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Das Jahr 2022 war einmal mehr geprägt von Hitze und Dürre. Gemeinden riefen den Wassernotstand aus. Obwohl die Ertragslage im Durchschnitt ordentlich war, fielen  Getreideerträge in betroffenen Regionen weit unter den Durchschnitt. Milchviehhalter füttern bereits seit dem Sommer Winterfutter.

Der Klimawandel führt zu einer „Heiß-Zeit“, in der vielerorts Dürren die Landwirtschaft prägen. Die bisher bekannte, ausreichende Wasserversorgung ist weniger sicher geworden. Ertragsrisiken in Ackerbau und Grünlandbewirtschaftung steigen. Auf der anderen Seite prognostizieren einige Studien jedoch eine geringe Beeinträchtigung der deutschen Landwirtschaft durch den Klimawandel. Die Klimaerwärmung erfordert von der Praxis neue Ideen zur Anpassung an die Klimafolgen und von allen mehr Klimaschutz. Doch bei der Gestaltung politischer Rahmenbedingungen müssen weitere Krisen – Ukraine-Krieg, Energieknappheit und Inflation – ins Kalkül genommen werden.

Die Rückstellung ökologischer Ziele wird ins Spiel gebracht. Politik und Praxis stellen sich zentrale Fragen: Wie verändern die in immer kürzer werdenden Abständen
auftretenden Dürren den Wasserhaushalt von Landschaften, und was heißt das für die Landwirtschaft und Politik? Welche Möglichkeiten bleiben der Praxis, Bewirtschaftungssysteme an die Dürre anzupassen? Ist regenerative Landwirtschaft die Lösung? Und: Sind Moratorien ökologischer Ziele in der Politik Problemlöser oder Brandbeschleuniger im Umfeld multipler Krisen? 

Die Vortragenden des DLG-Kolloquium „Landwirtschaft in der Heiß-Zeit“ diskutieren Lösungsansätze für Politik und Praxis. 
 

Tagungsprogramm (11:00 - 16:00 Uhr)

11:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Hubertus Paetow, Präsident der DLG

11:15 Uhr
Klima-, Energie-, Biodiversitäts- und Welternährungskrise: Welche Handlungsansätze gibt es für die Gestaltung einer resilienten Landwirtschaft?
Prof. Dr. Peter H. Feindt, Leiter des Fachgebiets Agrar- und Ernährungspolitik, Humboldt-Universität zu Berlin

12:00 Uhr
Dürre als Normalzustand: Wassereffiziente Landwirtschaft als Schlüssel für die Anpassung an Klimafolgen
PD Dr. Katrin Drastig, Leibniz Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), Potsdam

12:45 Uhr
Pause

13:45 Uhr
Mit regenerativer Landwirtschaft der Heiß-Zeit trotzen
Prof. Dr. Maria Finckh, Ökologische Agrarwissenschaften Universität Kassel

14:30 Uhr
Dürre und Hitze als standortprägende Parameter: Folgerungen aus Sicht der Praxis-Forschung
Siv Biada, Leiterin Internationales DLG-Pflanzenbauzentrum, Bernburg

15:15 Uhr
Vom Ausnahme- zum Normalzustand: Perspektiven für den Ackerbau unter Dürre-Bedingungen
Arlette Ostermeyer Wiethaup, Landwirtschaftsbetrieb Ostermeyer in Calbe

16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Datum

6. Dezember 2022

Tagungsort

Hotel Aquino
Tagungszentrum Katholische Akademie
Hannoversche Str. 5 b, 10115 Berlin
Tel. +49 30 284860
info@hotel-aquino.de, www.hotel-aquino.de 

Tagungsgebühr

Die Tagungsgebühr beträgt 70,– € inkl. der gültigen MwSt. (Studenten 40,– €). Die Tagungsgebühr wird vorab per Rechnung erhoben und umfasst die Teilnahme am  Fachprogramm sowie die während der Tagung angebotenen Speisen und Getränke.

Anmeldeschluss

30. November 2022

Ansprechpartnerin

Silke Springer, Tel. +49 69 24788-301,
Fax +49 69 24788-114, S.Springer@DLG.org 

Stornierung

Bei Stornierung nach dem Anmeldeschluss oder bei Nichterscheinen fällt die volle Tagungsgebühr an. Ersatzteilnehmer sind möglich.

Kontakt

DLG-Fachzentrum Landwirtschaft  • Dr. Achim Schaffner  • Tel.: + 49 (0) 69/24 788-321  • A.Schaffner@DLG.org