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Ganz praktisch: Fütterungsreferenten auf Tour

Der Bundesarbeitskreis der Fütterungsreferenten der Länder in der DLG koordiniert die Offizialberatung in der Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und futtermittel- und umweltrechtlicher Bestimmungen. Dieser traf sich am 25. und 26. September 2018 zur 126. Sitzung in Lichtenwalde.

Traditionell begann die Herbstsitzung mit einer Fachexkursion zu landwirtschaftlichen Betrieben der Region, die in ihrer Arbeitsweise als Vorbilder für andere Betriebe gelten und somit dazu dienen, sich mit den speziellen Gegebenheiten näher auseinanderzusetzen. Die Tour führte bei bestem Ausflugswetter zuerst zu einem Milchviehbetrieb, der seit einigen Jahren erfolgreich eine stickstoffreduzierte Milchviehfütterung betreibt, dann über einen großen Gänsezüchter zu einem modernen Milchvieh- und Schweinemastbetrieb. Mit der Auswahl der Betriebe und den verschiedenen Themenschwerpunkten wurde ein sehr breites Spektrum der landwirtschaftlichen Arbeit in Sachsen aufgezeigt, das mit den fachkundigen und freundlichen Mitarbeitern im großen gegenseitigen Interesse diskutiert wurde. Die Vielfältigkeit der Betriebe wurde im Einzelnen sehr gut herausgestellt und mit den eingeschlagenen oder derzeit in Planung befindlichen Geschäftsfeldern oder Vertriebswegen verdeutlicht, dass auch in Großbetrieben vom Mainstream abweichende Strategien erfolgreich umzusetzen sind. Daran anknüpfend wurden die Möglichkeiten eindrucksvoll demonstriert, über Diversifizierung heutige Marktrisiken gut zu streuen. Die Gäste sammelten wertvolle Informationen und Eindrücke, die in ihrem zukünftigen Handeln zu berücksichtigen sein werden, beispielsweise wie die praxiserprobte Arbeit mit einer deutlichen Stickstoffreduktion in der täglichen Beratungsarbeit umgesetzt, genutzt und ebenso auch in länger angesetzten Versuchsfragen bearbeitet werden kann.

In der eigentlichen Sitzung ging es dann um die Fortführung der aktuellen Arbeitspunkte, zu denen die Verabschiedung des Beitrages der Fütterung zur Definition einer guten fachlichen Praxis zur Minimierung von (Ammoniak-) Emissionen aus Tierhaltungsanlagen gehört. Darüber hinaus wurde die Bearbeitung des DLG-Merkblattes Nr. 418 „Leitfaden zur nachvollziehbaren Umsetzung ´stark´ stickstoff- und phosphorreduzierten Fütterungsverfahren bei Schweinen“ abgeschlossen, in dem nun auch ´sehr stark´ stickstoff- und phosphorreduzierte Fütterungsverfahren bei Schweinen beschrieben werden. Mit Beendigung dieser Arbeiten werden bereits die entsprechenden Informationen in der Fütterung von Rind, Geflügel und Pferd vorbereitet.

Weitere Schwerpunkte bilden die Überarbeitung von Maßnahmen zum Controlling bei der Milchkuh, im Speziellen die Aktualisierung der Empfehlungen zur Erhebung und Bewertung von Milchinhaltsstoffen.

Die 127. Sitzung des Bundesarbeitskreises der Fütterungsreferenten der Länder in der DLG wird im Frühjahr traditionell im Anschluss an das Forum der angewandten Forschung in der Schweine- und Rinderfütterung in Fulda stattfinden.