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„Der Empfänger muss klar den Nutzen erkennen“

Know-how erweitern und interessante Menschen kennenlernen, es gibt viele Gründe, in der DLG zu sein. Mark Kitschen, Senior Marketing Consultant bei AgriDirect, Anbieter von Agrarmarketing und Marktuntersuchungen im Agrarbereich aus Viersen, erläutert uns seine persönlichen Gründe – fachlich und privat.

Guten Tag Herr Kitschen, bitte stellen Sie sich einmal kurz vor!

Mark Kitschen:  Mein Name ist Mark Kitschen, ich arbeite seit sieben Jahren bei AgriDirect und bin dort als Senior Marketing Consultant beschäftigt. 2013 bin ich in die DLG eingetreten.

Nach meinem Start im Agribusiness habe ich schnell erkannt, dass man über die DLG auch sein Know-how erweitern kann und bin dann Mitglied geworden. Ich nutze die Mitgliedschaft auch um mein Netzwerk weiter auszubauen. Neben den Messen und den DLG-Mitteilungen sind hier die Tagesveranstaltungen willkommene Gelegenheiten.

Welche DLG-Angebote nutzen Sie denn?

Kitschen:  In erster Linie sind es neben ausgewählten Veranstaltungen natürlich die Messen, die mich interessieren. Aber auch die Homepage und der Newsletter bringen einem immer wieder wichtige Informationen, die man für seine tägliche Arbeit nutzen kann.

Im Endeffekt sind hier die Ziele der DLG und AgriDirect identisch: Beide wollen die Kommunikation zwischen den Landwirten und der landwirtschaftlichen Zulieferindustrie verbessern und den Landwirten die nötigen Informationen zugänglich machen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen.

Bringt Ihnen die DLG-Mitgliedschaft Synergieeffekte für Ihre Arbeit?

Kitschen:  Ja! Neben dem Nutzen der Informationsquelle lernt man auf Veranstaltungen und Messen natürlich immer wieder neue und interessante Menschen kennen. Wo, wenn nicht auf einer Leitmesse, wo die wichtigsten Neuheiten und Innovationen vorgestellt werden, sollte man alle diese Personen an einen Ort bekommen.

Man lernt viel über die Sorgen der Landwirte und Problematiken, die bestehen. Aber im Umkehrschluss auch, welche Schlüsse die Agrarindustrie daraus zieht und welche Lösungen die Zulieferer den Landwirten dabei bieten.

Was sind für Sie als Kommunikationsspezialist die Anforderungen an eine effektive Kommunikation?

Kitschen:  Effektive Kommunikation bedeutet für mich, seine Botschaft oder sein Ziel an den richtigen Empfänger zu kommunizieren. Dabei gibt es viele Faktoren wie die richtige Zeit oder der richtige Ort beziehungsweise Weg der Kommunikation.

Man sollte sich vorher genau überlegen, für wenn die Botschaft relevant sein könnte und warum gerade zu diesem Zeitpunkt. Der Empfänger muss klar den Nutzen für sich erkennen. Effektive Kommunikation stützt sich immer auf die Qualität der Botschaft, des richtigen Kanals und vor allem der richtigen Zielgruppe.

Aus unserer Sicht in der Marktforschung und des Marketings bedeutet dies auch: Wenn man die vorher genannten Punkte beachtet, hat man neben einer höheren Aufmerksamkeit auch immer den Vorteil von Kosteneinsparung beim Einsatz der Kommunikationsressourcen.

Wie läuft Kommunikation heute ab, analog, digital, oder multikanal?

Kitschen:
  Ganz klar multikanal. Jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile, aber auch jeder Empfänger hat ein anderes Nutzungsverhalten. Deshalb sollte man auch seine Botschaft über mehrere Kanäle verbreiten, um seine Zielgruppe möglichst komplett zu erreichen.

Am Ende ist aber das persönliche Gespräch immer der entscheidende Faktor, gerade wenn es um eine Investitions- oder Kaufentscheidung geht. Wir haben in 2016 eine große Kommunikationsmarktforschung über das Informationsverhalten in der Landwirtschaft durchgeführt, die auch genau diese Einschätzung bestätigt hat: Am Ende ist das persönliche Gespräch mit dem Berater am Küchentisch der entscheidende Schritt zur Entscheidung.

Wie sehen die Informationsmedien der Zukunft aus?


Kitschen:  Das ist eine sehr interessante Frage. Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Natürlich sind durch die digitale Transformation oder das Internet of Things digitale Dienste auf dem Vormarsch, aber am Ende entscheidet immer noch der Mensch mit seinem Nutzungsverhalten, wo die Reise hingeht.

Zurzeit ist die wichtigste Informationsquelle immer noch der persönliche Kontakt und auch analoge Kanäle funktionieren sehr gut. Wie weit und wie schnell sich dies ändert, entscheiden die Generationen nach uns.

Und noch eine letzte Frage. Kommunikation kann sehr anstrengend sein. Wie schaffen Sie den Ausgleich in Ihrer Freizeit?

Kitschen:  Ich habe zwei kleine Kinder, deshalb versuche ich in meiner Freizeit möglichst viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Ein weiterer Ausgleich ist der Sport: Nachdem ich 30 Jahre aktiv Handball gespielt habe, habe ich vor vier Jahren den Tennissport für mich entdeckt.