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Federpicken bei Mastputen - Ursachen und Gegenmaßnahmen

Warum es bei Mastputen zu teilweise intensivem Federpicken und Kannibalismus kommt, konnte bislang noch nicht hinreichend geklärt werden. In der Regel gibt es keine Vorankündigung für das Picken. Eine friedliche Herde kann innerhalb von wenigen Minuten intensives Pickverhalten bis zum Tod einzelner Tiere entwickeln.

Auf der DLG-Geflügeltagung kürzlich in Celle war zu erfahren, dass verschiedene Herden unterschiedliche Intensitäten beim Pickverhalten aufweisen. Gründe hierfür können die Qualität der Küken, die Witterungsverhältnisse, Futterqualität oder Ähnliches sein. Auch eine hohe Lichtintensität kann sofortiges Pickverhalten bei Mastputen auslösen. Aus dem Grund ist eine Reduktion des Lichtes immer eine der ersten Maßnahmen, um akutes Pickverhalten zu unterbrechen.

Das Bereitstellen von Beschäftigungsmaterialien kann ebenfalls zur Vermeidung des Fehlverhaltens der Mastputen beitragen. Dabei hat ein Projekt des Modell- und Demonstrationsvorhabens (MuD) Tierschutz  gezeigt, dass die Materialien gut angenommen werden. Je veränderlicher das Beschäftigungsmaterial ist, umso besser und umso länger hält das Interesse der Tiere daran an. Starre, nicht veränderliche Materialien führen zu einem schnellen Interessensverlust der Tiere.

In dem Projekt hatte eine geringere Besatzdichte keine auswertbaren positiven Effekte auf das Zeigen des Fehlverhaltens. Auch das Alter, Geschlecht und die Genetik hatten keinen signifikanten Einfluss. Dagegen kam klar heraus, dass Umwelteinflüsse, wie die Lichtintensität und die Luftqualität, einen großen Einfluss haben und zum Stoppen von Picken und Kannibalismus beitragen.