Zum Hauptinhalt springen

Täglicher Talk Technik: Beregnung im Kommen

War Beregnung hierzulande früher ein Thema für Spezialisten, beschäftigen sich heute immer mehr Landwirte damit. Die wirtschaftlichen und rechtlichen Schwellen gilt es vor Investitionen zu beachten, wie der Talk Technik am Freitag während der AGRITECHNICA zeigte.

Mit dem Kartoffelanbau ging es los: Landwirt Stephan Künne entschloss sich vor rund zehn Jahren,  mit der Kultur zu starten, und es war rasch klar, dass ohne Beregnung nichts geht. „Wir haben uns dazu einen Berater geholt“, erläuterte der Landwirt aus Eggermühlen nahe Osnabrück. Anfangs noch mit einer geleasten Beregnungsanlage, die Künne später erworben hat. Dank Ausdauer und Kompetenz hat Künne die Hürden der Genehmigung genommen und ist mit seiner Investition für mehr als 30 Hektar Beregnungsfläche inzwischen zufrieden. Die wasserrechtlichen Erlaubnisse schwanken übrigens zeitlich, wie sich während der Diskussion zeigte.  Einige Landwirte berichteten von fünf, andere von zwanzig Jahren.

Dass der (theoretische) Bedarf für Beregnung von landwirtschaftlichen Nutzflächen angesichts des Klimawandels zunehmen dürfte, war unstrittig während des Talk Technik, an dem Nicole Engel teilnahm. Die Expertin des Niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie ermittelt mit ihren Kollegen die entsprechenden Daten. Es sei wichtig, so Engel, dass für geplante Beregnungsflächen alle Stakeholder rund um das Thema „Wasser“ an einen Tisch geholt würden - von den Behörden, über die Landwirtschaft bis zum Naturschutz.  

Intelligente Beregnung ist laut Dr. Joachim Michel, IT-Direkt Business Technologies GmbH („Raindancer“), die Methode der Wahl. Mit der Ressource müsse aus ökonomischen und ökologischen Gründen sparsam umgegangen werden. Die von seinem Unternehmen angebotenen Produkte folgen dem Trend zur Digitalisierung, indem sie es ermöglichen, Beregnungsanlagen komfortabel mit dem Smartphone zu steuern.