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EU-Richtlinie rasch umsetzen

Die Kanzlerin will die regionale Lebensmittelversorgung in Deutschland stärken. Daran bestehe ein gemeinsames Interesse, sagte Merkel anlässlich eines Treffens mit Vertretern des LEH und der Nahrungsmittelindustrie in Berlin. Eine staatlich verordnete Preispolitik lehnt sie jedoch ab und setzt auf „faire Beziehungen“ innerhalb der Wertschöpfungskette für Landwirtschaft und Lebensmittel. Deutschland werde eine EU-Richtlinie, die unfaire Praktiken zuungunsten kleinerer Lebensmittellieferanten verhindern soll, rasch umsetzen.

Merkel betonte, dass zwischen Landwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel selten direkte Beziehungen bestehen und forderte mehr Dialog aller an der Nahrungsmittelkette beteiligten Unternehmen, einschließlich der Verarbeitungsbetriebe.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, ebenfalls am Treffen im Kanzleramt beteiligt, wird die Gespräche mit LEH, Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft fortführen. Und es bestehen bereits konkrete Pläne: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft will eine „Beschwerdestelle“ gegen Dumpingpreise einrichten. Für grundsätzlich mehr Wertschätzung von Lebensmitteln ist eine „Kommunikationsallianz“ mit Einzelhandel und Landwirtschaft vorgesehen.