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Auf dem Weg zum Kupierverzicht

Am 1. Juli 2019 trat der von der Agrarministerkonferenz beschlossene „Aktionsplan zum Kupierverzicht“ bundesweit in Kraft. Damit werden Betriebe, die Schweine halten, verpflichtet nachzuweisen, dass sie auf der „Suche nach geeigneten Maßnahmen“ sind, um auf das Kupieren zu verzichten.

In Erwartung dieser Entwicklung hat das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) über Jahre eine Checkliste entwickelt, mit der die per Erlass (April 2019) geforderte betriebliche Risikoanalyse durchgeführt werden kann. Diese Liste ist in Sachsen obligatorisch und wird in vielen anderen Bundesländern zur Anwendung empfohlen. Sie wurde jetzt auf der Basis belastbarer Versuchsergebnisse und unter Berücksichtigung der EU-Vorschriften dem aktuellen Erkenntniszuwachs entsprechend aktualisiert.

Die Liste dient der Überprüfung der Haltungs-, Fütterungs- und Hygiene-Faktoren, die nachweislich im Hinblick auf die Verhaltensstörungen der Schweine eine Rolle spielen können. Gleichzeitig wird jeweils ein verbesserter Standard definiert, der für die geforderte Haltung von unkupierten oder „langkupierten“ Tieren eine Voraussetzung sein kann. Der Landwirt ist zunächst frei in der Auswahl für ihn geeigneter Maßnahmen. Die Checkliste ist so aufgebaut, dass der Betriebsleiter die von ihm eingeleiteten Maßnahmen und deren Ergebnisse per Unterschrift und bestätigt durch den Hoftierarzt dokumentieren kann. Damit ist auch formal der Nachweis der Suche nach geeigneten Maßnahmen erbracht.

Die Checkliste sowie weitere notwendige Dokumente (Tierhaltererklärung) stehen hier zum Download zur Verfügung:
Checkliste für schweinehaltende Betriebe

Autor und Ansprechpartner:
Dr. Eckhard Meyer
Referat 75: Tierhaltung, Tierfütterung
Tel.: (034222) 46-2208
eckhard.meyer@smul.sachsen.de