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Futterknappheit: Was Milchviehhalter tun können

Für die Milcherzeuger ist es wichtig, die Futterversorgung bis zum Anschluss an die neue Futterernte sicherzustellen. In Frage kommen der Zukauf von Futtermitteln, auch wenn die Preise stark gestiegen und Transportkosten hoch sind. Bei 70 Prozent und mehr Mindererträgen in der Silomaisernte ist Futterzukauf nahezu unvermeidbar, sofern die Viehbestände im Betrieb gehalten werden sollen. Milchviehhalter mit Weidegang, deren Tiere aktuell im Stall über den Winterfuttervorrat ernährt werden, müssen die entstehende Futterlücke noch vor dem Winter schließen.

Aber auch die Erweiterung der Futterflächen durch die Ansaat von Ackerfutter ist eine Option, um die Futterbasis zur Ernte im kommenden Frühjahr zu verbreitern und damit den Futtervorrat für das neue Jahr 2019 zu steigern. So kommen neben der Aussaat von Ackergras je nach Standort auch Futterroggen beziehungsweise Triticale zur Ernte von Ganzpflanzensilage in Frage.

Außerdem kommt es im Herbst darauf an, durch die Trockenheit entstandene Narbenschäden auf dem Grünland durch Nachsaaten zu reparieren. Die Nachsaaten stärken die Ertragskraft des Grünlandes für das kommende Jahr. Eine weitere Reaktionsmöglichkeit bietet die Rationsumstellung insbesondere für das Jungvieh, um Silage einzusparen.

Die Reaktionsmöglichkeiten hängen vom jeweiligen Standort und den betrieblichen Voraussetzungen ab. Mögliche Optionen und Alternativen werden im ersten Teil des Arbeitskreises 2 gemeinsam während der DLG-Unternehmertage erörtert.