DLG-Förderpreise | 131 Women in Ag Award 2025 Die DLG und das Women in Ag Magazine haben jetzt die Siegerinnen des diesjährigen „Women in Ag Awards“ gekürt. Der Preis wird von einer internationalen Jury in den vier Kate- gorien „Agribusiness“, „Agriculture“, „Education“ sowie „Technology and Research“ verge- ben. Er würdigt die Arbeit von Frauen, die in der Landwirtschaft, im Agribusiness sowie in Hochschulen und Organisationen des landwirtschaftlichen Sektors tätig sind. Kategorie „Landwirtschaft“ 1. Platz: Joëlla Buhendwa, Gründerin und CEO von AstiFerme, leitet eine Initiative für zirkuläre Land- wirtschaft in Bukavu (Demokratische Republik Kongo), die organische Haushaltsabfälle durch die Zucht von Schwarzen Soldatenfliegen in hochwertiges Tierfutter und Dünger umwandelt. Ihr Modell reduziert Umweltverschmutzung, ersetzt importierte Proteine, senkt Emissionen und erhöht die Ernährungssi- cherheit. Mit ihrem Hintergrund in der Pflanzenproduktion und ihrem starken Engagement in der Ge- meinde stärkt Joëlla junge Menschen und marginalisierte Gruppen durch inklusive grüne Arbeitsplätze. Ihre Arbeit verwandelt Abfall in Proteine, Energie und Chancen – sie stellt Ökosysteme und die Men- schenwürde wieder her und treibt gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung voran. 2. Platz: Dr. Zeinab AL-Momany, Landwirtin und Aktivistin aus Ajloun, Jordanien, gründete die Specific Union of Women Farmers in Jordan, die erste Vereinigung dieser Art in der Region, die 5.000 Frauen und 27 Genossenschaften vertritt. Mit einem Doktortitel und einem Master in Betriebswirtschaft kämpft sie für faire Löhne und Rechtsreformen, wie beispielsweise das Recht, 10 Donums Land (1 Donums Land = 1.000 m2) zu pachten, was eine bedeutende Verbesserung gegenüber den bisherigen Eigen- tumsbeschränkungen darstellt. Inspiriert durch die Kämpfe ihrer Mutter eröffnete sie eine Kindertages- stätte für Bauernkinder und gründete die Sakrara CBO. Ihre Arbeit stärkt Frauen, verbessert die Arbeits- bedingungen und verschafft Bauern in ganz Jordanien und darüber hinaus Gehör. 3. Platz: Mary Johnson, Gründerin und CEO von Regenerative Farms, Inc. (USA), befähigt Frauen in ländlichen Gebieten durch ihr Regeneration-Hub-Modell, die Wiederherstellung von Ökosystemen und die Transformation von Ernährungssystemen voranzutreiben. Ihr Ansatz, der auf fünf Kontinenten zum Einsatz kommt, hat bereits über 65.000 Familien unterstützt, degradierte Böden wiederhergestellt und regenerative Unternehmen aufgebaut, die auf lokalem Wissen basieren. Mit ihrem Hintergrund in den Bereichen Naturschutz und globale Lieferketten kombiniert Mary technisches Fachwissen mit Füh- rungsqualitäten an der Basis, um klimafreundliche Landwirtschaft zu fördern, die Ernährung zu verbes- sern und dauerhafte wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu schaffen – wobei Frauen im Mittelpunkt des regenerativen Wandels stehen. Kategorie „Agribusiness“ 1. Platz: Joyce Waithira Rugano ist eine kenianische Unternehmerin und Gründerin von Ecorich Solu- tions, einem Klimatechnologieunternehmen, das Lebensmittelabfälle mithilfe der KI-gestützten, solarbe- triebenen Wastebot-Technologie in organischen Dünger umwandelt. Ihre Innovation unterstützt über 8.000 Landwirte, schafft grüne Arbeitsplätze und fördert die Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft. Joyce leitet außerdem JSmart Interior Decor und Bold and Defiant und betreut über 200 junge Men- schen im Bereich Unternehmertum. Ihre Arbeit verbindet Nachhaltigkeit, Technologie und Empower- ment und wurde von Qualcomm, WFP und anderen weltweit anerkannt. Durch Ecorich setzt sie sich für regenerative Landwirtschaft, Klimaresilienz und integratives Wachstum in ganz Kenia ein. 2. Platz: Linda Kelly, Gründerin einer Lupinenmanufaktur auf dem Biolandhof Kelly in Süddeutschland, verbindet ökologischen Landbau, Innovation und regionale Wertschöpfung. Als Landwirtin, Unterneh- merin und Mutter verwandelt sie lokal angebaute Süßlupinen in nachhaltige Gourmetprodukte. Ihre Arbeit fördert klimafreundliche Landwirtschaft, Biodiversität und ländliche Entwicklung. Ausgezeichnet mit dem Ceres Award und als Unternehmerin des Jahres, setzt sich Linda für Frauen in der Landwirt- schaft und ganzheitliche Lebensmittelsysteme ein. Ihre Manufaktur ist ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Innovation – und beweist, dass Geschmack, Nachhaltigkeit und Wirkung von Grund auf wachsen können. 3. Platz: Alicia Gómez Giménez, Gründerin und CEO von Manderly Agriculture in Sal, Cabo Verde, leitet ein regeneratives Agrartechnologieprojekt, bei dem Gourmetprodukte unter Verwendung von Solarener- gie und recyceltem Hotelwasser angebaut werden. Mit ihrem Hintergrund in Biotechnologie und Biotech- Unternehmertum hat sie ein finanziell nachhaltiges, zirkuläres Landwirtschaftsmodell aufgebaut, das loka- le Frauen stärkt und Spitzenhotels beliefert. Manderly verbindet klimafreundliche Technologie mit sozialer Inklusion und beweist damit, dass Agrartechnologie auch unter extremen Bedingungen erfolgreich sein kann. Strategische Partnerschaften und staatliche Unterstützung versetzen das Projekt in die Lage, die Landwirtschaft in kleinen Inselentwicklungsländern zu skalieren und neu zu definieren.