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Blattrost: Gen der Gerste könnte Weizen schützen

Rostpilze gehören zu den gefürchtetsten Krankheitserregern im Weizenanbau. Die Eindämmung eines Rostpilzbefalls ist schwer und meist nur durch chemischen Pflanzenschutz möglich. Resistente Weizensorten wären daher die beste Lösung des Problems. Allerdings bereitet Forschern die Züchtung solcher Sorten große Schwierigkeiten. Die Erreger mutieren schnell und überwinden so immer wieder die Schutzmechanismen der Pflanzen.

Non-Host-Resistenz-Gene sind der Schlüssel

Ein internationales Team unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben hat daher einen neuen Ansatz gewählt: Die Immunität beziehungsweise "Non-Host-Resistenz" bestimmter Getreidearten gegenüber spezifischen Blattrostpilzen.
Den Forschern gelang es nun, die Non-Host-Gene in kultivierter Gerste zu identifizieren. In Anbetracht der Tatsache, dass das Gerstengenom fast doppelt so groß ist wie das menschliche, stellt die erfolgreiche Bestimmung und Lokalisierung dieser Gene ein Meilenstein für die Resistenzzüchtung dar.

Die Herausforderung lag aber nicht nur in der Größe des Genoms: Da alle Gerstensorten resistent gegen Blattrost sind, gab es auch keine genetische Variation innerhalb der Gerstensorten, die Hinweise auf die an der Immunität beteiligten Gene geben konnte. Die Forscher mussten dazu eine neuartige Suchmethode entwickeln.

Konzept für dauerhaft resistentes Getreide

„Durch umfassende Genomanalyse haben wir die Gene gefunden, die eine Barriere gegen Weizenrost in Gerste bilden“, erklärt Yajun Wang, ein beteiligter Wissenschaftler. Dabei handelte es sich um Gene, die für Lektin-Rezeptorkinasen kodieren. „Die Übertragung dieser Gene auf Weizen könnte zu Sorten führen, die gegen alle Arten von Weizenrost resistent sind", so Wang. Projektleiter Simon Krattinger von der König Abdullah Universität in Saudi-Arabien fügt hinzu: „Dies ist eine vielversprechende Strategie, die eines der größten Probleme im Weizenanbau lösen könnte.“

Dies ist ein Auszug aus einem Beitrag auf der Plattform pflanzenforschung.de. Lesen Sie den kompletten Beitrag unter Ros(t)ige Zeiten