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Trockenheit und Hitze: Fakten aus dem IPZ

Der Sommerurlaub vor der Ernte fiel in diesem Jahr etwas kürzer aus als gewohnt - die Ernte erfolgte in allen Kulturen mindestens 10 Tage eher. Beginn der Ernte der Versuchsflächen am IPZ war in diesem Jahr der 02.Juli; Gerste wird am Standort nicht angebaut. Raps, Weizen und Erbsen waren dabei fast zeitgleich druschreif und die Ertragsprognosen nicht sonderlich gut. Die Kulturen zeigten bereits früh im Jahr deutlichen Trockenstress. In den verschiedenen Systemvergleichen zur Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Phosphatdüngung und Unterflurtropfbewässerung wurde bei wiederkehrenden Hitzerekorden gedroschen. Trotz einem Niederschlagsdefizit von etwa 120 mm in der Zeit  von Januar bis Juli konnten im Winterraps durchschnittlich über die Versuche 39,6 dt/ha mit etwa 43 Prozent Ölgehalt geerntet werden. Im Winterweizen hingegen waren die Ertragsverluste deutlich stärker. Über alle Varianten und Versuche wurden hier circa 60 dt/ha bei hohen Proteingehalten über 14 Prozent erzielt.

Die Sommerkulturen litten sichtlich unter den mangelnden Niederschlägen und hohen Temperaturen. Der Silomais schaffte eben noch die 400 dt/ha, während die Zuckerrüben bei 28,5 t/ha, Rüben mit 20,8 Prozent Zuckergehalt lediglich 5,3 t/ha bereinigten Zuckerertrag brachten. Entsprechend der Versuchsfragen gab es teils erhebliche Unterschiede etwa in der Bodenbearbeitung, der Fruchtfolge oder der unterschiedlichen Anwendung von Phosphatdüngern. Ob nun die Streifenbearbeitung mit Unterfuß-Düngung besser abschnitt als die klassische Mulchsaat oder die Zuckerrüben in einer 6-gliedrigen Fruchtfolge höhere Erträge bringen als in der Fruchtfolge mit zweimal Weizen und wie sich eine platzierte P-Düngung auch unter Weizen auf die Ernteausbeute in diesem Jahr auswirkte, erfahren Sie am DLG-Stand auf der EuroTier.

Druckfrisch in unserem Heft „Forschung von der Praxis – für die Praxis! Ergebnisse Feldversuche 2018“ gibt es dann auch die Ertragsauswertung zur Unterflurtropfbewässerung in Weizen und Sojabohnen. Besuchen Sie uns in Halle 26, Stand B28, sichern Sie sich ihr Exemplar und diskutieren Sie mit uns die Ergebnisse!