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Ökonomie der N-Düngung im Winterweizen

Auch vor dem Internationalen DLG-Pflanzenbauzentrum (IPZ) in Bernburg-Strenzfeld machen die Vorgaben der Düngeverordnung nicht Halt. Im Großflächenversuch des Systemvergleichs Fruchtfolge ging die DLG der Frage nach, welche Düngestrategie im Winterweizen ökonomisch und ökologisch sinnvoller ist.

Im besagten Versuch liegen über alle Fruchtfolgen sieben Winterweizen-Parzellen mit unterschiedlichen Vor- und Folgekulturen. Diese wurden jeweils mittig geteilt und jeweils einseitig nach Richtwert und einseitig nach betriebseigener Bodenanalyse mit Stickstoff versorgt.

Die Erträge waren trockenheitsbedingt im Jahr 2019 wiederholt sehr niedrig mit einer Spanne von 4,4 t/ha bis 6,5 t/ha in den beobachteten Varianten. Die Deckungsbeiträge zeigten einen Vorteil für die eigene Bodenuntersuchung von bis zu 40,- Euro/ha bei bereits berücksichtigten Kosten für die Bodenuntersuchung. In ihrer Studienarbeit fasste Kyra-Marie Luck, Studentin an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die Ergebnisse wie folgt zusammen:

Der Standort Bernburg bietet mit 87 Bodenpunkten und guter Bodenstruktur optimale Anbaubedingungen für die Ackerkultur Winterweizen. Das Anbaujahr 2018/19 charakterisierte sich jedoch wiederholt als Trockenjahr und eine hohe Ertragsleistung blieb in den beiden Düngervarianten aus. Die Ertragsleistung war trotz des sehr guten Standortes und der hohen Aufwandmenge an Dünger und Pflanzenschutz nicht zufriedenstellend.

Diese Arbeit zeigt, dass es unabhängig von der Düngeverordnung sowohl ökonomisch wie auch ökologisch sinnvoll ist, eine Bodenuntersuchung für die Düngebedarfsermittlung durchzuführen. Es konnte bei gleicher Ertragsleistung ein erheblicher Teil an Düngermenge und Kosten eingespart werden.

Dennoch lässt ein Einzeljahr mit Extremwitterung keine Verallgemeinerung auf andere gewöhnliche Jahre und andere Standorte zu und die Prüfung müsste weiterverfolgt und auf andere Standorte ausgedehnt werden.