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Starke Wertschöpfungskette in schwierigen Zeiten

Nach Auslaufen der Quotenregelung hat der heftige Wettbewerb um Marktanteile die Zuckerpreise ins Bodenlose fallen lassen. In dessen Folge sind auch die Rübenpreise deutlich zurückgegangen. Aber Markteingriffe der EU-Kommission sind keine Alternative. Allerdings würde uns die Europäische Union helfen, wenn sie für gleiche Wettbewerbsbedingungen in allen Mitgliedstaaten sorgt.

Große Sorgen bereiten den norddeutschen Rübenanbauern auch die Aussichten im Bereich des Pflanzenschutzes. Auf der politischen und gesellschaftlichen Ebene sind nach Auffassung des DNZ derzeit kaum noch Sympathien für moderne Produktionstechniken erkennbar. Hier heißt es kommunikativ am Ball bleiben und sich mit Fachwissen in oft emotional geführte Debatten einbringen.

Trotz aller Widrigkeiten sind Zuckerrübenernte und Kampagne in vollem Gang. Die Erträge differenzieren regional sehr stark, denn auch die Rübe hat unter der Dürre gelitten, obwohl sie von allen Anbaufrüchten noch am besten mit den Extremen zurechtkommt. Dort, wo Regen gefallen ist und gute Böden das Wasser lange speichern konnten, sind die Bestände entsprechend gut.

Doch ein Jahr ist kein Jahr. Und so glauben wir an das Multitalent Zuckerrübe, an ihre Vorteile hinsichtlich Fruchtfolge, Ertragssteigerungen und Verwertungsmöglichkeiten. Und nicht zuletzt schätzen wir die starke Wertschöpfungskette, in der unsere Landwirte, Zuckerindustrie und Verbände zusammenarbeiten. Die Zuckererzeugung bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und die Rübe soll weiterhin ihren festen Platz auf dem Acker behalten.