Aktive Zerstörung von Samen im Mähdrescher: der Seed Terminator
Podcast Landtechnik aufs Ohr Episode 08
In dieser Folge von „Landtechnik aufs Ohr“ spricht Georg Horst Schuchmann, Projektleiter Landtechnik im DLG-Fachzentrum Landwirtschaft und Lebensmittel, mit den beiden Praktikern Magnus und Luis Fuchs über ihre Erfahrungen mit dem Seed Terminator – einer Hammermühle, die im Heck des Mähdreschers hinter dem Siebkasten montiert wird und Samen aktiv zerstört.
Die beiden berichten aus der Praxis und aus einem Forschungsprojekt, in dessen Rahmen die Technik validiert wird. Ihr Fazit: Der Seed Terminator kann ein wichtiger Baustein im Umgang mit Ungräsern und Unkräutern sein, weil er das Samenpotenzial auf den Flächen deutlich reduziert. Ausschlaggebend für die Anschaffung war für die jungen Landwirte jedoch vor allem, Verlustkörner aus dem Siebkasten zu zerstören – was das Auflaufen von Ausfallgetreide nach der Ernte spürbar verringert. Luis Fuchs beobachtet bei seinen Feldbegehungen zudem, dass sich Zwischenfrüchte nach der Getreideernte besser etablieren.
Magnus Fuchs schildert den Einbau am hofeigenen Rotormähdrescher, der vor dem Ersteinsatz rund zwei Tage in Anspruch nahm. Wie schnell die Adaption in der Praxis gelingt, hängt vor allem von der Siebkastenbreite und der Hinterachsenbreite ab. Nach einer Saison mit rund 200 Hektar Einsatzfläche ziehen die Brüder ein klares Fazit: Sie würden sich jederzeit wieder für die Technik entscheiden – die Arbeitsqualität überzeugt, der Wartungsaufwand ist gering. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass der Mähdrescher durch den Anbau etwas Bodenfreiheit verliert und durch die rotierenden Werkzeuge hörbar lauter wird.
Treten Sie mit Georg Schuchmann von der DLG in Kontakt: G.Schuchmann@dlg.org