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DLG-Akademie: Aktiv vermarkten und Einkommen sichern

Risikomanagementinstrumente in der Landwirtschaft sind dabei keine Neuerfindung. Aber sie gewinnen zunehmend an Bedeutung. Warenterminmärkte bilden dabei ein sehr geeignetes Instrument, um mit dem richtigen Know-how einen Betrieb optimal gegen Preisschwankungen abzusichern.

„Das Bild des Landwirts wird sich wandeln, neben Produktionsknow-how spielt Vermarktungsknow-how in Zukunft eine immer größere Rolle“, führt Stefanie Strebel, Geschäftsführerin und Brokering der KS Agrar GmbH in Mannheim aus. „Deutsche Landwirte können Futures und Optionen nutzen, um sich gegen Preisschwankungen auf den Getreidemärkten abzusichern.“

Die Euronext (Matif) ist die Terminbörse für Agrarprodukte mit dem größten Handelsvolumen im europäischen Raum. Es ist möglich darüber Weizen, Mais und Raps für über zwei Jahre im Voraus preislich zu fixieren. Die Vorgehensweise des Hedging, wie Preisabsicherung auf Englisch heißt, ist kein Hexenwerk. Ein Landwirt ist als Absicherer, der sich gegen fallende Preise schützen möchte, klassischerweise als Verkäufer an der Börse unterwegs. Er verkauft zu einem für ihn interessanten Zeitpunkt die entsprechende Anzahl an Futures und hat sich somit diesen Börsenpreis fixiert.

Zu einem späteren Zeitpunkt verkauft der Landwirt seine Ware physisch an den Erfassungsbetrieb und stellt zeitgleich seine Position an der Terminbörse glatt, kauft also die Futures wieder. Durch die Gleichheit im Preisverlauf von Börsenpreis und physischem Preis hat er mit der Preisfixierung an der Börse den Preis für die Ware festgelegt. Die Abwicklung der Ware erfolgt jedoch nach wie vor über den Erfassungshändler vor Ort.  

Die Börse bietet den Landwirten ein reichhaltiges Instrumentarium ihre Vermarktung zu optimieren.  

Weitere Details zum Seminarprogramm sind unter www.dlg-akademie.de zu finden.