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Die Renaissance des Roggens in der Tierernährung

Um einen Beitrag zur Erreichung der Weltklimaziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu leisten, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Innovationsprogramm das Forschungsprojekt "6-R-Konzept".

Mit dem Vorhaben soll eine verstärkte Nutzung von Roggen in Mischfutterkonzepten für Schweine zur Förderung des Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutzes untersucht werden.

Am 18. Juli 2018 ist das Projekt mit einer Pressekonferenz beim Deutschen Raiffeisenverband in Berlin gestartet. Ziel des dreijährigen Projektes "6-R-Konzept" ist, die spezifischen Inhaltsstoffe von Roggen zu untersuchen und mögliche positive Auswirkungen hoher Roggenanteile in Mischfutterkonzepten für Schweine zu nutzen. Roggen steht im Fokus des Projektes, da er sich durch Resistenzen gegenüber extremen Witterungsbedingungen, eine gute Stoff-Effizienz und eine hohe Krankheitsresistenz auszeichnet.

Aus Sicht der Tierernährung fußen die zu prüfenden Versuchsansätze auf der Grundhypothese, dass durch die mikrobielle Umsetzung von Roggen-Ballaststoffen im Magen-Darm-Trakt die Bildung der kurzkettigen Fettsäure Butyrat gefördert wird. Diese hat positive lokale und systemische Effekte.

Eine "Renaissance" des Roggens stellt einerseits eine Maßnahme zur Anpassung an Klimaänderungen dar. Andererseits kann durch eine Etablierung roggenbasierter Mischfutterkonzepte mit günstigen Input-/Output-Relationen eine optimierte Fütterungsstrategie im Sinne des Klimaschutzes umgesetzt werden.

Weitere Information
Regionale Renaissance von Roggen und Raps zur Reduktion von Problemen in Pflanzenbau und Tierproduktion durch Reevaluation der Inhaltsstoffe und deren gezielte Nutzung zur Förderung des Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutzes (6-R-Konzept)