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Düngeverordnung: Gutachten wirft Fragen auf

Im Auftrag von 23 Kreisverbänden des Landvolkes Niedersachsen und der Landesgeschäftsstelle hat das Berliner Ingenieurbüro „Hydor Consult“ 41 Grundwasserkörper untersucht: Demnach ist die geringe Dichte an Messstellen in Niedersachsen nicht repräsentativ und bildet nicht die reale Landnutzung ab. Rund 650 Messstellen wurden auf ihre Qualität überprüft, einschließlich der Zustandsbeschreibung der Grundwasserkörper gemäß EU-Vorgaben.

Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass 190 der 648 untersuchten Messstellen „gravierende Mängel“, unter anderem in den bautechnischen Anforderungen, aufweisen. Jede zweite Messstelle in Niedersachsen ist zudem laut diesem Gutachten mangelhaft. Weiteren 194 Messstellen bescheinigt das Gutachten geringe Mängel. Schlecht dokumentierte Ausbaupläne an 264 Standorten verhindern nach Ansicht der Gutachter eine zuverlässige Beurteilung der Nitratbelastung. Wie das Wasser zwischen Grundwasserkörpern unterirdisch fließe, sei ebenfalls nicht ausreichend beachtet.    

Für die Ausweisung der sogenannten „Roten Gebiete“ mit restriktiveren Düngevorgaben ist das Messstellennetz nach Einschätzung des Landvolkes Niedersachsen nicht geeignet. Der Verband erkennt in der Untersuchung „gute Argumente für die Klage gegen die erneute Änderung der Düngeverordnung“.