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Der Trockenstandort macht seinem Namen alle „Ähre“

Im Versuchsbetrieb des Internationalen Pflanzenbauzentrums der DLG in Bernburg ist vorerst etwas Ruhe eingekehrt – nach dem Raps sind nun auch Weizen, Erbsen, Durum und Dinkel vom Feld geholt.

Die ersten Hochrechnungen bestätigen die Schätzungen vor der Ernte. Die Erträge sind besser als in den vergangenen zwei Jahren und je nach Fruchtfolge oder Bodenbearbeitung sehr unterschiedlich.

Der erste Weizen wurde im Systemvergleich Bodenbearbeitung gedroschen.

In der Fruchtfolge Raps-Weizen-Mais-Weizen sind sechs unterschiedliche Bodenbearbeitungsvarianten angelegt - von klassischer Mulchsaat, über verschiedene Intensitäten der Streifenbearbeitung bis hin zur Direktsaat. Darunter auch Varianten bei denen Weizen in Doppelreihe nach Streifenbodenbearbeitung mit 50 cm Reihenabstand gedrillt wurde. Die Einzelheiten der Varianten finden sie auch auf der Homepage des IPZ.

Der Weizen nach Raps brachte zwischen 58 und 69 dt/ha mit Naturalgewichten von deutlich über 80 kg/hl bei schwachen Proteingehalten zwischen 10,7 Prozent und 12,7 Prozent. Höhere Erträge und auch Proteingehalte brachte der Weizen nach Mais. Die Parzellen erzielten zwischen 60 und 74 dt/ha bei 12,1 Prozent bis 13,7 Prozent Protein mit knapp unter 80 kg/hl.

Tendenziell lagen in beiden Weizen die Direktsaaten mit ihren Erträgen höher als die anderen Varianten. Ob diese Unterschiede auch wirklich signifikant sind, zeigen die nun folgenden statistischen Analysen.

Im Systemvergleich Fruchtfolge wurden zudem unterschiedliche Sorten gedroschen.

Weizen war hier in sieben Varianten in vier Fruchtfolgen angebaut. Größtenteils kamen A-Weizensorten zum Anbau, nach Erbsen und Zuckerrüben wurde ein E-Weizen angebaut. Dieser ist gleichzeitig ertragsschwächster nach Zuckerrübe und ertragsstärkster Weizen nach Erbsen. So konnten nach Zuckerrübe zwischen 59 und 64 dt/ha, nach Erbsen zwischen 78 und 80 dt/ha gedroschen werden.

Bei den A-Weizen wurden nach Körnermais im Durchschnitt knapp 73 dt/ha, nach Raps und auch als Stoppelweizen zwischen 61 und 70 dt/ha gedroschen. Die Ergebnisse der Analysen von Proteingehalten und weiteren Qualitätsparametern stehen derzeit noch aus.

Die vollständigen Ernteergebnisse der Versuche werden wie gewohnt nach der Ernte von Mais und Zuckerrüben veröffentlicht.