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Spezialisten unter sich

Die bisher Corona-bedingt stets verschobene Ausschusssitzung der Experten für Technik in der Pflanzenproduktion der DLG fand in Rosswein Haßlau in Sachsen bei der Wilhelm Kemming GmbH statt.

Die Wilhelm Kemming GmbH ist ein aus dem Münsterland stammendes Agrardienstleistungsunternehmen, welches sich in den 90igern zusätzlich in Rosswein/Sachsen vor den Toren von Döbeln angesiedelt hat. Ihr Kerngeschäft deckt hauptsächlich landwirtschaftliche pflanzenbauliche Dienstleistungen ab.

Doch die Familie Kemming geht noch einen Schritt weiter und hat sich mit Technik und Know-how auch auf die Pflege und Unkrautregulierung von Schienenstrecken spezialisiert. Schienenfähige Fahrzeuge sowie Erfahrung in der Technik bei der entsprechend eingeschränkten Mobilität auf der Schiene sind die Grundvoraussetzungen, um in diesem Bereich zu arbeiten. Unkrautregulierung zwischen und neben den Schienen (ob chemisch oder mechanisch), sowie Baumfällarbeiten und Heckenschnitt längs der Trassen zur Schadensvorbeugung: Dieser Umgang mit Spezialtechnik und Spezialkunden ermöglicht auch die Arbeiten in anderen kommunalen Bereichen.

Der Boden als Basis für den Pflanzenbau wurde durch das Leibnitz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) Potsdam zum Thema gemacht. Über eine Live-Schalte wurden die aktuellen Entwicklungen in der sensorgestützten Bodenkartierung vorgestellt und diskutiert. Dr. Klöpfer der KTBL-Arbeitsgruppe Precision Farming war vor Ort, um aus seinem Bereich zu ergänzen. Für die Praktiker ist es dabei immer wieder eine der dringendsten Fragen, wie diese Informationen aufwandsarm und sinnvoll in der täglichen Arbeit genutzt werden können.

Dennoch, die größte Erkenntnis des Tages war diese: Trotz aller Entwicklungen im Bereich von Live-Schalten und digitalen Übertragungsmöglichkeiten, der Austausch zwischen den Teilnehmern im Ausschuss, ganz analog, von Mensch zu Mensch, ist auf Dauer unersetzbar.