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Isofluran-Narkosegeräte: Auszahlungsfrist verlängert

Ab dem 1. Januar 2021 gilt in Deutschland in der Schweinehaltung ein neuer Standard. Dann dürfen Ferkel nicht mehr betäubungslos kastriert werden, eine wirksame Schmerzausschaltung muss gewährleistet sein. Laut Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wird es keine Ausnahmen geben und auch keine Verschiebung mehr möglich sein. Das Gesetz gilt, die Branche muss sich auf die nun vorhandenen Alternativen einstellen.

Das BMEL hat eine Verordnung erlassen, die es Landwirten oder anderen sachkundigen Personen ermöglicht, die Vollnarkose mit dem Tierarzneimittel Isofluran durchzuführen. Die Landwirte erhalten vom BMEL bei der Anschaffung von Narkosegeräten eine finanzielle Unterstützung: Für 2020 stehen 20 Mio. Euro zur Verfügung. Die Zuwendung ist auf maximal 5.000 Euro je Sauenhalter begrenzt.

Das BMEL hat jetzt die Frist für die Auszahlungsanträge auf den 15. Oktober 2020 verlängert. Mit dem Auszahlungsantrag sind die Rechnung für das Narkosegerät und der Zahlungsnachweis einzureichen. Gefördert werden nur solche Geräte, die im Hinblick auf Tierschutz, Anwendersicherheit und Umweltschutz zertifiziert sind. Seit dem Inkrafttreten der Förderrichtlinie am 31. Januar 2020 gingen bereits mehr als 3.500 Anträge ein. Das entspricht etwa knapp der Hälfte der deutschen Sauenhalter, verlautet aus dem BMEL abschließend.

Weitere Informationen zur Förderung und Antragstellung finden Sie unter: www.ble.de/ferkelnarkose