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Silagebereitung ist kein Selbstläufer

Mit der Grobfutterernte 2018 kann im Allgemeinen kaum ein Landwirt zufrieden gewesen sein. Dennoch oder gerade weil wir uns zukünftig auf schwierigere Bedingungen zur Grobfuttererzeugung einstellen müssen, erlangt die fachgerechte Bereitung, Lagerung und Fütterung von Silagen in höchster Güte einen immer höheren Stellenwert in der Rinder- und Pferdehaltung, aber auch in der Biogasgewinnung.

Neben der eigentlichen Herstellung stellt die Haltbarhaltung, also die Sicherstellung der erzeugten Qualität, die zweite enorme Herausforderung dar, da oft noch die Gefahr unterschätzt wird, dass nach dem Öffnen des Silos und dem beginnenden Verfüttern eine fehlende aerobe Stabilität der Silage auf vielen Betrieben jährlich bis zu 15 Prozent Extraverluste mit beträchtlichem wirtschaftlichen Schaden nach sich zieht.  

Um zu verstehen, dass eine zielgerichtete und sachkundige Arbeit keinen Selbstläufer darstellt und immer wieder kritisch überdacht werden muss, führt die DLG regelmäßig das Seminar „SiloProfi werden – Kompetent Silagen erzeugen“ durch.

Während der Schulung vermitteln Experten des Fachgebietes, wie Ernteverfahren im Hinblick auf den Technik- und Personaleinsatz optimal und erfolgreich geplant werden. Darüber hinaus lernen sie alle wichtigen Fakten, beginnend von den Anforderungen von Tier und Biogasanlage an die Qualität der Silage und der Beurteilung der gärbiologischen Eigenschaften bis hin zur Verdichtung und Abdeckung des Silos, wobei die Bereitung von Ballen- und Schlauchsilagen ebenso Berücksichtigung findet.

Darüber hinaus wird der Beeinflussung der Gärprozesse als auch der qualifizierten Auswahl und Dosierung von Siliermitteln sowie des optimalen Einsatzes von Silofolien besondere Beachtung gewidmet.

Abgerundet wird das Seminar durch eine genaue Betrachtung und Einschätzung von Praxisproblemen wie fehlende oder zu spät durchgeführte Abdeckung, Fehlgärungen, falsch eingesetzte Silierzusätze, Nacherwärmung, sowie von Maßnahmen zum Controlling am Silo, zum Reklamationsmanagement und zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit.

Im mehreren praktischen Seminarblöcken werden direkt aufbauend auf den theoretischen Grundkenntnissen die Möglichkeiten der Silageuntersuchung und -bewertung anhand wichtiger Qualitätskenngrößen vorgestellt und unterschiedliche Silagequalitäten mittels eigener Sinnenbeurteilung eingeschätzt. Überdies wird das Silocontrolling am Siloanschnitt und am Siloballen mit Temperatur- und Dichtemessungen detailliert demonstriert und mit den Teilnehmern intensiv diskutiert.

Das Seminar findet vom 13. bis 15. Februar 2019 (Mittwoch 10:00 Uhr bis Freitag 16:00 Uhr) am Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp in Blekendorf statt und richtet sich an alle interessierten Landwirte, Fütterungsberater, Mitarbeiter von Lohnunternehmen, Maschinenringen, Futterbaubetrieben, Biogaserzeugern sowie von Herstellern und Vertriebsorganisationen von Produkten zur Futter- und Substratkonservierung (zum Beispiel Erntetechnik, Siliermittel, Silofolien etc.). Die Anmeldung zum Seminar muss bis spätestens zum 1. Februar 2019 erfolgen.