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Nitrat: Grundwasserbelastung fast unverändert

Von den 692 Messstellen des EU-Nitratnetzwerks lagen 2018 noch 26,7 Prozent über den von der EU-Nitratrichtlinie geforderten 50 mg Nitrat pro Liter (l), meldet „agrarheute.com“ diese Woche. Laut dem Internetportal sind das lediglich 1,5 Prozentpunkte weniger als 2016.

Der Anteil der Messtellen mit Werten zwischen 40 und 50 mg/l sei zeitgleich um 1,7 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent gestiegen.  Messstellen mit bis zu 25 mg/l machten 49,6 Prozent  des Netzwerks aus, berichtet agrarheute. Das seien 0,6 Prozentpunkte weniger als 2016. Das EU-Nitratnetzwerks ist eine Erweiterung des früher geltenden deutschen Belastungsmessnetzes.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt laut dem von agrarheute zitierten Nitratbericht des Bundesumweltministeriums auch das Messnetz, das für die Berichterstattung an die europäische Umweltagentur herangezogen wird. Es besteht aus insgesamt gut 1200 Messstellen und gilt laut dem Nitratbericht als repräsentativ für Deutschland:

  • Demnach sank die Anzahl der Messpunkte, an denen der 50 mg/l Nitratgrenzwert der EU überschritten wird, um 0,8 Prozentpunkte auf 17,3 Prozent
  • Der Anteil der Stellen mit einer Belastung zwischen 40 und 50 mg/l stieg um lediglich 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.
  • Hingegen wiesen 65 Prozent aller Messpunkte in 2018 Werte bis 25 mg/l aus, 0,5 Prozentpunkte mehr als 2016.

Nicht berücksichtigt sind im Bericht die Änderungen und Erweiterungen des Messstellennetzes in den Ländern und die jüngsten Verschärfungen der Düngeverordnung betont agrarheute.  Deren Auswirkungen seien frühestens in einigen Jahren feststellbar.