Zum Hauptinhalt springen

Russische Industrie: Ernährung im Fokus

Die Woche vom 8. bis 14. Oktober dieses Jahres stand in Moskau, Russische Föderation, ganz im Zeichen dreier wichtiger Ausstellungen der Land- und Nahrungsgüterwirtschaft.

Eröffnet wurde der Ausstellungsreigen am 8. Oktober mit der Ausstellung „Meat Industry / AgroProdMash 2018“, der 23. Internationalen Ausstellung für Ausrüstung, Technologie, Rohstoffe und Zutaten für die Nahrungs- und Verarbeitungsindustrie. Dem folgte am 9. Oktober der „Agrosalon“, die Ausstellung für Landmaschinen im Ackerbau und am 10. Oktober öffneten die Tore des „Goldenen Herbstes“, der Agrarindustriellen Ausstellung des Russischen Landwirtschaftsministeriums, die der „Grünen Woche“ entspricht.

Die Ausstellung „Meat Industry / AgroProdMash 2018“ hat die längste Tradition. In ihrer 23. Ausfertigung kann die AgroProdMash – die Meat Industry kam vor neun Jahren dazu – auf ein beständiges Wachstum zurückblicken und gilt heute als die unangefochtene Nummer 1 in der Russischen Föderation. Auf 26.000 m² Gesamtfläche stellten 874 Aussteller, davon 400 aus dem Ausland, Maschinen und Ausrüstungen der Milch-, Fleisch-, Backwarenindustrie, Betriebsmittel sowie Maschinen und Ausrüstungen zur Verpackung, Lagerung und dem Transport der Erzeugnisse vor.

Aus dem Ausland waren 37 Nationen vertreten. Vier davon – China, Dänemark, Deutschland, Italien – waren dies mit offiziellen Beteiligungen ihrer Länder. Zahlenmäßig führte Deutschland mit 78 Ausstellern die Spitze an, gefolgt von Italien (68). Die größte Fläche nahmen ebenfalls die deutschen Aussteller ein. Allein in der deutschen Gemeinschaftsausstellung, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, in Kooperation mit der AUMA von der IFWexpo Heidelberg GmbH organisiert und von der DLG unterstützt wurde, stellten 43 Aussteller auf 1.534 m² Fläche in zwei Hallen ihre Maschinen, Ausrüstungen und vor allem komplette technische Lösungen für Verfahrensketten vor.

Mit dem Bestreben der Russischen Föderation (RF), sich von Nahrungsmittelimporten unabhängig zu machen, können die traditionell guten Verbindungen aus dem deutschen Maschinenbau zur russischen Nahrungsmittelindustrie zur Geltung kommen. Die Konzentration der Verarbeitung in der RF erfordert komplette technische Lösungen von der Rohstoffaufbereitung bis zur Versorgung des Handels, unabhängig vom Sektor: Fleisch, Milch, Fisch oder Getreide.

Es galt der sich in Russland entwickelnden wie auch der internationalen Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Das ist offenbar gelungen, die Befragung der deutschen Aussteller am Ende der Messe ergab ein überwiegend gut gestimmtes Bild, die Mehrzahl der Aussteller fuhr mit abgeschlossenen Verträgen oder guten Aussichten darauf nach Hause.