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Ausschuss Grünland & Futterbau: Resilienz im Blick

Die DLG-Ausschüsse Futter- & Substratkonservierung und Grünland & Futterbau veranstalten alle drei Jahre eine gemeinsame Fachexkursion mit einer sich anschließenden öffentlichen Fachtagung. Im Vorfeld dieser zur Tradition gewordenen Aktivitäten traf sich der AS Grünland & Futterbau kürzlich zur internen Sitzung, um aktuelle Themen zur effizienten Nutzung von Grünland zu diskutieren, und um neue Aufgaben für die eigene Arbeit abzuleiten.

Im ersten Tagesordnungspunkt wurde sich den zukünftigen Themen der DLG-Facharbeit zugewandt und die Ergebnisse vom Max-Day des DLG-Fachzentrums Landwirtschaft im Kontext mit dem Handlungsbedarf für den AS Grünland & Futterbau erörtert.

Nach kurzer Einführung und der positiven Bewertung der dort angewandten Methoden wurde abgeleitet, dass vordergründig die Themen Klima-, Pflanzen- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit (noch) besser präzisiert und eigene Zielgruppen klar(er) definiert werden müssen. Darüber hinaus muss neben der Hauptaufgabe, Fachinformationen für Landwirte bereitzustellen, der Fokus darauf gerichtet werden, zukünftig auch Informationen für Verbraucher bereitzustellen.

Anschließend ging es um die Grünlandstrategie der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) und des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) sowie die optimale Einbindung des DLG-Ausschusses Grünland & Futterbau.

Hier besteht Einigkeit, dass das Grünland als die „Ressource mit Zukunft“ innovativ und nachhaltig genutzt werden muss und das Nutztier dabei einen zentralen Aspekt darstellt. Das BMEL plant derzeit ein Fachgespräch zur Erarbeitung einer „Grünlandstrategie“.

Dr. Katrin Kuka von der Stabsstelle „Grünland“ des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig erklärte hierzu deren Aufgaben und Ziele, wie der Verbesserung der nachhaltigen Bewirtschaftung und der damit verbundenen Absicherung dieser Standorte. In diesem Zusammenhang wird auch der Insektenschutz als erforderliche Initiative des DLG-Ausschusses gesehen und die Frage aufgeworfen, was getan und wie diese Arbeiten veröffentlicht werden müssen?

Ungünstig ist sicher der relativ kurze Aufwuchszeitraum bei intensiv genutztem Grünland, da hier hinsichtlich der Biodiversität nicht ausreichend Rechnung getragen wird. Andererseits können aber auch nicht alle Aspekte zu Klimaschutz und Biodiversität auf einer Fläche gleichzeitig abgedeckt werden.

Im Weiteren wurden die bundesweiten Erfahrungen nach dem Trockenjahr 2018 zur Resilienz beim Deutschen Weidelgras zusammengetragen. Es traten extreme Sortenunterschiede bei den Schäden auf, vor allem die späten Sorten erholten sich nicht so gut. Wiesenschwingel zeigte insgesamt eine schlechte Resilienz, im Gegensatz dazu haben Knaulgras und Luzerne die Trockenheit gut überstanden.