DLG e.V. - Risiko als Garant für den Erfolg?

Risiko als Garant für den Erfolg?

Volatile Märkte, Wetter, politische Rahmenbedingungen und Krankheiten – all dies sind Risiken, die auf die Landwirtschaft einwirken und die landwirtschaftliche Unternehmer nicht beeinflussen können. Zum Unternehmer sein gehören „normale“ Risiken also einfach dazu.

Auch Professor Dr. Oliver Mußhoff von der Georg-August-Universität (Göttingen) stellte für die Teilnehmer der öffentlichen Sitzung der Jungen DLG heraus, dass jeder Unternehmer Risiken übernehmen müsse. Dabei reagiere aber jeder anders auf Risiken. Man unterscheidet deshalb prinzipiell zwei Kategorien: risikoaffine sowie risikoaverse Unternehmerpersonen.

Mit Diversifikation zum Erfolg!


Für Tobias Roeren-Wiemers, Land- und Energiewirt in Lichtenau (Nordrhein-Westfalen) ist es dabei wichtig, das Risiko breiter zu streuen. Er selbst sagt: „Verschiedene Standbeine geben uns Sicherheit“. Konkret meint er damit, dass der Betrieb aus mehreren Betriebszweigen Einkommen erwirtschaftet. Dabei setzt er auch auf Kooperationen, mit welchen sich das Risiko auf verschiedene Gesellschafter verteilt. Im schlimmsten Fall sei damit auch nur mit dem Kapitalanteil zu haften.

Ist Landwirtschaft im Ausland (k)ein Spaziergang?


Steffen Hauschild ist Betriebsleiter auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Kaliningrad (Russland). Zeitnah nach dem Abschluss seines Agrarstudiums ist er dorthin ausgewandert. Für ihn war es ein großer Schritt, der sich im Nachhinein als richtig erwiesen hat. Mittels guter Vorbereitung konnten die Risiken vor Ort bereits im Voraus reduziert werden.

Ist die Sprachbarriere erst einmal überwunden, ähneln sich die Herausforderungen denen in Deutschland. Wichtig war und ist für ihn vor allem der Abbau von Vorbehalten der ansässigen Bevölkerung. Durch soziales Engagement in der Dorfgemeinschaft hat er sich die nötige Akzeptanz erarbeitet.

Was aber tun, wenn es aufgrund von Risiken zu Spannungen innerhalb der Betriebsleiterfamilie kommt?

Dr. Andreas Metten von der AgrarSynergetics GmbH in Olsberg (Nordrhein-Westfalen) stellte mittels Beispielen dar, wie eine Konfliktsituation in der Betriebsleiterfamilie entschärft werden kann. Über den Konflikt zu sprechen und einen gemeinsamen Konsens zu finden, der für beide Seiten des Betriebsleiterpaares tragbar ist, sei dabei die oberste Regel zur Entschärfung von solchen Situationen. Wenn man damit nicht (mehr) weiterkommt, ist es wichtig, sich rechtzeitig Hilfe von außerhalb zu holen. Mediatoren stehen dafür mit Rat und Tat zur Seite.