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Viel zu tun für die Fütterungsreferenten der Länder

Der Bundesarbeitskreis der Fütterungsreferenten der Länder in der DLG koordiniert die Offizialberatung in der Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und futtermittel- und umweltrechtlicher Bestimmungen. Die 129. Sitzung fand dieser Tage in Soest statt, im direkten Anschluss an das Forum "Angewandte Forschung in der Rinder- und Schweinefütterung".

In der einführenden Diskussion wurden die Eindrücke und die wesentlichen Punkte aus dem Forum nochmals beleuchtet und verlangt, diese Informationen in einem zusammenfassenden Beitrag zu veröffentlichen und dabei speziell die sich ergebenden Aufgaben herauszustellen. Diese Aufgabe soll die Steuerungsgruppe des Forums übernehmen.

Aufgrund des Corona-bedingten Ausfalls der Sitzung im April 2020 war die Tagesordnung der eigentlichen Sitzung ordentlich gefüllt. In der ersten Diskussionsrunde um die Situation der Grobfutterversorgung für die kommende Winterfütterungssaison kristallisierte sich einmal mehr heraus, dass in einigen Regionen, wie im südlichen Mecklenburg-Vorpommern, in Niedersachsen, in Brandenburg, in Sachsen-Anhalt und im westlichen Nordrhein-Westfalen, weiterhin ernsthafte Versorgungsengpässe bestehen; anderswo, wie den Mittelgebirgslagen, hat sich die Situation gegenüber den vergangenen zwei Jahren deutlich entspannt.

Zu den dringend erforderlichen und fortzuführenden aktuellen Arbeiten zählen die Umsetzung der neu erarbeiteten Vorgaben zu stark N-/P-reduzierten Fütterungsverfahren bei Schweinen und zur N-/P-reduzierten Fütterung der Milchkuh. Diskutiert wurde der aktuelle Stand in den einzelnen Bundesländern, was und wie die Beteiligten voneinander lernen können und wie abgestimmte Vorgehensweisen gestaltet werden müssen. In diesem Zusammenhang wurde herausgestellt, wie wichtig der diesbezügliche gute Kontakt zu den Pflanzenbauern ist und wie die Umsetzung bei den Futtermittelherstellern in Angriff genommen werden kann.

Hinsichtlich der Anwendung bei den Schweinen sind in den meisten Bundesländern eine gute Akzeptanz als auch ein weitreichender Gebrauch festzustellen. Demgegenüber gestaltet sich die Umsetzung beim Milchvieh schwieriger, da hier infolge geringer Betriebsgrößen die technischen Umsetzungsmöglichkeiten beispielsweise fehlen, insgesamt das Thema noch nicht wichtig genug erscheint und ökonomische Anreize fehlen.

Daraufhin wird beschlossen, sich mehr in den Transfer neuer Fachinformationen in Richtung der Fachschulen etc. zu engagieren, um so zukünftig besser sicherstellen zu können, dass die Ausbildungsinhalte schneller an den aktuellen Kenntnisstand angepasst werden.