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Ins Gespräch kommen

Dr. Christoph Amberger zum ErlebnisBauernhof auf der Grünen Woche

Heute vor einer Woche haben sich eine Handvoll AgrarScouts mit vier großen Traktoren vor den Rewe-Supermarkt in der Kulturbrauerei im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gestellt, um mit den Menschen, die in der deutschen Hauptstadt leben, ins Gespräch über Landwirtschaft zu kommen. Gerade dort, wo viele Kritiker der Modernen Landwirtschaft wohnen. 

Es ist knapp über null Grad, Schneeregen, die meisten Berliner huschen vorbei an den jungen Landwirten, um schnell ins Trockene zu kommen. 

Als eine junge Frau mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze aus dem Supermarkt kommt, geht AgrarScout Meinke Ostermann auf sie zu und bietet ihr an, sie und ihre Einkäufe mit dem Traktor nach Hause zu fahren. Die junge Frau fragt etwas irritiert nach, ob das ein Scherz sei. Nein, sagt der junge Landwirt und erklärt kurz, warum er und seine Kollegen hier stehen.

Die junge Frau klettert mit ihm ins Fahrerhaus und etwa 20 Minuten später ist er zurück und erzählt begeistert von dem interessanten Gespräch mit seiner Beifahrerin, die gerne noch länger mit ihm durch die Straßen Berlins gefahren wäre. Er hat Wertschätzung entgegengebracht. Und er hat Wertschätzung erfahren. Und so die Moderne Landwirtschaft und eine ihrer Kritikerinnen ein Stück einander nähergebracht.

Heute beginnt die Grüne Woche – und mit ihr eine Schlacht der Argumente über eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Viele gute Argumente aber auch viele Emotionen und nicht nur gute.

Mittendrin baut das Forum Moderne Landwirtschaft gemeinsam mit fast 60 Partnern aus der Agrarbranche den ErlebnisBauernhof auf. Bereits zum 20. Mal errichten wir damit einen Ort, an dem wir mit Verbrauchern, Journalisten, Bloggern, Politikern und anderen Multiplikatoren, ins Gespräch über eine zukunftsfähige Landwirtschaft kommen wollen. 

Dabei geht es um den Austausch von Argumenten – vor allem aber geht es um das Gespräch, um gegenseitige Wertschätzung. Mit dabei: 100 AgrarScouts wie Meinke Ostermann. 

Mit ihnen gemeinsam wollen wir zeigen, wie sympathisch, wie menschlich, wie offen die Moderne Landwirtschaft ist. Auch für die Argumente der anderen. Denn so können aus den unterschiedlichen Argumenten am Ende gemeinsame Lösungen entstehen. 

Das wollen wir mit einer besonderen Aktion für die Artenvielfalt zeigen: An den zehn Messetagen haben die Besucher die Möglichkeit, am Bau eines großen Insektenhotels mitzuwirken. Dieses wird im Anschluss an die Messe auf dem Betrieb eines unserer AgrarScouts in Sachsen-Anhalt aufgestellt. Berliner Verbraucher und die Moderne Landwirtschaft zimmern also gemeinsam für die Artenvielfalt 

Die Moderne Landwirtschaft bekennt sich zur Biodiversität. Die Förderung der biologischen Vielfalt kann nur gelingen, wenn die Landwirte als Partner eingebunden werden. Unser Signal: Bei diesem wichtigen Thema leisten Stadtbevölkerung und Landwirtschaft einen Beitrag für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Gemeinsam.