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Strohstriegel wieder stärker im Visier

Die DLG-Prüfungskommission für Bodenbearbeitungstechnik und Sätechnik am DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel hat im Rahmen ihrer letzten Sitzung den bereits bestehenden Prüfrahmen für Strohstriegel aktualisiert. Die DLG reagiert damit auf Signale aus dem Markt, denn mit der zunehmenden gesellschaftlichen Ächtung des Einsatzes von Totalherbiziden könnte im Rahmen der Bodenhygiene auch auf kleineren Betrieben möglicherweise wieder häufiger der Strohstriegel zum Einsatz kommen.

Der aktualisierte Prüfrahmen sieht die Erfassung der Strohverteilung bei einer Fahrgeschwindigkeit von 18 km/h auf einem abgeernteten Getreideschlag mit gehäckseltem Stroh vor. Zur Bewertung der Strohverteilung wird der Variationskoeffizient zu Rate gezogen. Hinzugekommen sind neue Bewertungsraster für Handhabung, Bedienung und Wartung: Hierbei bewerten versierte Praktiker typische Einstellungs- und Wartungstätigkeiten am Striegel, wobei Zeit und Aufwand dokumentiert werden. Die Bewertung eines Strohstriegels im praktischen Einsatz auf landwirtschaftlichen Betrieben ist nach wie vor elementarer Bestandteil der Bewertung der Geräte.

Prüfingenieur Georg Schuchmann hob im Rahmen der Sitzung hervor: „Ziel der DLG-Prüfungen ist es, einen Mehrwert für die landwirtschaftliche Praxis zu generieren. Deswegen sind in allen DLG-Prüfungskommissionen aktive Landwirte und Lohnunternehmer vertreten, die somit auch alle DLG-Prüfprogramme mit erarbeiten.“

In den Verantwortungsbereich der genannten DLG-Prüfungskommission fallen auch die Prüfprogramme für Drilltechnik, Einzelkornsätechnik, Mulch- und Bodenbearbeitungsgeräte (inkl. Hackgeräte und Pflüge), die während der Sitzungen stets aktualisiert werden. Hersteller können für ihre Maschinen zwischen einer Prüfung in allen Prüfmodulen mit dem Ziel eines Prüfzeichens „DLG-Anerkannt Gesamt-Prüfung" oder einer umfangsreduzierten Prüfung für ein „DLG-Anerkannt in Einzelkriterien“ wählen. In allen Fällen legt die zuständige DLG-Prüfungskommission den Mindest-Prüfumfang sowie die zu erreichende Mindestleistung des Prüfobjekts fest.