaextraktionsschrot besitzt für die Proteinversorgung landwirtschaftlicher Nutztiere einen hohen Stellenwert. Wird die Sojabohne vor der Ölextraktion geschält, entsteht ein schalenarmes Sojaextraktionsschrot, welches im Handel als High-Protein-Ware (HP-Soja) vermarktet wird. Durch verschiedene technologische Verfahren kann ein verminderter bakterieller Proteinabbau im Pansen erreicht werden, wodurch die Gehalte an nutzbarem Rohprotein am Dünndarm (nXP) in dem Futter ansteigen. An einem HP-Sojaextraktionsschrot sowie einem HP-Sojaextraktionsschrot mit Proteinschutz durch Polymethylharnstoff und Erhitzung mit Wasserdampf wurden Verdaulichkeitsmessungen gemäß der Vorgabe der GfE (1991) durchgeführt und anschließend der Energiegehalt aus den verdaulichen Nährstoffen bestimmt. Die Ergebnisse der Untersuchungen finden sich in der nachstehenden Veröffentlichung.

Verdaulichkeitsmessung mit Weizen, Körnern

Es wurden drei verschiedene Weizenchargen geprüft. Bei der Probe 1 handelt es sich um Weizen, der auf den Ackerflächen von Haus Riswick, Kleve angebaut wurde. Die Proben 2 und 3 wurden von zwei verschiedenen Mischfutterwerken zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um repräsentative Probenmuster aus verschiedenen Chargen, die im Rahmen der Wareneingangskontrolle gezogen wurden, so dass ein Gemisch aus verschiedensten Sorten und Anbauverhältnissen zur Prüfung kam. Ermittelt wurden jeweils der Rohnährstoffgehalt, der Energiewert und die Verdaulichkeit.

Bestimmung der Verdaulichkeit und des Energiegehaltes von Weizenkleberfutter

Gemäß Positivliste ist Weizenkleberfutter ein Futter, welches bei der Stärke- und Klebergewinnung aus Weizen entsteht. Weizenkleberfutter enthält Kleie, Kleber und Pülpe in unter-schiedlichen Anteilen. Unterschiede im Herstellungsprozess sowie in den Anteilen der verschiedenen Weizenbestandteile haben differierende Rohnährstoffgehalte und Verdaulichkeitswerte zur Folge. Die Positivliste bestimmt, dass beim Handel mit Weizenkleberfutter die Gehalte an Rohfett, Rohprotein und Stärke anzugeben sind. 

Die Bestimmung der Verdaulichkeit und des Energiegehaltes erfolgte im Differenzversuch entsprechend der Vorgaben der GfE (1991) zur Durchführung von Verdaulichkeitsmessungen an Wiederkäuern.

Empfehlungen zur Fütterung von Mutterkühen und deren Nachzucht

In Deutschland gab es bisher nur regionale Empfehlungen zur Fütterung von Mutterkühen und deren Nachzucht. Eine Arbeitsgruppe der DLG hat nun einheitliche Empfehlungen zur Versorgung der Tiere mit Energie und Nährstoffen erarbeitet. Die Empfehlungen zur Energieversorgung werden sowohl in Umsetzbarer Energie (ME) () als auch in Nettoenergie-Laktation (NEL) angegeben, um Milchviehhaltern den Einstieg in die Mutterkuhhaltung zu erleichtern. Es werden keine rassenspezifischen Empfehlungen gegeben, sondern es erfolgt eine Einteilung nach dem Lebendgewicht der Mutterkühe.

Einsatz von Futtermittel-Zusatzstoffen im landwirtschaftlichen Betrieb, Teil 2: Harnstoff und seine Derivate

Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft (ZDL)

Futtermittelzusatzstoffe unterliegen einem gesetzlich geregelten Zulassungsverfahren gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003. Sie haben sehr unterschiedliche Eigenschaften und Funktionsweisen. Sie werden daher entsprechend ihrer Hauptfunktion(en) einer oder mehreren Funktionsgruppen innerhalb fünf verschiedener Kategorien zugeordnet. In der nachfolgenden Übersicht werden u. a. FM-Zusatzstoffe definiert, allgemeine Anforderungen an FM-Zusatzstoffe formuliert und spezielle Informationen zum Einsatz und zur Handhabung von Futterharnstoff vermittelt.

Neue Gleichungen zur Schätzung der Umsetzbaren Energie von Mischfutter für Rinder

Gemäß GfE (2001) ist die Umsetzbare Energie (ME) der generelle Maßstab zur Energiebewertung beim Wiederkäuer. Die Berechnung des ME-Gehaltes eines Futtermittels erfolgt dabei aus den verdaulichen Rohnährstoffen nach einer Gleichung der GfE aus dem Jahr 1995. Für Milchkühe erfolgt die energetische Bewertung auf Basis der Nettoenergie Laktation (NEL), die unter Berücksichtigung der Umsetzbarkeit und des Teilwirkungsgrades aus der ME berechnet wird. Im Jahr 1996 wurden von der GfE Schätzgleichungen für die NEL- und den ME-Gehalt in Wiederkäuermischfuttern auf Basis der Rohnährstoffe veröffentlicht. Diese Gleichungen fanden auch Berücksichtigung in der derzeit gültigen Futtermittelverordnung. In dieser Studie wurden 8 Schätzgleichungen untersucht und miteinander verglichen. 

Stärkebeständigkeit für silierte Maisprodukte

Für die Rationsplanung ist die Kalkulation der Versorgung mit pansenstabiler/ beständiger Stärke von Bedeutung. Die Stärkebeständigkeit für Maissilage wird bisher in Anlehnung an CVB (1999) in Abhängigkeit vom Stärkegehalt festgelegt, wobei für Stärkegehalte ab 30 % eine konstante Beständigkeit von 30 % angenommen wird. Auf Grund aktueller deutscher, französischer und dänischer in situ und in vivo Untersuchungen ergeben sich neue Erkenntnisse für die Beständigkeit der Stärke in silierten Maisprodukten. Da die Maissilage in vielen Milchkuh-Rationen das mengenmäßig wichtigste Grobfutter ist, ergeben sich bei der Anpassung der Werte für die Stärkebeständigkeit erhebliche Konsequenzen für die rechnerischen Gehalte an beständiger Stärke. Daher werden in der nachfolgenden Veröffentlichung Empfehlungen für die Rationsplanung ausgesprochen.

Futteraufnahme milchkuh06

Eine fundierte Rationsplanung basiert auf den Kenntnissen zum Bedarf der Kuh auf der einen Seite und der sachgerechten Abschätzung der Versorgung auf der anderen Seite. Für die Versorgung ist neben der Futterqualität die Höhe der Futteraufnahme die entscheidende Größe. Die vorliegende Schrift stellt das für die Rationsplanung relevante Wissen zu den Einflussgrößen auf die Futteraufnahme und den Möglichkeiten zur Schätzung in der Praxis dar.

Abschätzen der Futteraufnahme beim Rind „Einsatz der neuen Schätzgleichung“

Propylenglykol

Propylenglykol (PG) wird mittlerweile in vielen Milchviehbetrieben eingesetzt. In einer Erhebung der DLG zum Forum Spitzenbetriebe Milcherzeugung gaben über die Hälfte der Betriebsleiter an, PG bei ihren Milchkühen einzusetzen (Spiekers, 2004). In dieser Veröffentlichung werden folgende Fragen beantwortet:

• Was ist Propylenglykol?

• Wie wirkt es?

• Welche Einsatzmengen gibt es?

• Mit welchem Energiegehalt rechnen?

• Wie ist PG futtermittelrechtlich zu bewerten?

• Ist der Einsatz wirtschaftlich?

Vorgehen in der Rationsplanung bestätigt! Additivität der Energie- und Nährstoffgehalte in Mischrationen gegeben

Für die Rationsplanung wird die Additivität der Energie- und Nährstoffgehalte aus den Einzelkomponenten vorausgesetzt. Zur Prüfung dieser Aussage wurden 13 Mischrationen für Milchkühe oder Mastbullen auf ihre Verdaulichkeit an Hammeln untersucht. Die Rohnährstoffe und die Gasbildung wurden untersucht sowie die Energiegehalte der Komponenten geschätzt. Die Untersuchungsergebnisse sind in der Veröffentlichung einsehbar.

Schätzungen der ME in TMR für WK

Der Ausschuss für Bedarfsnormen hat auf der Grundlage einer Studie von Boguhn et al. (2003) eine Formel zur Schätzung der ME in TMR empfohlen. Für die Gültigkeit der Formel müssen entsprechende Grenzbereiche für das Rohprotein, das Rohfaser und Rohfett einge-halten werden. Die Grenzbereiche und die Formel sind in der nachstehenden Empfehlung einzusehen.

Fresseraufzucht

Mit 30 Fleckviehkälbern wurde ein Fresseraufzuchtversuch durchgeführt. Die Aufzuchtkonzepte unterschieden sich im Milchaustauscherverbrauch, in der Tränkedauer und in der Art des Kraftfutters. Die Aufzuchtkonzepte wurde anhand verschiedener Kennzahlen (u. a. Futterkosten pro kg Zuwachs) miteinander vergleichen.

Strukturwert und strukturierte Rohfaser in Milchviehrationen

Da bislang nur wenige Erfahrungen aus der Fütterungspraxis mit dem Strukturwert vorliegen, wurden in einer Versuchsreihe Daten aus Rationen erfasst, bei denen das Kriterium Strukturwert in die Planung einbezogen war. Ziel der Untersuchung war die Klärung der Frage, ob sich durch die Erhöhung des Kraftfutteranteils die Futteraufnahme ändert. Die Ergebnisse sind in dieser Veröffentlichung dargestellt.

Neue Futterwertzahlen zum Raps- und Sojaextraktionsschrot

Die tabellierten Proteinwerte von Sojaextraktionsschrot (SES) und Rapsextraktionsschrot RES) unterscheidet sich erheblich. Nach Angaben der DLG – Futterwerttabellen Wiederkäuer (Universität Hohenheim – Dokumentationsstelle 1997) enthält SES je nach Rohprotein-(XP)-Gehalt (510 beziehungsweise 485 g XP/kg Trockenmasse [T]) 308 beziehungsweise 298 g nutzbares XP am Duodenum (nXP) pro kg T, für RES („00“-Typ) beträgt der nXP-Gehalt nur 219 g/kg T. Auch der Anteil an im Pansen unabbaubarem Rohprotein (UDP) am XP liegt beim SES mit 35 % deutlich höher als beim RES (25 %). Neuere Fütterungsversuche an Milchkühen mit RES und SES in Kraftfuttermischungen mit unterschiedlichen Kohlenhydratträgern (Spiekers et al. 1998) und parallel dazu durchgeführte Untersuchungen zum Abbau des XP dieser Futtermittel im Pansen (Südekum et al. 1998) legten bereits den Schluss nahe, dass vor allem die deutlichen Unterschiede zwischen den tabellierten Abbaubarkeiten der beiden Extraktionsschrote zugunsten des SES nicht oder nicht mehr den derzeitigen Qualitä-ten entsprechen. Deshalb wurden im Rahmen eines größeren Projekts der Proteinwert von Raps- und Sojaextraktionsschrot umfassend geprüft.

Grundfutterleistung einheitlich berechnen!

Betriebszweigauswertungen haben u. a. zum Ziel, produktionstechnische Schwachstellen im Betrieb zu analysieren. Außerdem sollen im Rahmen von Betriebsvergleichen produktionstechnische Kennwerte direkt sowie in Relation zum wirtschaftlichen Erfolg beurteilt werden. In der Milchviehhaltung sind die Kennwerte „Grundfutterleistung“ und „Futterflächenleistung“ wichtige produktionstechnische Kennwerte. Um regionale und insbesondere auch überregionale Vergleiche zu ermöglichen, ist ein einheitliches Vorgehen bei der Berechnung dieser Kennwerte Voraussetzung. Aus Sicht der Fütterungsreferenten der Bundesländer und Land-wirtschaftskammern erscheint es deshalb unbedingt notwendig, den Berechnungsmodus erneut - wie bereits vor mehreren Jahren (Weiß, 1989) - zu definieren und vorzugeben. Mitglieder der Arbeitsgruppe: Andrea Meyer, Hannover; Thomas Bonsels, Kassel; Dr. Werner Lüp-ping, Kiel; Dr. Hubert Spiekers, Bonn; Dr. Jürgen Weiß, Kassel. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um eine wissenschaftliche Fragestellung, sondern ausschließlich um eine beratungsmethodische Maßnahme.

Maiskleberfuttersilage und Maiskleberfutter

Bei der Stärkegewinnung aus Mais fallen als Nebenprodukte Maiskleber oder Maiskleberfutter an. Der Maiskleber ist ein hochwertiger Eiweißträger mit im Mittel 64 % Rohprotein. Beim Maiskleberfutter schwanken die Qualitäten stark in Abhängigkeit vom Herstellungsverfahren. In den DLG-Futterwerttabellen erfolgt eine Unterscheidung der Qualitäten nach dem Rohproteingehalt, wobei die Spanne von 18 bis 47 % Rohprotein in der Trockenmasse (T) beträgt. Einsatz findet das Maiskleberfutter als Komponente im Milchleistungsfutter und im Ergänzungsfutter für Mastbullen. Neben dem Maiskleberfutter befindet sich als Einzelkomponente feuchtes Maiskleberfutter zur Silierung im Handel. Die DLG-Futterwerttabellen enthalten keine Angaben zur Maiskleberfuttersilage. Dies war Anlass zu einer Reihenuntersuchung in Haus Riswick mit Prüfung von insgesamt 3 Chargen. Die Ergebnisse sind in dieser Veröffentlichung dargestellt. 

Neue Ergebnisse zur energetischen Bewertung von Rapsextraktionsschrot in der Wiederkäuerfütterung

Ziel der flächendeckenden Beprobung (1999) von 13 verschiedenen in Deutschland hergestellten und gehandelten Rapsextraktionsschroten (RES) war eine aktuelle Ableitung des Energiegehaltes auf Basis der Verdaulichkeiten.

Energieschätzung beim Grobfutter passt!

Bei der Untersuchung von Gras- und Maissilage steht die Abschätzung der Energiegehalte im Vordergrund. Die Schätzgleichungen wurden 1996 bundesweit auf Basis der verfügbaren Verdaulichkeitsbestimmungen neu gefasst. Zur Überprüfung der Formeln wurden die in Haus Riswick seither durchgeführten Verdaulichkeitsbestimmungen an Hammeln herangezogen. Die Ergebnisse sind in dieser Veröffentlichung dargestellt.

Veröffentlichungen

Folgende DLG-Informationen zum Thema Tierernährung können als Druckversion bei der DLG e.V., Eschborner Landstrasse 122, 60489 Frankfurt; Tel.: 069-24788-0, Fax: 069-24788-110 oder unter info(at)dlg.org  bezogen werden.

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