Zum Hauptinhalt springen

Tierwohllabel: Klöckner präsentiert Kriterien

Alle drei Stufen des künftigen Tierwohllabels enthalten laut BMEL Vorgaben, "die über den gesetzlichen Mindeststandards liegen". Ziel des staatlichen Tierwohlkennzeichens sei es, dem Verbraucher sichtbar zu machen, welche Produkte höhere als die gesetzlichen Standards einhalten. So werde ein Mehr an Tierwohl erzeugt, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Der Verordnungsentwurf ist in dreizehn Punkte gegliedert - von Platzangebot sowie Struktur im Stall über Kastration und Schwanzkupieren bis zu Transport und Schlachtung. Im Koalitionsvertrag ist die Tierwohlkennzeichnung bis zur Mitte der Legislaturperiode vereinbart. Das BMEL hat die Notifizierung des Gesetzes zur Einführung und Verwendung eines dreistufigen Tierwohlkennzeichens Mitte Januar 2019 eingeleitet. Kriterien wurden zunächst für Schweine erarbeitet, weitere Nutztierarten folgen.

Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatsekretär im BMEL, hatte Anfang Januar 2019 Vertreter der Tierhalter, der Verbraucher, des Tierschutzes und des Handels eingeladen und mit diesen die Kriterien erörtert. Alle Akteure sollen auf Wunsch des Agrarressorts "den weiteren Prozess begleiten".

Ein Selbstläufer dürfte das Label nicht werden. "Die große Herausforderung liegt darin, einen breiten Konsens zwischen den Beteiligten zu erreichen, um eine möglichst hohe Beteiligung in der Wertschöpfungskette sicher zu stellen", beschreibt das BMEL die Lage. Nur so könne das Kennzeichen die angestrebte hohe Marktrelevanz erreichen.

Zudem müsse, unter Beteiligung der Wirtschaft, sichergestellt werden, dass die Landwirte die entstehenden Mehrkosten ausgleichen können. Eine wichtige Rolle spiele "die Förderung von Investitionen - auch mit Blick auf bauliche Maßnahmen".

Mehr Info: BMEL Kriterien Tierwohl Schwein