Zum Hauptinhalt springen

Deutschlands Spitze der Milcherzeugung

Wie geht es nach der Covid19-Pandemie weiter? Wie entwickelt sich der Verbrauchermarkt und der internationale Handel? Und eine der wichtigsten Fragen – in welche Richtung entwickelt sich der Milchpreis? Neben der aktuellen Krise zeichnet sich auch wieder ein Jahr geprägt von Dürre ab – zum vierten Mal in Folge. Unter anderem vor diesen Fragen und Herausforderungen stehen unsere Betriebe und darum dreht sich auch die Gestaltung eines spannenden Programms für die 18. Konferenz des DLG-Forums Spitzenbetriebe Milcherzeugung.

Auftakt der Tagung ist die jährliche Betriebszweigauswertung, an der sich rund 290 Betriebe beteiligen. Es wird aufgezeigt, welche Kostenpositionen den größten Einfluss auf ein positives Betriebszweigergebnis haben und wie groß der Effekt des Milchpreises ist. Es wird nicht nur auf die unterschiedlichen Regionen geachtet, sondern auch auf die unterschiedlichen Betriebsstrukturen und Rassen.

In der letzten Konferenz zeigte sich für den Beobachtungszeitraum 2018/19 nach einem sehr guten Jahr ein wieder eher ernüchterndes Ergebnis und nur 65 Prozent der Landwirte konnte ein positives kalkulatorisches Betriebszweigergebnis von 1,26 Cent/kg Energie korrigierter Milch (ECM) erreichen. Zurückzuführen ist dieses Ergebnis vor allem auf den regional abhängigen, zum Teil konstant niedrigen Milchpreis und den durch die Dürre gestiegenen höheren Produktionskosten. Für den Beobachtungszeitraum 2019/20 wird auf Grund der erneuten Dürresituation und des zum Teil gesunkenen Milchpreises im ersten Halbjahr 2020 keine Steigerung des kalkulatorischen Ergebnisses der Betriebszweigauswertung erwartet.

Wo wird es also in Zukunft hingehen und welche Produktionsweisen möchten die Konsumenten, der Handel und die Politik in 2050 haben? Damit werden wir uns in der Konferenz 2021 beschäftigen und auch mit der Frage, wie man Stabilität in Krisenzeiten sichert – sei es die Covid-19 Pandemie, gesunkenen Milchpreise oder schwierige Wetterbedingungen. Auf diese Fragen wird unter anderem in sieben Arbeitskreisen im Hinblick auf Tier, Umwelt und auch Soziales eingegangen. Referentinnen und Referenten aus der Theorie und aus der Praxis diskutieren bei der kommenden Konferenz zum Beispiel über neue Strategien zur Grundfuttersicherung sowie die optimale Nutzung des Grundfutters. Genauso wird auf die fortschreitende Digitalisierung eingegangen und wie sie helfen kann den Gesundheitsstatus der Kühe bestmöglich im Auge zu behalten.

Jährliches Highlight ist die Vorstellung internationaler Milchviehbetriebe. Landwirte aus Argentinien, Russland und der USA aber auch schon aus dem Iran stellten ihre Produktionsverfahren in den vergangenen Jahren vor. Auf der letzten Konferenz konnten unsere Top-Betriebe, dank einer Videozuschaltung, mehr über die Milcherzeugung in Finnland erfahren.
 
Im Jahr 2021 findet die Tagung mit rund 280 Teilnehmern wieder in Hohenroda statt und es wird mit Spannung erwartet wie sich die erneuten regionalen Unterschiede beim Niederschlag und die Folgen der Covid-19 Pandemie auf das ökonomische Ergebnis unserer Top-Milchproduzentinnen und Top-Milchproduzenten ausgewirkt hat.

Mehr Informationen zur Tagung