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Mais-Bohnen-Mischanbau liegt im Trend

Der gemeinsame Anbau von Mais und Bohnen spielt in der landwirtschaftlichen Praxis eine zunehmende Rolle, dabei sind die erwünschten Effekte weniger deutlich als vermutet. Zu diesem Ergebnis kamen die mehr als 50 Teilnehmer des Werkstattgesprächs „Mais-Bohnen-Gemenge“ in Fulda, zu dem das Deutsche Maiskomitee e. V. (DMK) eingeladen hatte. In 20 Kurzvorträgen stellten verschiedene Arbeitsgruppen aus Deutschland und der Schweiz ihre Versuchsvorhaben vor und diskutierten die Ergebnisse.

Dabei zeigte sich, dass auf dem Gebiet „Mais-Bohnen-Gemenge“ von der Züchtung über den Anbau bis zur Silierung und der Fütterung geforscht wird. Insbesondere die Anpassung der Bohnen an die Größe der Maiskörner spielt eine wichtige Rolle, damit die beiden Kulturen gleichzeitig mit einer Maschine gesät werden können. Aber nicht nur Bohnen dienen als Partner bei der Aussaat, auch Kapuzinerkresse und Luzerne werden als Anbaupartner untersucht.

Insbesondere im Ökolandbau sollen so Synergieeffekte zwischen den beiden Kulturen genutzt werden, wobei die mechanische Unkrautbekämpfung als ein wichtiges Ausschlusskriterium für oder gegen eine zweite Kultur gilt, da sich die Pflanzen nach dem „Verschütten“ durch eine Überfahrt mit der Hacke oder dem Striegel wieder regenerieren müssen.

In der Vergangenheit wurde der hohe Phasingehalt der Bohnen als ein Ausschlusskriterium beim Verfüttern des Gemenges gesehen. Der Anteil der Bohnen in dem späteren Erntegut ist jedoch relativ gering, sodass die Phasingehalte der Maisbohnen kaum eine Rolle spielen und keinen Einfluss auf die Gesundheit und Leistung der Tiere ausüben. Auch hat die Züchtung der vergangenen Jahre dazu beigetragen, dass die Phasingehalte in den Bohnen deutlich abgenommen haben. Die Silierbarkeit der Gemenge unterscheidet sich nicht wesentlich von der reinen Silomaises.

Zum Download der zahlreichen Kurzvorträge bitte diesem Link folgen und auf das Feld "2020" klicken.